Soll der Vorbesitzer seinen Hund am neuen Ort besuchen oder nicht?

Wer seinen Hund nicht vom Züchter hat, kennt diese Situation vielleicht: Der Vorbesitzer meldet sich via Telefon oder Email mit der Bitte den Hund, der ihm einmal gehört hat, besuchen zu dürfen. Nun sind hier sehr viele Hundebesitzer skeptisch, ob sie einem solchen Treffen zustimmen sollen oder ein Treffen mit der ehemaligen Bezugsperson des Hundes lieber vermeiden wollen. Welche Gründe ein Vorbesitzer haben könnte seinen alten Hund noch einmal zu sehen und was für oder gegen ein solches Treffen sprechen könnte, erfahrt Ihr im heutigen Blog:


Aus welchen Gründen meldet sich der Vorbesitzer meines Hundes bei mir?


Der natürlich häufigste Grund, weshalb der ehemalige Besitzer des Hundes sich meldet, ist die Absicherung darüber, ob es dem Hund am neuen Ort auch wirklich gut geht. Menschen, die sich nach dem Hund erkundigen, haben den Hund auch oft geliebt und es ist ihnen wichtig, dass es dem Hund in seinem neuen Zuhause gut geht. Gegen diesen Grund spricht absolut nichts, schliesslich geht es dabei ja allen um das Wohl des Hundes. Die meisten Vorbesitzer sind auch hoch erfreut wenn sie mit eigenen Augen sehen können, dass der Hund gut in seinem neuen Heim angekommen ist und sich mit dem neuen Besitzer gut versteht. Ein bisschen aufpassen sollte man aber bei Vorbesitzern, die ihren Hund am liebsten zurück haben würden. Leider gibt es auch Menschen, die sich unfreiwillig von einem Tier trennen mussten und nach einiger Zeit wieder zurück nehmen wollen. Rechtlich gesehen musst Du Dir als offizieller Hundekäufer dabei aber keine Gedanken machen, solange Du eine Bestätigung für den geregelten Kauf des Hundes besitzt. Leider kann es trotzdem sehr unangenehm werden, wenn der Vorbesitzer Deinen neu gewonnenen Liebling zurück haben will.


Aus welchen Gründen sind so viele Hundehalter gegenüber einem Treffen mit dem Vorbesitzer kritisch eingestellt?


Wenn der Hund erst seit kurzem in seinem neuen Zuhause ist, und die Bindung zu seinem neuen Besitzer noch nicht so stark gefestigt werden konnte, ist es gut möglich, dass der Hund beim Anblick seines immer noch vertrauten Vorbesitzers „Heimweh“ bekommt. Wenn die Bindung zum Vorbesitzer besonders stark war, kann es für den Hund sehr unangenehm sein, den ehemaligen Besitzer so kurz nach der Trennung noch einmal wieder zu sehen. Diese Verwirrung die ein solches Treffen beim Hund auslösen kann, bedeutet vor allem für junge oder besonders anhängliche Hunde einen sehr grossen Stress und sollte vermieden werden. Natürlich ist es auch für den neuen Besitzer schwierig mit an zu sehen, wenn der Hund deutlich zeigt, dass er den alten Besitzer vermisst oder gerne zu ihm zurück möchte.
Natürlich gibt es auch Gründe, die mit dem Wohlbefinden des Hundes nicht allzu viel zu tun haben. Der neue Besitzer möchte sein Haustier natürlich für sich alleine haben weshalb der Kontakt zum Vorbesitzer, je nach Charakter der Menschen, nicht sonderlich erwünscht ist. Stimmt zusätzlich auch noch die Chemie zwischen den beiden Parteien nicht, sollte ein Treffen lieber vermieden werden. Denn Streitigkeiten zwischen den Menschen können auch beim Hund unnötigen Stress auslösen, der lieber hätte vermieden werden können.


Was spricht allerdings für ein Treffen mit dem Vorbesitzer?


Wenn man sich mit dem Vorbesitzer gut versteht, kann ein Treffen ein guter Austausch von Informationen sein. Gerade wenn man noch dabei ist den neuen Hund kennen zu lernen, kann einem der Vorbesitzer vielleicht noch einige Tipps geben oder Geschichten von früher erzählen. Das ist nicht nur hilfreich, sondern auch sehr spannend. Allerdings muss bei einem solchen Treffen der Hund nicht zwingend anwesend sein, wenn man sich noch nicht sicher ist, ob die Bindung zum neuen Besitzer bereits genug stark ist, um Stress zu vermeiden. Ist dies allerdings kein Problem mehr, ist es oft so, dass der alte Besitzer sogar komplett ignoriert wird und der Hund sich vollkommen auf den neuen Besitzer konzentriert. Weiter hilfreich für ein gutes Zusammentreffen ist sicherlich ein Treffen auf neutralem Boden. Für den Hund ist es viel einfacher, wenn er nicht in seinem neuen Zuhause mit Personen aus der Vergangenheit konfrontiert wird, sondern in einem Café oder Park. Ein gemeinsamer Spaziergang, bei dem der Hund sich bewegen und beschäftigen kann ist wohl bei weitem am Besten geeignet, wenn man dem Vorbesitzer zeigen möchte, dass es dem Hund gut geht.


Schlussendlich ist es aber jedem selber überlassen seinen Hund und auch den Vorbesitzer ein zu schätzen und so das Treffen zu planen. Ob und Wie so ein Treffen stattfindet hängt nämlich nicht nur vom Hund ab, sondern auch von Deinem Gefühl gegenüber der Situation und dem Vorbesitzer. Wenn Du Dir bei Deiner Entscheidung nicht sicher bist, hilft es oft auch den Hundetrainer zu Rate zu ziehen. Dieser sollte in der Lage sein, die Beziehung von Dir und Deinem Hund ein zu schätzen und Dir aufgrund deiner individuellen Situation gute Vorschläge zu machen. Und falls man ein ungutes Gefühl hat, kann man das Treffen ja ein paar Monate verschieben oder sich auf den Austausch von Bildern und kleinen Geschenken für den Hund einigen.

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Plüschball Hundespielzeug Bär- braun
WOLTERS Plüschball Hundespielzeug Bär- braun
CHF 14.35 CHF 23.90
Zum Artikel
Sale