Tierische Nebenerzeugnisse

Was sind eigentlich tierische Nebenerzeugnisse?

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse oder Nebenprodukte sind in praktisch jedem Hundefutter enthalten. An den tierischen Nebenprodukten entzünden sich so mancherlei Streitereien und die finstersten Vermutungen werden angestellt, was sich dahinter schlimmstenfalls verbergen könnte.

Hund-mit-Napf-und-Futter-Zunge-schleckend

Tierische Nebenprodukte werden europaweit in drei Kategorien eingeteilt, ins Tierfutter dürfen nur diejenigen aus der Kategorie 3, also „Schlachtnebenprodukte von tauglichen, das heisst für den menschlichen Verzehr geeigneten Tieren.“ Das sind also Schlachtkörperteile, die theoretisch auch von Menschen gegessen werden könnten, ohne dass es gesundheitsgefährdend wäre, aber üblicherweise zumindest in unserem Kulturkreis nicht gegessen und deswegen auch nicht zum Verkauf angeboten werden.

Im schlimmsten Fall sind es für Hunde nur schwer verdauliche Klauen, Schnäbel und Federn, die tatsächlich fein zermahlen im Trockenfutter sein können. Ist der Anteil nur gering, wird man bzw. der Hund wahrscheinlich keinen negativen Effekt feststellen, aber natürlich ist es für die Marge der Futtermittelhersteller förderlich, wenn sie einen Teil dieser billigen Produkte mit verwerten. Im besseren Fall sind es einfach Innereien wie Leber, Herz, Lunge, Zunge, Pansen, Euter, die ein gesunder Hund gut verdauen kann und die Vitamine und Mineralien enthalten, die gut für ihn sind.

 

Keine toten Büsi im Hundefutter

Was tierische Nebenprodukte im Hundefutter nicht enthalten, ausser es handelt sich um kriminelle, verbotene Machenschaften, sind tote Haustiere, kranke oder mit Medikamenten behandelte Tiere oder gar Labortiere. Diese Schlachtabfälle gehören nämlich in die Kategorie 1 und müssen verbrannt werden.

Tierfutterhersteller, die klar stellen wollen, dass sie nur hochwertige Schlachtnebenprodukte in ihrem Futter haben, deklarieren deshalb zusätzlich zum gesetzlich vorgeschriebenen genauer, welcher Art die tierischen Nebenprodukte sind, die sie verwenden. Begnügt sich ein Hersteller mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Minimum und schreibt nur Fleisch und tierische Nebenprodukte, kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass entweder die Zusammensetzung immer mal wieder ändert, je nachdem, was gerade so auf dem Futtermittelmarkt zu haben ist, oder der Anteil minderwertiger Nebenerzeugnisse eher hoch ist. Ein gesunder und robuster Hund muss davon aber nicht krank werden. Er wird aber gemessen an der aufgenommenen Futtermenge einen eher grösseren Output haben. Und wenn allzu viel bindegewebsreiches Material im Futter ist, übelriechende Blähungen entwickeln.

Deswegen findest Du bei MyLuckyDog nur Hundefutter, bei dem alle Bestandteile genau deklariert werden.

 

Anja Marti-Jilg, Futterratgeber.ch

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