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Wieso ist mein Hund zu dick – ich füttere doch gar nicht so viel?

Hund mit Leckerlis, Futter

Warum Hunde zu Übergewicht neigen, das hat unterschiedliche Ursachen, letztlich ist es aber doch ganz einfach: Sie nehmen zu viele Kalorien auf im Vergleich zu denen, die sie eigentlich benötigen, um ihr Körpergewicht im Idealzustand zu halten. Und das ist höchst ungesund und kostet Deinen Freund auf vier Pfoten im schlimmsten Fall ein paar Lebensjahre. Und jetzt die gute Nachricht: Du hast es selbst in der Hand, ob Dein Hund normalgewichtig oder übergewichtig ist.

Die Rasse: gefrässige und kleine herzige sind am gefährdetsten 

Bestimmte Rassen neigen zum Beispiel nicht deshalb zu Übergewicht, weil sie einfach von Natur aus Pummelchen sind, sondern weil sie besonders treuherzig dreinschauen können, immer Hunger zu haben scheinen und ausserdem alles fressen, was sich so finden lässt.

Geradezu legendär sind in dieser Hinsicht die Labradore. Obwohl sie eigentlich perfekt geeignet sind, um Menschen als Blinden- oder Behindertenbegleithund zur Seite zu stehen, müssen immer wieder Tiere für diesen Job aussortiert werden, weil ihre Gefrässigkeit alle anderen Tugenden überspielt. Hat ein Labrador mal etwas gefunden, das er als geniessbar einstuft – und das Spektrum ist da sehr gross – dann wird es gefressen oder heruntergewürgt.

Hier hilft manchmal nur, den Hund an prekären Stellen beim Spaziergang an die Leine zu nehmen.

Auch Cavalier King Charles (ich spreche da aus eigener Erfahrung) sind sehr häufig übergewichtig. Ihr herziges, dem Kindchenschema entsprechendes Gesichtchen kann äusserst eindrucksvoll und überzeugend so aussehen, als hätte es den ganzen Tag noch nichts zu essen gegeben, auch wenn der Napf gerade geleert wurde. Ein Leckerchen hier und ein Stengelchen dort, weil er so süss guckt und der gelehrige kleine Kerl vielleicht sogar ein paar putzige Kunststückchen dafür macht – und schon ist es passiert.

Die Hauptursachen: zu viel oder zu energiereiches Futter

Und das sind zusammengefasst, die Ursachen für Übergewicht bei Hunden: Die häufigste Ursache liege darin, dass die Besitzer den Überblick verlieren darüber, was ihr Hund so alles frisst. Neben der eigentlich ausreichenden Menge an Hauptfutter bekommt er zum Beispiel noch Leckerchen in der Hundeschule, einen Zahnputzstick am Abend vor dem Schlafengehen und hier und da ein Käsestückchen vom Familientisch. Vor allem bei kleinen Hunden kommt es da rasch zu einer Verdopplung der eigentlich benötigten Energiezufuhr. 

Ausserdem wiegen viele Hundebesitzer das Futter nicht ab und nehmen vor allem von Trockenfutter tendenziell zu viel.

Oder aber das Futter selber, und das betrifft fast immer Trockenfutter, ist sehr energiehaltig. Wenn der Hund trotz scheinbar kleiner Mengen im Napf immer dicker wird und sonst nichts zugefüttert wird, sollte man sich den Energiegehalt des Futters anschauen oder anschauen lassen. Leider sind auch viele Light-Futter ungünstig zusammengesetzt. 

Sie enthalten vielleicht ein bisschen weniger Fett als das normale Futter der gleichen Marke, dafür aber auch viel weniger Protein und damit mehr Kohlenhydrate und machen deswegen dick. Gleichzeitig geben sie den Besitzern das Gefühl, das Futter sei so kalorienarm, dass man ruhig mit der Menge wieder ein bisschen rauf kann. Und schon wird das arme Tier noch ein wenig dicker.

Als Faustregel kann man sich folgende Werte anschauen: Rohprotein sollte mindestens 22% sein, Rohfett höchstens 10 % und Rohfaser mindestens 4 %. 

Der letzte Wert führt zwar dazu, dass das Kotvolumen erhöht ist, aber das ist zum Abnehmen ja ganz praktisch: Alles, was hinten raus kommt, setzt nicht an. Oft wird man mit diesen Werten bei den so genannten kalt gepressten Futtersorten fündig wie Markus Mühle oder Lupo Natural.

Diese Futtersorten werden allerdings nicht von allen Hunden gleich gut vertragen, bei manchen führen sie zu Durchfall. Man muss es ausprobieren.

Zu wenig Bewegung hingegen ist bei Hunden weniger der Hauptgrund für Übergewicht – es sei denn, der Hund sitzt wirklich nur den ganzen Tag auf dem Sofa und kommt nur zum versäubern vor die Türe.

Abnehm-Tipps: Gemüse, Hüttenkäse, feuchtes Futter

Die sicherste Methode, um das Gewicht hinunter zu bekommen, ist eine fundierte Ernährungsberatung. Dort kann man ganz genau ausrechnen lassen, wie viele Kalorien der Hund zu sich nimmt und bekommt einen Plan, wie man diese Menge sinnvoll reduzieren kann, ohne dass der Hund nachher einen Mineralstoff- oder Vitaminmangel erleidet. Das würde nämlich früher oder später geschehen, wenn man das normale Futter einfach halbiert oder massiv reduziert. 

Neben einem kalorienreduzierten Hauptfutter kann man auch mit zusätzlich Gemüse, Ballaststoffen oder Zugaben wie Hüttenkäse bei reduzierter Menge des Hauptfutters, helfen. 

Auch kalorienarmes, proteinreiches und sehr wasserhaltiges Feuchtfutter statt nur Trockenfutter hilft beim Abnehmen, denn er Hund füllt sich den Magen damit, der Napf sieht für Frauchen und Herrchen auch nicht so deprimierend leer aus und trotzdem ist der Energiegehalt deutlich reduziert. 

Keine gute Idee ist es, noch mehr kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Reis oder Nudeln zuzufüttern. Damit hat der Hund ziemlich sicher zu wenig von dem, was er braucht, unter anderem Protein und zu viel von dem, was er nicht braucht, nämlich Kohlenhydrate und Kalorien.

Anja Marti-Jilg, futterratgeber.ch

 

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