Zeckenbiss

Der Sommer bringt leider nicht nur gutes, sondern auch ziemlich unangenehme Dinge wie die Hitze, zu der wir in unserem Magazin einige wichtige Tipps für Euch haben, und verschiedenste Parasiten, darunter zum Beispiel Zecken. Dass Zecken sehr gefährlich werden können, das hast Du sicher schon gehört und vielleicht hast Du auch in unserem Magazin bereits einen Artikel über die Zecken und die von ihnen übertragenen Krankheiten gelesen. In diesem Bericht möchten wir vor allem vermitteln, wie man einen gefährlichen Zeckenbiss schnell erkennt und handelt, um den möglichen schlimmen Folgen vor zu beugen:

Zecken – Was es über diese Tiere zu wissen gibt:

Kleine ecklige Parasiten, so viel wissen die meisten über Zecken. Dass sie sich vom Blut eines anderen Tieres ernähren ist den meisten auch bewusst. Aber was gibt es noch über diese Tiere zu erfahren? Sie sind zum Beispiel recht kälteempfindlich und wagen sich nur ab Aussentemperaturen von ca. 7°C heraus, was in der Schweiz aber leider oft der Fall ist, weshalb Zecken in gewissen Gebieten ein grosses Problem darstellen. Vor allem in hohem Gras, an Waldrändern und im Unterholz leben Zecken, die sich dann an vorbei gehenden Hundebeinen festklammern und dem Hund ins Fell krabbeln. Diese gemeinen Zecken übertragen weit mehr Krankheitserreger als jede andere Parasitenart und weltweit gibt es rund 800 verschiedene Zeckenarten. Die drei bekanntesten Arten in unseren Regionen sind zum Beispiel der Holzbock, die Auwaldzecke und die braune Hundezecke. Gerade die Hundezecke liebt wie der Name schon sagt, Hunde über alles und überträgt fleissig Krankheiten wie zum Beispiel die Ehrlichiose und Babesiose. Der Holzbock ist eine der grösseren Zeckenarten und überträgt Erreger wie zum Beispiel die Borreliose, FSME und Anaplasmose. Diese Zecke ist auch für Menschen gefährlich und kann ihre Erreger auch an uns weitergeben. Die Auwaldzecke verbreitet eine Krankheit namens Babesiose und ist auch als Hundemalaria bekannt, weil sie vor allem für Hunde sehr gefährlich werden kann.

Aber warum sind nun Zecken so gefährliche Krankheitsüberträger? Dazu muss man wissen, wie die Tiere sich von den Hunden ernähren. Sobald sie im Fell des Hundes sind, suchen sie sich eine gut durchblutete Stelle auf der Haut des Hundes und beginnen mit ihren Beisswerkzeugen die Haut aufzuritzen. Dabei sondert die Zecke ein Sekret ab, welches die Blutgerinnung verhindert und so eine lange Blutsaugzeit gewährleistet. Zudem wird von diesem Sekret die Wunde betäubt, so dass der Hund den Biss nicht spürt. Bei diesem Vorgang passiert es leider sehr schnell, dass Krankheitserreger aus dem Speichel der Zecke in die Blutbahn des Hundes gelangen und diesen mit einer Krankheit infizieren. Wie oben bereits erwähnt hat nicht jede Zeckenart die gleichen Krankheiten, die sie übertagen kann, das hängt ganz von der Zeckenart ab.

Wie erkenne ich einen gefährlichen Zeckenbiss?

Leider sind Zecken verdammt klein und das dichte Hundefell macht die Kontrolle des Hundes auf Zecken nicht einfacher. Gerade vollgesogene Zecken kann man aber sehr leicht ertasten und dann vorsichtig mit einer Zeckenzange entfernen. Dabei solltest Du Dir unbedingt merken, wo der Biss war und die umliegende Haut auf Rötungen untersuchen. Gerade bei Zecken die infiziert waren, reagiert meist die umliegende Haut als erstes und zeigt komische Rötungen, meist in Ring- oder Kreisform um die Bisswunde auf. In diesem Fall ist so schnell als möglich ein Tierarzt auf zu suchen. Bei ungefährlichen Zeckenbissen tritt keine Hautrötung oder sonstige Reizung der Haut auf. Dies ist aber leider kein Zeichen dafür, dass mit der Zecke alles in Ordnung war. Zeckenbisse sollten deshalb immer desinfiziert und weiter beobachtet werden. Manchmal treten Rötungen auch erst später auf und werden deshalb oft nicht erkannt. In der Zeckenzeit ist es deshalb sinnvoll ein Tagebuch zu führen und bei jeder Zecke den genauen Bissort, das Funddatum und alle auffälligen Symptome zu notieren. Dies kann bei späteren Krankheitssymptomen sehr helfen die Ursache zu finden. Wenn man bei einem Zeckenbiss unsicher ist, oder sich der Hund komisch verhält, sollte nicht gezögert werden einen Tierarzt auf zu suchen.

Ein Blick in die Zukunft – Sind Erkrankungen durch Zecken häufiger geworden?

Alles ist im stetigen Wandel und heute sieht die Welt schon ganz anders aus als noch vor einigen Jahren. Dies gilt natürlich auch für Krankheiten, deren Häufigkeit und deren Ausprägungen. Auch im Bereich der Zeckenerkrankungen hat sich in den letzten Jahren einiges geändert. Beim Hund werden die Erkrankungen, die durch Zecken hervorgerufen werden heute leider immer noch stark unterschätzt. Mit den hohen Gesundheitsstandards und dem grossen Wissen das wir heute haben, werden mehr Krankheiten identifiziert und deshalb insgesamt auch mehr Erkrankungen verursacht von Zecken diagnostiziert. Das bedeutet aber nicht, dass es früher keine Probleme mit Zecken gab! Man hat es einfach oft nicht gemerkt oder nicht den richtigen Grund für die Erkrankung heraus gefunden. Doch es gibt noch mehr Gründe, weshalb die Zeckenkrankheiten in den letzten Jahren eher zu genommen haben. Zwar haben wir inzwischen auch gute Prognose und Gegenmittel entwickelt, trotzdem gibt es viele Faktoren die das Verbreiten von Zecken und die Übertragung von Krankheiten noch begünstigt. Zum einen werden die Tiere durch die guten Bedingungen heute durchschnittlich älter als noch vor einigen Jahren und ältere Tiere sind krankheitsanfälliger und deshalb gerade für Zecken ein leichtes Ziel. Auch die grössere Mobilität in der heutigen Zeit fördert das Verbreiten von Parasiten und somit vergrössern sich die Gefahrengebiete und die Ansteckungszonen leider immer wieder. Zusätzlich zu der besseren Verbreitung der Zecken sorgt der Klimawandel an gewissen Orten für sehr günstige Klimabedingungen, was ebenfalls zu mehr Zecken führt. Um diesen ganzen Phänomenen entgegen wirken zu können brauchen wir gute Informationen über die Krankheiten und die Prognose Möglichkeiten, die wir haben um unseren Hund zu schützen.

Gerade in der Zecken Hochsaison ist es sinnvoll auch unterwegs immer ein kleines Notfallset dabei zu haben, in das sicher eine Zeckenzange und ein Desinfektionsmittel gehören um entdeckte Zecken so schnell es geht, richtig zu entfernen und die Wunde zu versorgen. Das Übertragungsrisiko steigt leider kontinuierlich an, je länger eine Zecke an der Wunde saugt. Mit diesen Tipps und vorbeugenden Mitteln wie Anti Parasit Sprays, Kokosöl oder Hundeketten aus natürlichem Bernstein zur Zeckenabwehr, sollte man den Sommer gut ohne Zwischenfälle überstehen und auch zeckenfrei durch den bald folgenden Herbst kommen.

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