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Warm up und Cool down für Hunde

Am Wochenende besuchte ich ein Sporthundeseminar. Nun möchte ich meine nächsten Texte diesem Gebiet widmen. Unser erstes Thema ist das Warm up und Cool down. Auf Deutsch also das Aufwärmen und das Auslaufen.

Jeder, der schon mal aktiv Sport gemacht hat, weiss wie wichtig es ist, sich aufzuwärmen. Gerade bei Sportarten, wo grosse Geschwindigkeiten oder harter Körperkontakt an der Tagesordnung ist, führt nichts an einem Warm up vorbei. Skifahrer wie Handballer, alle machen es. Nun, machst Du es auch mit Deinem Hund? Wärmst Du Deinen Hund vor dem Agility Training auf? Oder hast Du spezielle Rituale vor dem Frisbee spielen? Ich kenne viele Hundehalter, die das leider nicht haben.

Wieso muss ich meinen Hund aufwärmen?

Das Aufwärmen der Hundemuskeln ist genau so wichtig wie das Aufwärmen von Menschenmuskeln. Durch eine gute Aufwärmphase entsteht eine bessere Durchblutung und das Herz- und Kreislaufsystem arbeiten mit. Die Muskulatur wird durch die Temperaturerhöhung aufgewärmt. Die sogenannten Muskelfasern werden schmieriger oder sagen wir elastischer und die Gelenkfüllungen nehmen bis zu 60% zu. Die Knorpelschicht, welche als Stossdämpfer dient, wird durch ein Warm up dicker. Sehnen werden zu dem geschmeidiger und ganz wichtig, sie werden darauf vorbereitet, dass bald mehr Spannung kommt als üblich.

Wie sieht ein solches Warm up für Hunde aus?

WICHTIG, aufwärmen ist nicht gleich Ball hin und her werfen! Beim Warm up sollte darauf geachtet werden, dass die Hunde keine stop and gos machen. Mit Liv hatte ich vor meinen Agility-Starts immer ein Ritual. Zuerst wärme ich Liv’s Muskeln im Auto auf.

Ich massiere immer ihren Rücken durch, begrüsse Oberschenkelmuskulatur und dehne den Nacken. Die Oberschenkelmuskeln massiere ich beidseitig in kreisförmigen Bewegungen mit dem Daumen. Der Druck sollte nicht zu stark sein. Beobachte Deinen Hund, so weisst Du immer, ob es ihm auch wohl dabei ist. Die Nackendehnung nehme ich mit einem Leckerli vor. Ich versuche Liv dazu zu bewegen, dass sie sich möglichst eng nach hinten biegt. Ich platziere das Leckerli also bei ihrer Taille und locke ihren Kopf nach hinten, so das sie eigentlich stehen bleibt, aber der Kopf nach hinten schaut. Dies immer auf beide Seiten machen.


So weiss sie immer, dass bald was geht. Danach lasse ich Liv einige Minuten an der kurzen Leine laufen, versäubere gehört natürlich auch dazu. Es rennt sich nicht gut mit voller Blase! Danach laufe ich mit Gin in schnellem Schritt, so dass sie in ein angenehmes Trabtempo fällt. Bei Liv ist das für mich immer noch gut machbar, da sie so kurze Beine hat. Ich habe aber schon öfters Leute mit Kickboards gesehen, die ihre Hunde im Trabschritt aufwärmen. Danach folgen immer einige Konzentrationsübungen, Kunststückchen in unserem Fall. Wenn Liv dann warm gelaufen und hoch konzentriert ist geht’s ab in den Parcours. Optimal wäre, wenn die Hunde so um die 15 Minuten aufgewärmt werden.

Wieso muss ich meinen Hund auslaufen lassen?

Genau so wichtig wie das Aufwärmen ist das Auslaufen. Hier wird dem Körper mitgeteilt, dass er die Regeneration einleiten kann, Zellwände werden geschützt und die Muskulatur kann langsam ohne zu verkochen abkühlen.

Wie laufe ich meinen Hund am besten aus?

Liv und ich gehen nach dem Lauf im Agility immer an der kurzen Leine mindestens 15 Minuten spazieren. Sie soll ihre Muskeln abbauen lassen und auch mental runterfahren. Hier darf meiner Meinung nach auf keinem Fall mit Spielzeug oder so gehetzt werden. In der Ruhe liegt die Kraft.

Übrigens:

Liv hat an kalten Tagen immer einen Mantel an, so verhindere ich, dass die Muskeln komplett abkalten oder sogar dann wirklich eiskalt sind. Ich werde dies auch mit meiner Malinois Hündin Gin in Zukunft so handhaben. Ob zwischen Trainings oder am Turnier, ab einer gewissen kalten Temperatur gehört ein Mantel drauf, wenn die Hunde im Auto warten.

 

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