Wenn unsere Hunde drohen

Im letzten Beitrag habe ich darüber berichtet, wer schuld ist, wenn unsere Hunde zubeissen. Ich möchte euch jetzt helfen, zu erkennen, wann eure Hunde drohen und wie ihr solche Situationen auflösen könnt.

Gedroht wird dann, wenn es zu Auseinandersetzungen oder Konkurrenz rund um Ressourcen geht, hierzu gehört Futter oder Territorium zum Beispiel.

Wir unterscheiden zwischen offensivem und defensivem Drohen.

Offensives Drohen:

Ein Hund der offensiv droht ist klar dazu bereit einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg zu gehen, man spricht hier auch von einem selbstsicheren Drohen. Beim offensiven Drohen wird der Gegner fixiert, die Zähne gebleckt und die Stirn gerunzelt. Je nach Rasse sieht man, dass die Ohren komplett aufgestellt und angespannt sind. Die Körperhaltung ist angespannt und der Kopf ist erhoben und nach vorne gestreckt. Je nach Rasse wird die Rute auch erhoben. Die Rückenhaare sind zu einem Kamm gesträubt und der Hund gibt klare Knurrgeräusche von sich. Diese Hunde sich selbstbewusst und teilen mit, dass sie zu Aggressionen bereit sind.

Defensives Drohen:

Hunde, die ein defensives Drohen zeigen, sind in Abwehrbereitschaft. Sie werden durch einen Artgenossen oder sonst etwas bedroht. Meistens zeigen diese Hunde gebleckte Zähne eine gerunzelte Nase und lange Mundwinkel. Die Geräusche sind eher fauchend und die Körperhaltung ist geduckt. Die Haare sind jedoch gesträubt und die Rute eingezogen bis abgeklemmt. Unsicheres Drohen kann auch im Sitzen möglich sein. Bei einer Begegnung zweier Hunde kann aus defensivem Drohen aber auch blitzschnell offensives Drohen werden!

 

Aus meinem Leben:

Wie gehe ich nun mit Hunden um, die Drohen?

Beide meine Hunde zeigen natürlich Drohverhalten, wie jeder Hund das zeigen sollte. Gin ist eher die offensive Droherin, sie ist (noch) nicht darauf aus, grossen Ärger zu machen. Wenn ich aber merke, dass sie sich unwohl oder bedroht fühle, versuche ich die Situation aufzulösen, mir ist es wichtig, dass sie gar nie in ein offensives Drohen kommen muss!

Mit Liv ist das ein wenig anders, Liv droht, immer mal wieder und ziemlich oft. Sie mag keine anderen Hunde und sie gibt immer ziemlich schnell zu verstehen, wenn ihr was nicht passt! Bei ihr muss ich also die Anzeichen schon früh bemerken und sie unter Kontrolle haben, dass sie gar nicht dazu kommt, andere Hunde zu bedrohen. Wenn es so ist, dass ich finde die Situation ist berechtigt, dann kann sie das machen, aber Liv droht auch, wenn die Situation eigentlich ganz gut wäre, dann übernehme  ich als Rudelführerin den Part.

Ich wünsche euch alles Gute und bis bald!

Xenia mit Liv und Gin

 

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(1) Kommentare

  • ok

    Wäre interessant zu wissen, wie Sie – wie angekündigt – eine solche Situation entschärfen/auflösen. Das fehlt mir an diesem Artikel.
    Freundliche Grüsse
    S. Kunz

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