Bis 22.12. um 14 Uhr bestellen & freuen!

Welches Hundefutter ist für Allergiker geeignet?

Wenn mich jemand fragt „Welches Futter würden Sie für einen Allergiker empfehlen“, muss ich immer tief Luft holen, denn das ist wieder mal so eine Frage, auf die man nur mit „Das kommt drauf an“ antworten kann. Sehr sogar kommt es drauf an.

Es kommt erstens darauf an, ob der Hund bereits eine diagnostizierte Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit hat. Wenn man schon weiss, wogegen er allergisch reagiert, muss man nur die Packungsaufschrift sorgfältig lesen – also die klein gedruckte Rückseite, nicht nur die leckeren Fotos vorne drauf. Und dann darf da einfach das nicht drin sein, was der Hund nicht verträgt. Ganz aus dem Rennen sind bei Allergikern Futter, die nur nach Gesetz deklariert sind, auf denen also lediglich steht: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse und pflanzliche Erzeugnisse. Es nützt dann auch nichts, den Hersteller mit Fragen zu stressen – meistens weiss er es selber nicht, sondern es ist halt das drin, was grad billig auf dem Weltmarkt zu kaufen war.

HIER erfährst Du mehr über die Fallen der Futterdeklaration

Saubere Deklaration ist wichtig

Solche Futter gibt es übrigens bei MyLuckyDog gar nicht. Hier enthalten die Futtersorten, bei denen eine Fleischsorte explizit im Namen genannt wird, auch nur diese eine oder je nachdem zwei Fleischsorten. Das erleichtert das Einkaufen für einen Allergiker, der mit Fertigfutter ernährt werden soll, doch ungemein. Nur eines muss man zusätzlich beachten: Wenn der Hund eine Allergie gegen Hühnereiweiss hat, was eine relativ häufige Allergieart ist, sollte man vorsichtshalber auch kein Futter kaufen, in dem Geflügelfett enthalten ist. Dort können sich noch einzelne Eiweissmoleküle drin verstecken, die dann einen Krankheitsschub auslösen können. Das ist der Fall bei allen Josera-Futtern, egal welche Sorte. Übrigens enthält auch das Lupo sensitiv, das prima ist für Hunde mit Glutenallergie, weil es als Kohlenhydratquelle nur Kartoffeln enthält, Geflügelfleisch – also nix für Geflügelallergiker, eigentlich ja logisch. Das Wort sensitiv im Futternamen genügt also nicht, um ein geeignetes Futter zu finden.

Eliminationsdiät zur Diagnose

Wenn man aber noch nicht weiss, worauf der Hund allergisch reagiert, aber der Verdacht auf eine Lebensmittelallergie besteht, muss man ein Futter auswählen, in dem nur eine bisher nicht verfütterte Eiweissquelle und eine bisher nicht verfütterte Kohlenhydratquelle enthalten ist plus oder sogar nur sogenannte Hydrolysate – das sind Eiweisse, die so fein zerlegt sind, dass das Immunsystem sie nicht als „feindliche“ Eiweisse erkennt und deshalb ruhig bleibt. Damit kann man dann eine Eliminationsdiät durchführen, wenn man nicht selber kochen will. Die Dr. Clauder’s-Sorten hyposensitiv sowie das Fisch und Reis und Hirsch und Kartoffel sind so zusammengesetzt. Ich würde sie deshalb aus dem Myluckydog-Sortiment ganz besonders empfehlen für eine Ausschlussdiät mit Trockenfutter.

Die Barking Heads-Sorten sind ebenfalls ganz gut geeignet für eine Ausschlussdiät, allerdings enthalten sie manchmal mehr als eine Kohlenhydratquelle, was nach der reinen Lehre nicht ganz perfekt ist.

Auch die Escapure-Futter, feucht und trocken gehen gut. Das Trockenfutter ist allerdings gebacken, was bei ganz empfindlichen Hunden möglicherweise zu Verdauungsproblemen führt, die dann gar nichts mit der Allergie zu tun haben. Kommt aber auch darauf an, was der Hund bisher gefressen hat.

Warum Wasserbüffel und Bergziege?

Einfacher geht eine Eliminationsdiät mit Reinfleischdosen oder selbst gekochtem Fleisch – lieber kein rohes Fleisch, ausser der Hund wird sowieso schon gebarft - plus einer Kohlenhydratquelle. Der Klassiker ist hier Pferd mit Kartoffel oder auch Wild mit Kartoffeln. Bei den Fleischsorten sollte man, egal ob bei selbst gekochtem oder bei Fertigfutter nicht mit Geflügel, Lamm oder Rind anfangen, weil diese Fleischsorten sich in ganz vielen Fertigfuttern finden und wir brauchen ja eine bisher nicht verfütterte Fleischsorte. Daher kommen übrigens auch die manchmal seltsam anmutenden Escapaden auf dem Futtermarkt mit Wasserbüffel, Bergziege und Straussenfleisch. Hat man sämtliche europäischen Fleischsorten schon verabreicht, muss man bei Allergieverdacht tatsächlich auf solche Exoten ausweichen.

Anja Marti-Jilg, futteratgeber.ch

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Zum Artikel
Zum Artikel
Zum Artikel
Zum Artikel
Zum Artikel