Zwingerhusten-Was ist das? Teil 3



Das canine Parainfluenzavirus (Pi) ist das wichtigste Virus im Zusammenhang mit dem Zwingerhustenkomplex. Es ist ein gehülltes, einzelsträngiges RNA-Virus aus der Familie der Paramyxoviridae. Nach einer Infektion befällt es in erster Linie die Schleimhaut der oberen Atemwege, wodurch diese geschädigt und besonders anfällig für bakterielle Sekundärinfektionen wird.

 

Es können Symptome wie Nasenausfluss und Husten auftreten.
Canines Staupevirus-Beschreibung über die Erreger

Dieser Erreger hat sehr viele Wirte. Neben Hunden können beispielsweise auch Füchse, Waschbären, Frettchen, Marder, Otter und Großkatzen betroffen sein. Es verursacht eine akute bis chronische Allgemeinerkrankung mit verschiedenen, vom Immunstatus des Tieres abhängigen Ausprägungen:
1. Durchfall-Erbrechen
2. Husten
3. Blindheit
4. Ausfluss aus der Nase und den Augen
Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt oder über Aerosole. Junge Hunde im Alter von bis zu 6 Monaten sind am empfänglichsten. Typisch ist das Auftreten von Fieber.
Canines Adenovirus- Beschreibung über die Erreger

Das canine Adenovirus ist ein unverhülltes, doppelsträngiges DNA-Virus der Familie Adenoviridae. Es bevorzugt die Schleimhautzellen der Atemzellen und tritt häufig bei Magen-Darm-Problemen auf.
Nach dem Kontakt mit dem Erreger dauert es zwischen 3-6 Tage, bis erste Krankheitssymptome auftreten. Infizierte Hunde scheiden das Virus dann bis zu 9 Tage lang aus.

Canines Herpesvirus- Beschreibung über die Erreger

Das canine Herpesvirus ist ein gehülltes, doppelsträngiges DNA-Virus, das weltweit in Zwingern vorkommt. Bei Tieren aus Einzelhaltungen kommt der Erreger dagegen kaum vor. Nach einer Infektion über den Nasen-Rachen-Raum verläuft die Infektion bei der Mehrzahl der Tiere ohne erkennbare klinische Symptome.
Ähnlich wie Herpesviren anderer Tierarten neigt auch das canine Herpesvirus dazu, sich in bestimmte Gehirnnerven zurückzuziehen. Dadurch kommt es zu einer so genannten latenten Infektion, die durch Stress oder die Gabe von Kortison reaktiviert werden kann. Die Tiere scheiden dann das Virus über verschiedene Sekrete aus und stellen eine Infektionsquelle für andere Tiere dar.
Der Erreger wird von der Mutter auf die Welpen übertragen, welche sich in jungen Monaten kaum gegen den Virus wehren können. Bei der Geburt kann es zu Totgeburten oder Fehlstellungen führen.
Bordetella Bronchiseptica- Beschreibung zum Erreger

Neben seiner primären Pathogenität (es kann eine Reihe von Giften produzieren und auch die Flimmerhäarchen im Atemtrakt lähmen) kann es auch als Wegbereiter für andere krankmachende Keime fungieren. Es kann von den Menschen auf den Hund, die Katze und sogar auf kleine Heimtiere übertragen werden. Problematisch ist aber, dass es schon einige Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika gibt.
Als Impfprophylaxe wird der intranasale Impfstoff verwendet.

Mycoplama spp.-Beschreibung der Erreger

Meist werden Mykoplasmen erst aktiv, wenn Bakterien wie Bordetella Bronchiseptica die Schleimhäute schon vorgeschädigt haben. Es kann in den tiefen Teile der Lunge zu starken Vereiterungen kommen.
Streptokokkus equi subsp. zooepidemicus-Beschreibung der Erreger

In letzter Zeit ist dieses Bakterium immer häufiger verantwortlich zu machen für akute blutige Lungenentzündungen der Hunde. Es kann zu einem blutigen Brustfellerguss kommen, welcher meist tödlich verläuft.
Impfempfehlung:

Eine Impfung des Welpen mit dem Intranasalen Impfstoff kann bei erhöhtem Risiko schon mit der zweiten Lebenswoche stattfinden. Regulär findet eine Grundimmunisierung mit der 8./9. Woche und der 12. Lebenswoche statt. Eine jährliche Wiederholung wird empfohlen.

Fazit zum Zwingerhusten

Der Zwingerhusten sollte nicht unterschätzt werden. Er setzt sich aus verschiedenen Erregern zusammen und schadet unseren treuen Begleitern. Wir sollten unsere Tiere so gut es geht schützen und sie immer regelmässig impfen lassen. Aber trotz Impfung kann es immer zu Impfdurchbrüchen kommen, da die Erreger dazu neigen sich zu verändern, bzw. manche Tiere ein schwaches Immunsystem besitzen und sich trotz Impfung nur schlecht wehren können gegen die teils tödliche Gefahr.
(Quellen: Laboklin Aktuell; Zwingerhusten.com)

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