Ursprung und Ursache von einem Blutohr bei Hunden

 

Heute geht es um das Blutohr bei Hunden. Der Bluterguss kann zu bleibenden Schäden führen! Wie es entsteht, behandelt wird und wie man vorbeugen kann, könnt ihr heute im Blog lesen.

 

 Was ist ein Blutohr?

 

Als Blutohr bezeichnet man einen Bluterguss am Ohr vom Hund. Das Blutohr wird auch Othämatom genannt. Das Blut sammelt sich zwischen der Haut und der Knorpelschicht innerhalt der Ohrknorpels an. Meistens findet man diesen Bluterguss auf der Innenseite der Ohrmuschel. Oft kommt ein solches Blutohr bei Hunden mit herabhängenden Ohren vor.

 

 Die Ursache von Blutohren:

 

Meistens ist die Grundursache für einen solchen Bluterguss eine Ohrenerkrankung. Wenn der Hund eine Ohreninfektion hat, wird er von Juckreiz geplagt. Er kratzt sich und schüttelt ständig seinen Kopf. Durch diese Vorgänge können Blutgefäße in der Ohrmuschel einreißen oder verletzt werden.

 

Das Blut sammelt sich danach im Ohr und sorgt so für eine Schwellung des Ohrs. Es kann auch sein, dass der Hund am Ohr gebissen wird und dadurch ein Bluterguss erleidet.

 

 Wie erkenne ich ein Blutohr?

 

Die Symptome für ein Blutohr sind sehr gut ersichtlich. Das Ohr ist angeschwollen und prall mit Blut gefüllt. Die Innenseite der Ohrmuschel kann sich mit dem Finger eindrücken lassen.

 

Bei hellhäutigen Hunden verfärbt sich die Haut zusätzlich rot oder rosa. Der Hund wird sich öfters schütteln und kratzen. Durch das Kratzen können sich Narben bilden. Im schlimmsten Fall führ ein Blutohr zu bleibenden Verformungen der Ohrmuschel.

 

 Wie wird ein Blutohr diagnostiziert?

 

Tierärzte können ein Blutohr an den äußeren Symptomen erkennen. Von Vorteil ist es, wenn Du über allfällige Veränderungen von deinem Hund bescheid weißt. Der Tierarzt möchte nämlich genau wissen, ab wann der Hund sich gekratzt hat und wann dir die ersten Auffälligkeiten aufgefallen sind. Um einen eindeutigen Bescheid zu erhalten, muss der Tierarzt dem Hund Blut aus dem Ohr entnehmen. Dies passiert durch eine Punktion. Das Blut wird danach untersucht. Es wird geschaut, ob der Hund eine Ohrenentzündung hat oder ob eventuell sogar eine Blutgerinnungsstörung vorliegt.

 

 Wie wird ein Blutohr behandelt?

 

Bei einem eindeutigen Blutohr wird der Tierarzt zuerst versuchen, das Blut mit einer Spritze abzusaugen. Eine einmalige Behandlung reicht hier leider nicht. Der Vorgang muss mehrfach wiederholt werden. Das Blutohr füllt sich nämlich schnell wieder. Eine Möglichkeit den Vorgang zu stoppen wäre, Kortison zu spritzen. Wenn sich die Situation auch nach mehrfachem Absaugen nicht verbessert muss eine Operation durchgeführt werden. Bei einem operativen Eingriff wird das Ohr entleert und die Wunde wird wieder zugenäht. Mit einem festen Verband wird das Ohr danach geschützt. Die Hunde müssen bis zum Ziehen der Fäden mit einem Halskragen klar kommen. Der Verband sollte auf keinem Fall durch Kratzten oder Reiben entfernt werden können. Sobald die Ursache erkannt ist, muss der Tierarzt eine Behandlung anordnen. Leidet der Hund beispielsweise an einer Ohrenentzündung wird diese mit Antibiotika behandelt.

 

 Wie ist die Prognose bei einem Blutohr?

 

Es kann passieren, dass das Blutohr innert drei bis vier Wochen selbstständig zurückgeht. Wenn jedoch keine Operation durchgeführt wird, muss man mit Narben und Verformungen der Ohrmuschel rechnen. Nach einer Operation werden die Fäden nach ca. 10 bis 14 Tage entfernt. Wenn das Ohr nach der Operation gut geschützt wird und der Verband sorgfältig gewechselt wird sollte es zu keinen Komplikationen kommen. Eine hundertprozentige Garantie, dass das Blutohr nicht wieder kommt, hat man jedoch nicht.

 

 Vorbeugen und Fazit:
Du kannst vorbeugen in dem Du deinem Hund die Ohren regelmäßig kontrollierst und sie reinigst. Hier empfiehlt es sich, extra Hundeohrreinigungen zu verwenden. Es gibt einerseits das Produkt von Héry, das Bio Ohrenpflege Gel oder andererseits das Produkt von bogar, OHR-REINIGER. Das Produkt von Héry hat den Vorteil, dass es durch die Inhalte Rosmarin und Mandelöl beruhigend und erfrischend wirkt. Das pH-neutrale Mittel ist für die äußere Reinigung der Ohrmuschel entwickelt worden. Das Produkt von bogar hingegen ist auf der Basis aus Tonerde, Essigsäure und Alchemilla hergestellt und wirkt dadurch extrem desinfizierend. Beide Produkte lassen sich leicht einmassieren, durch das automatische Schütteln der Hunde verteilt sich die Flüssigkeit optimal. Danach kannst Du das Ohr mit einem trockenen Tuch auswischen.
Mit regelmäßiger Pflege tust Du deinem Hund etwas Gutes und hast nebenbei die Ohren unter Kontrolle. Bei allfälligen Rötungen oder Schwellungen empfiehlt sich der Gang zum Tierarzt.

 

 

 

 

 

 

 

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