Wie verarbeiten unsere Hunde Befehle und Emotionen?

Ist dir auch schon mal aufgefallen, dass dein Hund seinen Kopf neigt, wenn Du mit ihm sprichst? Dies hat damit zu tun, wie die Informationsverarbeitung im Gehirn stattfindet. Heute möchte ich darüber etwas berichten und erklären, wie das Gehirn unserer Hunde funktioniert.

 

Jegliche Kommandos wie Sitz, Platz oder Fuss strömen jeden Tag auf unsere Hunde ein. Wir sprechen ständig mit unseren Hunden. Forscher haben herausgefunden, dass unsere Hunde nicht alles verstehen, aber die Sprache sehr ähnlich wie wir Menschen aufnehmen. Es ist also bewiesen, dass unsere Hunde Worte aus einem Satz heraushören können. Je nach Betonung oder dem bedeutendem Zusammenhang werden die Wörter dann in unterschiedlichen Hirnhälften verarbeitet. Bei einem Experiment haben Forscher 25 Hunde verschiedene Laute vorgespielt. Was beobachtet wurde, ist erstaunlich.

 

Informationen werden in der gegenüberliegenden Hirnhälfte verarbeitet:

 

Die Laute wurden in verschiedenen Stimmungen aufgenommen. Die Forscher beobachteten, dass die Hunde je nach Laut den Kopf auf die linke oder rechte Seite drehten. Somit ist bewiesen, dass die Hirnhälften für verschiedene Sprachbestandteile verantwortlich sind. Hält der Hund den Kopf nach links, kommen die Informationen zur Verarbeitung in die rechte Hirnhälfte und umgekehrt.

 

Wo werden Emotionen und Befehle verarbeitet?

 

Spannenderweise ist die Sprachaufteilung von Hunden im Gehirn sehr ähnlich, wie die von uns Menschen. So fanden die Forscher heraus, dass Befehle wie zum Beispiel „Fuss“ in der linken Hirnhälfte verarbeitet werden. Bei dem Experiment hielten 80 Prozenten der Hunde nach einem Befehl den Kopf nach rechts. Wenn jedoch emotionale Laute gegeben werden, wie zum Beispiel „Leckerli“ dreht der Kopf nach links, somit werden diese Befehle in der rechten Hirnhälfte verarbeitet. Klar bedeutet das nicht, dass unsere Hunde alles verstehen, was wir sagen. Es ist aber definitiv so, dass unsere Hunde sehr genau darauf achten, wer was und wie sagt. Ob diese Entwicklung der Sprachverarbeitung zwischen Hund und Mensch ein Fazit des Zusammenlebens ist oder ob Wildtiere diese Eigenschaft auch besitzen ist bis jetzt noch unklar.

 

Wie das Hundegehirn funktioniert, der Pionier Gregory Berns forscht:

 

Du wolltest schon lange mal wissen, wie das Hunde Hirn eigentlich funktioniert? Wie viel unser Hund von uns versteht und ob Hunde wirklich Sympathien und Empathie hegen? Der Forscher Gregory Berns wollte das selber herausfinden. Im Zusammenhang mit der Jagd nach Osama bin Laden ist im aufgefallen, wie unglaublich schnell Hunde trainiert werden können. Bei dem Einsatz sprangen Hunde mit Elitesoldaten aus Flugzeugen und halfen bei geheimnisvollen Spezialeinheiten den Terrorchef aufzuspüren. Der Neurowissenschaftler Berns war von diesen bewundernswerten Eigenschaften fasziniert. Er setzte sich als Ziel, seinem Hund, einem Terrier, bei zu bringen in einem Kernspintomografen zu sitzen und dort ruhig zu verharren. Die Kernspintomografie, wird auch Magnetresonanztomografie genannt. Dies ist eine Technik um die inneren Organe und Gewebe darzustellen. Er wollte den Hund also in diese Maschine herein locken und der Hund durfte sich dann dort nicht bewegen. Durch diesen Versuch, erhoffte sich Berns, herauszufinden, was Hunde denken. Sein zweijähriger Terrier konnte nach mehreren Monaten in einem nachgebauten Kernspintomografen unbeweglich liegen bleiben. Es war ihm also geglückt. Es wurde das erste Mal möglich, Hirnbilder von einem völlig wachen Hund zu analysieren. Der Zusammenhang von Hund und Kommunikation in der Sprachregion konnte so ganz neu entdeckt werden.

 

 

 

Berns erschuf die Möglichkeit, die Welt einmal in Hundeaugen zu betrachten. Durch die Analyse der Nervenzellen konnte die Hund-Mensch Beziehung erstmalig betrachtet werden.

 

Durch diese Aufnahmen konnte die Aktivität der Hirnareale der Hunde gemessen werden, wenn zum Beispiel der Hundehalter den Hundenamen ruft. So kann schlussendlich eruiert werden, ob Hunde Empathie oder Sympathie empfinden. Auch das Gerücht, dass Hunde merken, wenn wir traurig sind, könnte so bewiesen, oder nicht bewiesen werden. Die Forschungen von Berns sind noch nicht abgeschlossen und es gibt keine endgültigen Antworten.

 

Fazit.

 

Genauere Informationen über das Denken unserer Hunde und das Verhalten der Hirnhälften würde die Hundeerziehung und das Zusammenleben mit Hunden revolutionieren. Bis anhin gehen wir von Theorien und Methoden aus, die sich bis jetzt bewährt haben. Ob unsere Hunde jedoch auf eine “hundische” Sprache noch besser trainierbar wären, steht immer im Raum. Klar ist, dass wir mit den Meinungen unserer Hunde sicherlich auch mit Kritik rechnen müssten, somit sei dahin gestellt, ob noch mehr Informationen gut oder nicht gut sind. Ich für meinen Teil werde weiterhin versuchen meinen Hund artgerecht und mit gutem Bauchgefühl zu erziehen, zu führen und mit ihr zusammen zu leben.

 

Für Gehirntraining empfehle ich euch noch die Geschicklichkeitsspiele bei uns im Shop. Gerade in der kommenden Winterzeit ist es sehr praktisch, wenn wir unsere Hunde im Warmen in der Stube mental auslasten können.

 

Ich wünsche euch allen einen guten, unfallfreien Start in den Winter!

 

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