Was kann man tun, wenn der Hund Angst davor hat allein zu sein?

Manche Hundebesitzer kennen dieses Gefühl, wenn man irgendwo hin möchte wo man den Hund leider nicht mitnehmen kann. Manche Hunde bellen zum Abschied, kratzen an der Türe und benehmen sich sehr auffällig, wenn man sie alleine lassen will. Dies kann verschiedene Gründe haben und je nach dem tritt es auch nur Phasenweise auf. Was Gründe für diese Trennungsangst sein können und wie man mit so einem Hund umgehen kann um ihm die Trennung zu erleichtern, erfährst Du im heutigen Blog.

Gründe weshalb Hunde nicht gerne allein sind:

Hunde sind bekannter weise Rudeltiere und mögen es nicht sonderlich ganz alleine zu sein. Bei manchen Tieren ist das ausgeprägter als bei anderen und das kann sogar so weit gehen, dass der Besitzer kaum mehr aus dem Haus kann. Bei jedem Tier hat diese Trennungsangst einen anderen Grund. Einige der häufigsten Gründe versuchen wir hier zu erklären: Besonders oft treten solche Probleme bei der Trennung bei Welpen, Junghunden oder Tierheimhunden auf. Junge Tiere sind sich noch an das Rudel der Geschwister gewohnt, und daran, dass sie ihrem Elternteil den ganzen Tag nachlaufen konnten. Gerade junge Tiere sind noch unsicher und brauchen eine führende Person als Orientierung, um sich sicher zu fühlen. Auch Hunde aus dem Tierheim oder aus Hilfsorganisationen sind sich ein grosses Hunderudel gewöhnt und sind eigentlich selten alleine. Das plötzliche und lange allein lassen solcher Hunde ist deshalb für den Hund eine grosse Verunsicherung. Besonders Hunde mit einer komplizierten Vergangenheit brauchen viel Zeit um das Vertrauen in ihren neuen Menschen zu gewinnen und können deshalb am Anfang Mühe mit der Trennung haben.

Falsche Hoffnungen sind sehr oft mit ihm Spiel wenn man seinen Hund allein zuhause lässt. Denn der Hund merkt sich die Rituale, die vor einer bestimmten Aktion stattfinden und diese Rituale sind vor einem Spaziergang und vor dem Weggehen ohne Hund oft sehr ähnlich. Man sucht den Hausschlüssel, das Handy, man zieht sich eine Jacke und Schuhe an und sofort freut sich der Hund auf einen gemeinsamen Spaziergang. Wenn dann natürlich der Besitzer ohne Hund weggeht, bleibt der Hund enttäuscht und frustriert zurück. Diese Frustration darüber, dass das erhoffte nicht eingetroffen ist muss verarbeitet werden können. Viele Hunde beginnen dann zu bellen oder nutzen die Gelegenheit um Dinge zu tun, die unter Anwesenheit des Menschen verboten sind. Jeder Hund geht anders mit Frustration um und es ist wichtig zu wissen, wie der eigene Hund überhaupt reagiert, wenn man ausser Haus ist. Dies kann ganz leicht mit einer Videoüberwachung festgestellt werden.

Langeweile ist auch ein ziemlich häufiger Grund, weshalb Hunde sich beim Abschied oder auch während unserer Abwesenheit auffällig verhalten. Aus diesem Grund sollten Hunde auch sowieso nie zu lange alleine gelassen werden. Den ganzen Tag allein zuhause herum sitzen und nicht mal für eine Pipipause in den Garten zu können ist für keinen Hund eine gute Lösung. Aber auch bei kurzen Pausen ist es gut, wenn der Hund vorher gut ausgelastet wurde und nicht total energiegeladen zurück gelassen wird. Ein ausgiebiger Spaziergang oder eine mentale Beschäftigung ist für den Hund die beste Vorbereitung um nachher für eine Weile weg zu gehen. Denn müde Hunde gönnen sich gerne eine Pause im Hundekorb und akzeptieren die Abwesenheit des geliebten Menschen eher. So kann man auch die Frustration des Hundes etwas mindern, indem er ja kurz davor viel Zeit mit dir genossen hat und danach dann halt einmal kurz allein sein muss.

Abschiedsrituale:

Wichtig ist auch, dass der Abschied nicht noch zusätzlich dramatisiert wird. Hierzu ein Beispiel: Wenn Du vor hast das Haus zu verlassen und Dein Hund liegt in seinem Korb und döst vor sich hin, dann solltest Du ihn auf keinen Fall rufen, ihn streicheln und kuscheln und danach die Tür vor seiner Nase zu machen. Wenn der Hund anders wo beschäftigt ist und nicht bemerkt, dass Du gehen möchtest, dann nutze diese Chance und gehe leise aus dem Haus. Der Hund wird dann seiner Beschäftigung weiter gehen und sich nicht total allein gelassen vorkommen. Hingegen wenn Du ihn darauf aufmerksam machst dass Du vor der Türe stehst und ihn zu Dir rufst, bedeutet das für den Hund dass er mitkommen kann und ihr zwei jetzt gemeinsam etwas unternehmt. Ihn dann mit dieser falschen Hoffnung alleine zu lassen ist extrem schlecht und bedeutet für den Hund Stress und Frustration. Nun gibt es aber viele Hunde, die immer zur Stelle sind und sich nicht einfach unbemerkt verlassen lassen. Gerade bei diesen Hunden neigt man oft dazu dem Hund beruhigend zu zureden und in zu verabschieden, was den Hund oft nur noch nervöser macht.

Gewöhnung an das Alleinsein:

Hunde sollten schrittweise an das Alleinsein gewöhnt werden. Man sollte zu Beginn immer wieder mal aus dem Haus gehen und nach ein paar Augenblicken wieder zurückkommen ohne den Hund auf diese Aktion vor zu bereiten. Aufmerksame Hunde werden ziemlich schnell merken dass ihr weg seid und dann seid ihr ja schon fast wieder da. Das nimmt dem Hund die Angst, dass ihr nicht mehr zurückkommt, wenn ihr mal verschwindet. Die Zeit in der Du aus dem Haus bist, kann dann immer um kleine Zeiteinheiten erhöht werden. Einmal den Müll rausbringen, einmal zum Nachbarn auf einen kurzen Kaffee gehen und das alles ohne dem Hund gross zu vermitteln, dass Du jeden Moment verschwindet. So gewöhnt er sich langsam daran, dass Du nicht immer im Haus bist, aber sicher bald wiederkommst. Das in der Nähe bleiben erlaubt Dir auch die Reaktion des Hundes besser unter Kontrolle zu haben. Wenn Du hörst dass Dein Hund total überfordert ist und nur noch winselt oder bellt, dann geh vielleicht etwas früher wieder zurück. Der Hund darf aber keinesfalls das Gefühl bekommen, dass Du wegen seinem Gebell zurückgekommen bist. Ansonsten ist das Training kontraproduktiv und er bellt um Dich zurück zu holen. Bei schwierigeren Fällen solltest Du einen Hundetrainer zu Hilfe ziehen, der individuell auf die Probleme des Hundes eingeht und mit Dir zusammen die ideale Lösung herausfinden kann.

Beschäftigung während Deiner Abwesenheit:

  • Vielen Hunden hilft es auch wenn sie eine Beschäftigungsmöglichkeit erhalten während Du weg bist. Dies kann ein Kauknochen sein oder ein Spielzeug mit dem sich der Hund gerne selber beschäftigt. So hat der Hund eine legale Ablenkungsmöglichkeit um sich die Zeit zu vertreiben bis Du wieder auftauchst. So verhinderst Du, dass der Hund aus Langeweile etwas Verbotenes tut. Hunde die zu zweit sind, haben deshalb auch oft weniger Mühe mit dem allein sein als Einzelhunde. Zumindest wenn die Beziehung der beiden Hunde gut ist. Bei mehreren Hunden fehlt ja bei Deiner Abwesenheit nicht das ganze Rudel, sondern nur ein Teil davon. Diese Tiere beschäftigen sich dann oft untereinander und fühlen sich auch ohne Dich wohl.

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