Zusatzstoffe beim BARF?

Wer seinen Hund mit rohem Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Knochen Gemüse und oft ohne Kohlenhydrate ernährt, tut das meistens, weil er überzeugt ist, dass diese Fütterungsmethode der natürlichen Ernährung eines Hundes am nächsten kommt.

Welpe-mit-Stuck-Fleisch

 

Zurückgeführt wird dies auf die Futteraufnahme von Wölfen. Mal abgesehen davon, dass unsere Haushunde sich im Laufe der Entwicklung der Wohn-, Lebens, - und Essgemeinschaft mit dem Menschen stark verändert haben und sich erwiesenermassen auch vom Verdauungssystem her weg entwickelt haben vom Wolf, kann man ja durchaus der Ansicht sein, dass rohes Fleisch, Knochen und Gemüse artgerechter ist, als trockene Kroketten mit jede Menge synthetischer Vitamine und Mineralstoffe. Trotzdem wird der Hund Mangel erleiden, wenn er ausschliesslich Fleisch, Knochen und Gemüse erhält, denn das entspricht, um beim Wolfsbild zu bleiben, keineswegs der Struktur eines Beutetiers. Es fehlen die fettlöslichen Vitamine, es fehlen Kupfer und Zink und Jod, um nur ein paar zu nennen. Man muss also etwas hinzugeben.

Am einfachsten sind natürlich vorgemischte Präparate, in denen die Vitamine und Mineralstoffe, die beim Barfen etwas zu kurz kommen, ergänzt werden, so wie z.B. mit dem Bewi Dog Ergänzungsfutter. Diese Fertigmischungen bestehen aber oft auch aus synthetischen Stoffen, sind also streng genommen nicht so natürlich oder sie sind zwar aus natürlichen Stoffen zusammengesetzt, enthalten aber die Vitamine und Mineralstoffe nicht in einer sinnvollen Dosierung, so dass man vom einen zu viel und vom anderen zu wenig füttert. Wer also ganz natürlich bleiben will und sicher sein will, dass die Ration nachher ausgewogen ist, muss selber ergänzen, z.B. Eierschalen fürs fehlende Kalzium, wenn der Hund keine Knochen bekommt, Seealgen für Jod, Lebertran für Vitamin A und D, Bierhefe für die B-Vitamine. Da kommen dann schon einige Dosen zusammen und man sollte ganz genau wissen, wie viel man von den einzelnen Substanzen geben muss. Während es beim Fleisch und den Beilagen nicht so drauf ankommt und es mal mehr und mal weniger sein darf, kann man bei den Zusätzen schnell mal massiv unter- oder überdosieren. Wir raten deswegen zu einem detaillierten Ernährungsplan, wenn jemand neu mit dem Barfen anfängt und vor allem, wenn die Zusatzstoffe einzeln und natürlich verabreicht werden sollen.

Hier findest Du viele weitere Ergänzunsfuttermittel zum BARF.

 

Anja Marti-Jilg, Futterratgeber.ch

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(1) Kommentare

  • 8-tung beim Kalzium

    Leider kursiert die Meinung, dass Kalzium das Einzige ist, welches Knochen liefern. So werden beim Verzicht der Knochenfütterung Kalziumpräparate oder Eierschalen empfohlen.
    Leider aber ist das zu einseitig. Denn ein Knochen enthält vielerlei an wichtigen Mineralstoffen und nicht nur Kalzium.
    Deshalb sollte man als Ersatz von ganzen Knochen, gemahlene/zerkleinerte Knochen oder Knochenmehl verwenden.

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