Zwingerhusten Teil 2 - Behandlung

Was kann man gegen den Zwingerhusten tun?

Die Erkrankung wird durch einen Komplex an bakteriellen und viralen Erregern hervorgerufen. Der Haupterreger ist der Canine Parainfluenzavirus, welcher dann durch eine hinzukommende bakterielle Infektion, vor allem durch das Bakterium Bordetella bronchiseptica, verkompliziert wird.

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Die Behandlung verläuft meistens erfolgreich und die Tiere erholen sich in der Regel vollständig. Zwingerhusten bedeutet jedoch oft eine lang andauernde medikamentöse Therapie mit Antibiotika und ist deshalb eine große Belastung für Hund und Halter. 

Das musst Du beachten, wenn Dein Hund an Zwingerhusten leidet:

Die erkrankten und schwachen Hunde brauchen viel Ruhe und Geborgenheit und sollten von anderen Hunden getrennt werden. Wichtig ist ebenfalls die Luft des Raumes- welche trocken sein sollte, aber nicht zu stickig. Auch sollten die Hunde wenig Stress haben und sich jederzeit wieder etwas ausruhen können. Auch beim Spaziergang sollte drauf geachtet werden, dass das Gestell nicht zu nahe am Hals ist, da jeder Zug auf die Leine ein erneutes Husten auslösen kann. Auch sollten Sie andere Hundehalter warnen und vermeiden, dass Ihr Hund mit anderen Kollegen in Kontakt kommt. Sogar mehrere Tage nach anscheinender Genesung ist unser erkrankter Hund immer noch stark infektiös und eine Gefahr für die anderen Vierbeiner. 

Ausserdem sollten wir die ganze Zeit die Körpertemperatur des Hundes überprüfen und bei einer gefährlichen oder sogar lebensbedrohlichen Lage sofort zu unserem Tierarzt gehen.

Impfung

Gegen das Bakterium Bordetella bronchiseptica gibt es einen ganz besonderen Impfstoff, der den Tieren direkt in die Nase geträufelt wird. Meist wird die Zwingerhustenimpfung  kombiniert mit der Staupeimpfung vorgenommen. Bei Tieren, die es weniger schlimm getroffen hat, reicht es, wenn wir schleimlösende Mittel oder bei eitrigen Infektionen Antibiotika  verabreichen. Es gibt aber auch Fälle, die einen sehr trockenen Husten aufweisen und die mit Hustenstillern geheilt werden müssen.

Zusätzlich steht ein Nasalimpfstoff zur Verfügung, dessen Impfschutz bereits nach 72 Stunden beginnt und ca. 1 Jahr anhält. Es ist nicht unangenehm für den Hund und schützt den Hund schon beim Einfliessen des Impfstoffes in die Nase.

Für trächtige Hündinnen ist der Impfstoff unschädlich. Wer seinen Liebling vor der Erkrankung schützen möchte, sollte ihn regelmässig impfen lassen. Das gilt jedoch nicht nur für Hunde. Der Erreger Bordetella bronchiseptica kann nämlich auch vom Hund auf die Katze und umgekehrt übertragen werden. Deshalb sollten auch Katzen gegen Bordetellen geimpft werden.

Natürliche Hausmittel gegen Zwingerhusten

Neben dem Impfstoff gibt es auch Tierliebhaber, die ihren Vierbeinern mit Naturheilkunde helfen wollen. Bei leichten Beschwerden des Zwingerhustens reicht es manchmal aus, wenn man den Hunden einen abgekühlten Fencheltee gibt oder aber auch einen lauwarmen Salbeitee.

Auch wenn wir unserem Bello die Antibiotika ersparen möchten, sollten wir diese Krankheit nicht unterschätzen. Je schlimmer und schwerer diese Atemkrankheit wird, desto eher kann sich eine gefährliche Lungenentzündung entwickeln. Und diese kann tödlich enden.

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