Unser Nationalhund – Der Bernhardiner

Herkunft und Geschichte:

Der Bernhardiner gehört zur FCI Gruppe 2. Der Bernhardiner heisst eigentlich St. Bernhardshund. Die Bezeichnung„Bernhardiner“ oder „St.Bernhardshund“ gibt es noch nicht so lange. Im Mittelland wurden die Hunde noch im ausgehenden 19. Jahrhundert einfach „Bärryhüng“ genannt, in den Alpentälern „Klosterhunde“, „Berghunde“ oder auch „Hospizhunde“. In England nannte man den Bernhardiner „Alpine Mastiff“ oder  „St.Bernhards-Mastiff“ ! Ab 1865 wurde dann der Name „Bernhardiner“ bekannt. Es wird vermutet, dass Mönche etwa ab Ende des 17. Jahrhundert die Rasse „entdeckten“. Als Lawinenhund diente er den Augustiner Mönchen in den verschiedenen Hospizen.  Die Hunde in dieser Zeit waren vom Aussehen dem heutigen Bernhardiner aber komplett nicht ähnlich. Die Rasse wurde immer wieder durch andere Sennhunde gekreuzt da eine reine Zucht in den Alpen sehr schwer war. Im 19. Jahrhundert stabilisierte sich das Aussehen der Bernhardiner und die „neuen“ Langhaar Hunde kamen dazu. 1887 ist der Bernhardiner in der Schweiz im Standard verallgemeinert worden. Der Bernhardiner ist seit 1884 der Schweizer Nationalhund!

Aussehen:

Bernhardiner sind grosse Hund. Rüden haben eine Schulterhöhe von mindestens 70 cm, Hündinnen mindestens 65 cm. Dementsprechend haben die Hunde ihr Gewicht. Rüden können gut 75 bis 85 Kilo schwer werden, Hündinnen 55 bis 70 Kilo. Es gibt die Kurzhaar und die Langhaar Bernhardiner. Die Grundfarbe der Hunde unterscheidet sich nicht bei den verschiedenen Haarlängen.  Die Hunde sind immer weiss mit kleinen oder grösseren rostbraunen Platten. Es gibt auch die Variante, mit fast durchgehender braun bis roter Deckfarbe. Beim Langhaar Hund sind die Haare gerade, mittellang und mit viel Unterwolle. Kurzhaar Hunde haben dichtes Deckhaar welches sehr glatt ist und ebenfalls mit viel Unterwolle. Mittellanges, gerades Deckhaar mit reichlich Unterwolle. Bernhardiner werden im Durchschnitt 8 bis 12 Jahre alt. In der Schweiz gibt es ca. 650 Tiere. Verhältnismässig ist das eine wenig verbreitete Rasse.

Charakter:

Wenn Du einen Bernhardiner siehst, bist Du von der imposanten Körpergrösse und Aura meist schon beeindruckt. Er ist ein Wächter mit tiefer Stimme und freundlichem Gemüt. Er eignet sich hervorragend als Haus und Hofhund und verbringt gerne Zeit mit der Familie. Er kann also auch als vollumfänglicher Familienhund eingesetzt werden. Die meiste Bernis lieben Kinder über alles. Sein Temperament ist eher ruhig, er kann aber auch lebhaft sein, je nach Charakter. Grundsätzlich ist er ein gemütlicher, sanftmütiger Weggefährte. Durch seine grosse Liebe für Familien und Kinder zeigt er ein sensibles Wesen. Er spürt ganz genau, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zu geht. Er lässt sich praktisch von nichts aus der Ruhebringen, ist dafür ein kleiner oder grosser Dickkopf. Einziges „Manko“ ist sein ausgeprägter Beschützerinstinkt. Wer seinen Bernhardiner also nicht konsequent erzieht, muss damit rechnen, dass der Wächter in ihm mal mit ihm durchgeht! Er verteidigt Haus, Hof und Familie kompromisslos!

Beschäftigung mit Bernhardiner:

Täglicher Auslauf ist für jeden Hund ein Muss. Der Bernhardiner ist hier aber nicht so anspruchsvoll wie andere Rassen. Für ihn sind lange Spaziergänge oder Wanderungen das Schönste! Durch seine Grösse und sein Gewicht sind die sanften Riesen für Hundesport wie Agility eher ungeeignet. Er arbeitet aber sehr gerne mit seinem Meister. Unterordnung, Sucharbeiten und Spiel und Spass sind also für Bernis kein Problem. Die Grösse macht es ihnen ebenfalls  einfach, Wagen oder Wägeli zu ziehen.

 Was ist wichtig bei Bernhardiner:

Allein die Grösse der Hunde macht es nicht möglich, sie in einer kleinen Wohnung zu halten. Bernis brauchen Platz um sich zu bewegen. Er kann auch ohne Probleme bei zu wenig Raum mal einen Stuhl wegschieben. Wichtig ist auch die Fellpflege. Vor allem langhaarige Hunde benötigen immer wieder eine intensive Pflegestunde mit einer guten Bürste. Denkt daran, dass bei grossen Hunden die richtige Ernährung im Welpen Alter extrem wichtig ist! Welpen, die durch falsche Fütterung zu schnell wachsen leider danach ihr Leben lang an den Folgen. Erkundigt Euch also, welches für diese Hundegrösse die besten Mahlzeiten sind.

 

Barry:

Der grosse Durchbruch für Bernhardiner erreiche Barry. Barry rettete während 14 Jahren ( von 1800 bis 1814) 40 Menschen vor dem Lawinentod! Bis Heute kennt man die Geschichten vom Bernhardiner Barry!

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