Wie verhalte ich mich beim entlaufenen und gefundenen Hund?

Wie verhalte ich mich beim entlaufenen und gefundenen Hund?
Sarah ist eine sehr glückliche junge Frau, die es bevorzugt mit ihrem Boxer-Welpen im Wald spazieren zu gehen. Dies macht sie tagtäglich, da ihr Hund James einen grossen Bewegungsdrang hat. Wie alle anderen Welpen geniesst er die wunderbare und fabelhafte Natur. Wie herrlich es hier duftet und welche Geräusche an sein Ohr gelangen! Er ist vollkommen in seinem Element. Tiere, Pflanzen und Menschengerüche machen ihn ganz wuschig. Er hört kaum noch auf seine Besitzerin Sarah, die immer nervöser wird. Der kleine James liebt vor allem Hasen und diese gibt es ausreichend im Wald. Mit einem plötzlichen Hakenschlag springt James, wie von der Tarantel gestochen auf und verfolgt einen kleinen, frechen Hasen. Sarah ist ausser sich vor Sorge. Sie weiss nicht wie sie sich nun verhalten soll. Sie stolpert verweint und rufend durch den Wald bis sie auf eine feste Strasse gelangt und wieder in Richtung nach Hause läuft. 


Was muss man tun, wenn der eigene Hund gerade entlaufen ist?


Auf dem Weg nach Hause ruft Sarah ihre Mutter an. Tränen überströmt erzählt sie ihr, was genau im Wald passiert ist. Die Mama probiert sie so gut es geht zu beruhigen und bittet sie nach Haus zu gehen, vielleicht stünde der vermisste Liebling ja schon vor der Tür! Daraufhin läuft Sarah schneller und erreicht die gemeinsame Haustür des Familienhauses. Doch von James ist keine Spur zu finden. Verzweifelt rennt sie zu den Nachbarn und fragt im ganzen Viertel nach ihrem entlaufenen Junghund nach. Ausserdem hinterlässt sie ihre Handynummer, damit man sich bei ihr melden kann, falls es eine neue Fährte geben sollte. Wieder zu Hause angekommen, schaltet sie ihr Internet ein und gibt eine "Vermisstenmeldung" auf. Auf der Plattform „ Schweizerische Tiermeldezentrale“ kann man eine Beschreibung des Hundes mit genaueren Angaben zum Tathergang aufgeben, falls das gesuchte Tier nicht von alleine auftauchen sollte. In dieser Vermisstenmeldung gibt man die Tierart ein und hinterlässt eine detaillierte Beschreibung des Hundes, zu empfehlen ist es, ein Bild des Vierbeiners hoch zu laden. Ausserdem kommt in solch eine Meldung, die Adresse und Telefonnummer des Besitzers, damit Menschen sich bei diesen melden können. 


Was sind Sarahs nächsten Schritte, nachdem sie eine Vermisstenmeldung im Internet aufgegeben hat?


Nachdem Sarah den ersten Schritt bewältigt hat, sollte sie sofort zurück zu der Stelle gehen, wo sie ihren Hund verloren hat. Denn Hunde kommen sehr oft zur gleichen Stelle zurück, um das Herrchen wieder zu finden. Ebenfalls warten sie auch vor der Haustür, falls sie sich im Gebiet gut auskennen sollten. Wäre dies alles nicht der Fall, muss Sarah zu weiteren Mitteln greifen.
Um auf ihren Hund aufmerksam zu machen, sollte sie von diesem Zeitpunkt an, eine öffentliche Suchkampange starten. Somit werden die Leute aufmerksam und können aktiv an der Suche beteiligt sein. Wichtig ist, die Polizei zu informieren, dass der geliebte Vierbeiner entlaufen ist. Somit ist das Entlaufen des tierischen Familienmitgliedes der Polizei bekannt und sie kann mit den Besitzern das Absuchen der Tierheime vereinfachen. Obwohl man sich auf die Hilfe der Polizei, unsern Freund und Helfer, verlassen kann, sollte man selbst aktiv werden und in allen Tierheimen anrufen und ihnen ankündigen, dass ein Hund verloren gegangen ist. Somit können sie im Zweifelsfall sehr schnell regieren und den Hund an den richtigen Besitzer zurück geben. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist es, dem Jäger und Waldhüter Bescheid zu sagen. Denn diese erschiessen frei laufende Hunde, vor allem, wenn es Jungtiere bei den Waldmitbewohnern gibt. Um diesem Drama aus dem Weg zu gehen, sollte er schnellst möglich Bescheid wissen. 


Wie sollte ein Flugplakat aussehen, um meinen Vierbeiner wiederzufinden?


Eine weitere sehr wirksame Überlegung ist es Blätter, Plakate und Radiosender zu aktivieren. Es ist sehr sinnvoll, wenn man in seiner näheren Umgebung Plakaten aufhängt und somit die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zieht. Auf solch einem Blatt sollte vor allem ein gutes und qualitatives hochwertiges Bild von unserem vermissten Tier vorhanden sein. Auch braucht der Leser weitere persönliche Angaben zum Tier und zum Besitzer des Vierbeiners. Die Plakate sollten unbedingt an Stellen angeklebt werden, an denen die Menschen warten müssen. Somit hat der gestresste Alltagsmensch, die Möglichkeit, das Tier und den Hilferuf wahr zu nehmen. Es kann Wunder bewirken, denn meistens reicht es aus, wenn man mit nach diesem Aufruf der verzweifelten Hundebesitzerin beim Herumlaufen in der näheren Umgebung die Augen noch mehr nach dem verschwundenen Wesen aufhält.
Auch ist es sinnvoll in Facebook und sonstigen Sozial Media Netzwerken die Vermisstenmeldung den anderen Usern mitzuteilen. Hier gibt es auch extra dafür gegründete Gruppen und man kann seine Suche sehr schnell sehr breit streuen. Wenn das Suchen anfangs nicht von Erfolg gekrönt sein sollte, kann man auch zu einer Anzeige in einer Zeitung mit grosser Reichweite aufgibt. Nun hat Sarah alles in ihrer Macht getan, um ihren geliebten James wieder zu finden. Das Einzige was sie nun tun kann ist aktiv zu bleiben und einen klaren Kopf zu behalten in solch einer schwierigen Situation. 


Wie muss man reagieren, wenn man einen herrenlosen Hund findet?


Melanie ist gerade auf dem Weg zum Supermarkt, als sie ein leises Winseln vernimmt. Sie dreht sich um, sieht aber nicht sofort was sich dahinter versteckt. Sie beschliesst weiter zu gehen, da sie keine weiteren Laute hört. Auf dem Heimweg schnellt ihr augenblicklich ein kleiner brauner verängstigter Hund entgegen. Er verkriecht sich förmlich in ihr und sucht Halt. Da er relativ zutraulich ist, wagt es Melanie den Hund zu streicheln. Sie hat an anderer Stelle schon negative Erfahrungen mit anderen sehr aggressiven Hunden gemacht. Vorsichtig nimmt sie seine angekaute Leine in die Hand. Da sie gerade Jura studiert, weiss sie, dass es verboten ist, einen fremden Hund einfach so mitzunehmen. Ihr würde in solch einem Falle eine hohe Busse drohen. Das Erste was ihr einfällt ist, dass sie nun die Polizei anrufen muss. Dies tut sie und gibt eine genaue Beschreibung ab. Doch leider sitzt derzeit ein noch etwas unerfahrener Polizist am Apparat und vergisst die Meldung weiter zu geben. Davon ahnt Melanie nichts, doch weiss sie, wie sie ihre nächsten Schritte einleiten sollte. 


Darf man das Tier bei sich behalten, wenn man es auf der Strasse gefunden hat?


Man darf Hunde nicht einfach mit nach Hause nehmen. Der Hund sollte beim Tierarzt gemeldet werden, damit der den implantierten Chip des Hundes überprüfen kann. Der Tierarzt nimmt die Daten auf und untersucht den Hund auf Verletzungen. Nachdem der Tierarzt die Meldung aufgenommen hat, kann er im Register nachschauen, ob ein Hund verloren gegangen ist. Da nun der kleine James gemeldet worden ist, darf sie solange den Hund bei sich aufnehmen. Sarah ist gerade nicht erreichbar, da sie immer noch völlig verwirrt herumläuft und die ganze Zeit telefoniert.
Vorerst hat James also ein warmes, neues Übergangs Zuhause gefunden. Melanie kümmert sich rührend um das Tier. Er bekommt eine neue, warme Decke und einen Mantel, der den verunsicherten Vierbeiner beruhigen soll. Melanie weiss, dass sie den Hund solange behalten kann bis sich seine Besitzerin meldet. Die maximale Zeitspanne, die Melanie warten muss, bis der herkömmliche Besitzer gefunden wurde beträgt zwei Monate. Sie kann vorab entscheiden, ob sie sich selber um den Fundhund kümmert oder ob sie ihn vorzeitig ins Tierheim abgibt. Nach den zwei Monaten, besteht die Möglichkeit, dass sie den Hund auf Dauer bei sich zu Hause als neues Familienmitglied begrüssen kann. Sie kann ihn aber auch ohne Einwände innerhalb der zwei Monate dem Tierheim wieder zurückgeben. Die Kosten, die auf sie als neue Hundebesitzerin zukommen, muss sie selber tragen. Doch falls man den Besitzer, in diesem Fall Sarah, innerhalb der Verweilfrist doch wiederfindet, muss sie das Geld zurück bezahlen, was man bisher für den entlaufenen Hund ausgeben hat und ausserdem erhält Melanie einen Finderlohn in Höhe von zehn Prozent. Diese zehn Prozent werden vom Kaufpreis des Hundes abgerechnet.
In der Zeit, in der Melanie sich herzlich um den Welpen kümmert, bemerkt man bei der Polizei etwas zeitverzögert dann doch den Fehler bei der Weiterleitung der Fundmeldung. Endlich tut sich etwas: Bei Sarah läutet umgehend das Telefon. Mit einer völligen Anspannung greift sie zum Handy und fragt erwartungsvoll nach. Noch nie hat sie sich so über den Anruf der Polizei gefreut. Endlich! Ihr geliebter Hund wurde gefunden und dies sogar relativ in der Nähe ihres Wohnortes. Sie tritt sofort mit der Frau die den vermissten Hund aufgenommen hat in Verbindung. Beide Damen treffen sich noch am selben Tag und Sarah ist überglücklich, dass sie James in die Arme schliessen kann. Die Zeit ohne ihn war die aller schlimmste Zeit ihres Lebens. 


Was muss man tun, wenn der Hund wiedergefunden worden ist?


Das aller Wichtigste in solch einer Situation ist es auszuatmen und glücklich zu sein. Nach den Glücksgefühlen sollte man auf jeden Fall wieder alle Tierheime anrufen und Entwarnung durch geben. Auch der Tierarzt sollte davon erfahren.
Einen Hund zu verlieren, kann immer und leider überall passieren. Mag es im gewohnten Gebiet sein oder noch schlimmer in den Ferien, sollte man als Erstes die oben beschriebenen Punkte befolgen und einen kühlen Kopf behalte. Wer dies getan hat, ist schon auf der sicheren Seite, seinen Liebling wieder zu finden.

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