Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Deutschen und dem Belgischen Schäferhund?

In vielen Hundekreisen wurde der Deutsche Schäferhund, kurz DSH als kaputt gezüchtet betitelt.

 

Doch was hat es mit dieser Aussage auf sich? Und was ist mit dem sportlichen, dynamischen Malinois? Kann man diese zwei Hunde wirklich eins zu eins vergleichen und sie gegenseitig „ersetzten“? Ich habe mich mal auf die Suche nach Antworten gemacht.

 

Helmut Raiser:
Helmut Raiser ist „der“ Name wenn es um die Schäferhunde Szene geht. Als begnadeter Hundetrainer hat er viele Bücher geschrieben und schützt das Kulturgut Schäferhunde intensiv. Anhand von seinen Informationen habe ich folgende Analyse erstellt. Da ich selber als Laie recherchiere, behalte ich mir vor, die Informationen von bekannten Autoren als zuverlässig zu betiteln.

 

Wie hat sich der Deutsche Schäferhund verändert?
Seit den 90er Jahren hat sich die Zucht der Schäferhunde massiv geändert. Man züchtete Hunde, welche nur noch auf die optischen Werte reduziert wurden. Es entstanden Hundekörper mit zu hohem Oberkörper und zu tiefen Hintergliedmaßen. Ganz typisch für die Hunde war auch der leere Gesichtsausdruck- Die Hunde wurden nicht anhand von Beutetrieb oder Sportleistung weiter als Zuchttiere ausgesucht, sondern rein aus optischen Gründen. Es gab nur noch sehr wenige Züchter, die wirklich auch Leistungshunde als Zuchtziel sahen. Deutsche Schäferhunde konnten für bis zu einer halben Million Euro nach China oder Japan verkauft werden. Hunde komplett falsch gezüchtet und ohne jegliche Qualität. Zum Glück hat sich dieser Trend ein wenig gelegt und Heute werden wieder vermehrt sportliche und gesunde Hunde gewünscht.

 

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen einem DSH und einem Malinois?
Malinois punkten mit ihrem schlanken und sehr sportlichen Körper. Sie sehen grundsätzlicher dynamischer aus als die Deutschen Schäferhunde. Was jedoch viele Hundebesitzer nicht berücksichtigen, ist das Nervengefüge. Die Hunde haben allgemein schwache Nerven sind eher weich und nicht wirklich belastbar, das heisst, die sogenannte Reizschwelle ist tief. Der Deutsche Schäferhund bringt hier mehr Ruhe und einen klareren Kopf mit. Zudem kommt, dass Malinois sich schneller entwickeln, der DSH hingegen ist eher spätreif. Dies gilt für die Geistige und die Körperliche Entwicklung. Dies ermöglicht es zum Beispiel der Polizei, die Hunde früher auszubilden und einzusetzen.

 

Grundsätzlich kann man also sagen, der Deutsche Schäferhund ist besonnener, wenn er einmal etwas lernt und versteht, merkt er sich das für sein Leben lang. Er ist als Sporthund für den privaten Gebrauch ein anspruchsvoller Partner der sich aber sicherlich führen lässt. Der Milinois hingegen ist schneller unkonzentriert und abgelenkt und dadruch kann es sein, dass man ihm Übungen zwei oder drei Mal erklären muss. Er arbeitet schnell, eifrig und sehr wendig. Dies macht ihn als Sporthund für Laien eher schwierig. Gerade weil er sich als kleiner „Trendhund“ entwickelt hat, gibt es immer mehr „Problemmalis“. Nicht bei allen muss es jedoch zu einem Problem kommen! Es ist wie bei vielem, es gibt die einen und die anderen Liebhaber. Egal ob Deutscher Schäferhund oder Malinois, beide Hunde verlangen viel Einsatz und eine gewisse Grundkenntnis über das Verhalten von Hunden.

 

 

 

 

 

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