Weihnachtliches Festmahl für unsere Hunde

Apfel, Nuss und Mandelkern fressen auch die Hunde gern

Jetzt ist es nicht mehr lange bis Weihnachten und auch wenn das unseren Fellnasen wahrscheinlich herzlich egal ist, haben wir doch oft das Bedürfnis, sie auch an den Freuden des Festes teilhaben zu lassen.

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Allerlei weihnachtlich anmutendes Spielzeug lockt zum Kauf, und es ist ja egal, ob Bello speziell gerne mit dem Weihnachtsmann aus Plüsch spielt oder einfach alle Plüschsachen gerne hat – Hunde freuen sich, wenn es beim Spielen Abwechslung gibt. Meiner bekommt einen Bademantel geschenkt. Du lachst? Ok, es ist eigentlich auch eher ein Geschenk für uns, denn mein kleiner Cavalier macht sich bei feuchtem Wetter dramatisch schmutzig und muss ziemlich oft im tiefsten Winter unter die Dusche, was er extremst hasst. Abrubbeln danach auch, fönen sowieso, frieren auch. Und weil er so stinkig ist über das ganze miese Reinigungsritual, rennt er gerne in einem unbewachten Moment, frisch geduscht und nass wie er ist, nach draussen und wälzt sich in frischer Erde. Jetzt klar, warum es einen Bademantel braucht?

Aber hier soll es ja ums Fressen gehen. Und da können wir unsere Vierbeiner teilhaben lassen. Es muss gar nicht die Wurst im Weihnachtspapier sein, sondern wir können ihm ein paar Leckereien gönnen, die wir vielleicht Weihnachten uns und unseren Liebsten auftischen. Fondue chinoise am Heiligabend und wieder mal zu viel Fleisch gekauft? Fellnase wird begeistert sein – gib ihm das Fleisch, für empfindsame kann man es auch vorher in der Brühe garen genau wie wir es tun. Nur die feinen Sösschen würde ich anderweitig entsorgen. Lachs oder Räucherforelle als Vorspeise und vergessen, dass Tante Anna nichts isst, was aus dem Wasser kommt? Bello wird es lieben!

Oder gibt es Filet im Teig? Auch hier darf Bello die Reste haben, einfach nicht Unmengen vom Brot, es sei denn, er ist daran gewöhnt. Manche tischen an Weihnachten auch Truthahn, Ente oder Gans auf. Falls die Innereien niemand mag: alles mit Knochen, vor allem die Flügel oder auch die Gurgel des Federviehs sofern mitgeliefert, darf Bello haben, aber bitte vor dem Garen, also roh. Bei Innereien kommt es darauf an, ob der Hund bereits roh gefüttert wird, dann kann man sie selbstverständlich roh füttern. Hunde, die nur an Fertigfutter gewöhnt sind, mögen rohe Innereien aber oft nicht, oder bekommen Durchfall davon. Also lieber ein bisschen dünsten oder braten und dann servieren.

Kommen wir zum süssen Teil. Manche Hunde fressen sehr gerne Obst, also auch Mandarinen oder Äpfel. Das dürfen sie auch, wiederum gilt: Wenn der Hund das nicht gewöhnt ist, lieber nur zwei drei Schnitzchen von der Mandarine und je nach Grösse des Hundes nur einen Apfelschnitz – Kerngehäuse bitte entfernen. Obwohl unser Labrador jahrelang täglich Äpfel mit allem Drum und Dran frass, soll das giftig sein. Labradormägen sind da manchmal offenbar speziell.

Hunde dürfen auch Nüsse fressen, gemahlen haben sie mehr davon als wenn man sie ihnen ganz gibt, denn als Schlingfresser werden sie die möglicherweise wie ein Aspirin runterschlucken und dich dann mit diesem „War da Futter oder was?“-Blick anschauen. Meine Hündin pflegte sich selber in freier Wildbahn Baumnüsse zu suchen und zu knacken und dann fein säuberlich die weichen Kerne rauszufressen. Hunde sind nicht dumm und fressen normalerweise instinktiv nicht die harten Nussschalen. Wenn ein Hund das erste Mal so etwas ausprobiert, würde ich aber danebenbleiben und eingreifen, falls er doch die Nüsse samt Schalen schluckt. Bittermandeln dürfen sie keine fressen, die finden sich auf unseren Gabentischen aber auch eher selten und Macadamianüsse sind auch verboten, weil giftig. Dass Hunde keine Schokolade fressen dürfen, hat sich glaube ich schon ziemlich rumgesprochen und natürlich auch keine Weihnachtsguetsli mit Schokoladenüberzug. Wenn er aber ein oder zwei davon erwischt hat, muss man auch nicht gleich zum Magenauspumpen, es sei denn, der Hund ist ein Chihuahua und er hat einen kompletten Riesenlebkuchen verdrückt. Weil Weihnachten ist, darf Bello auch ruhig mal ein Mailänderli haben, wenn er es gerne hat. Wir essen ja in diesem Tagen auch nicht immer nur gesunde Vollwertküche. Wer seinen Hund ganz fest liebt, backt ihm natürlich selber etwas mit Fleisch, Käse oder Leber drin. Auch ein Hackbraten ohne Zwiebeln und Gewürze ist ein feines Hunde-Festmahl. Rezepte gibt es im Internet oder sogar in speziellen Hundebackbüchern.

Frohe Weihnachten!

 

P.S. Nein, mit Champagner anstossen oder Glückwein trinken, sollte der Hund nicht – nicht einmal mit Rimuss.

Anja Marti-Jilg, futterratgeber.ch

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