Sind Nüsse für meinen Hund giftig?

Die Frage über die Giftigkeit von Nüssen für Hunde wird sehr oft und sehr ausführlich diskutiert. Man findet sehr viele verschiedene Meinungen auf diversen Hundeforen, doch was stimmt jetzt tatsächlich? Eine eindeutige Antwort, die für alle Nüsse und für jeden Hund stimmt gibt es hier leider nicht. Der eine Hund verträgt mehr als der andere und nicht alle Nussarten wirken auf unsere Vierbeiner gleich. Deshalb findest Du hier in diesem Blog eine kleine Auflistung der verschiedensten Nüssen und ihren möglichen Wirkungen auf Deinen Hund.


Die positive Seite der Nuss – Weshalb wir Hunden Nüsse füttern sollten:

Natürlich gibt es einen oder besser gesagt sogar mehrere Gründe weshalb wir Menschen auf die Idee kommen unseren Hunden Nüsse als Futter anzubieten. Viele Nusssorten, so zum Beispiel die Erdnüsse, Haselnüsse und Walnüsse enthalten wichtige Mineralien, Eiweisse und Vitamine, davon vor allem Vitamin A, E und B1, die für unsere Hunde wichtig sind. Diese drei Nussarten sorgen mit diesen Inhaltsstoffen dafür, dass der Hund ein glänzendes Fell bekommt. Auch werden Nüsse gerne bei Schleimhautentzündungen, Ekzemen, Furunkeln und diversen anderen Hauterkrankungen eingesetzt. Aber das ist noch nicht alles was in diesen nussigen Leckerbissen drin steckt! In Nüssen finden wir einen sehr hohen Anteil an Fettsäuren, von denen der grösste Teil hochwertige einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind. Zusätzlich zu den oben erwähnten Vitaminen und Mineralstoffen nimmt der Hund durch die Nüsse auch wichtige Spurenelemente wie Eisen, Folsäure und Magnesium auf. Durch den hohen Fettgehalt sind Nüsse natürlich auch gute Energielieferanten. Weiter wird darüber gesprochen, dass Nüsse entzündungshemmende Eigenschaften haben und somit positiv auf den Kreislauf und das Immunsystem wirken, was durch die grossen Mengen an Vitamin E sehr gut möglich ist. Eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs wird vermutet, ist aber nicht in einem Labor nachgewiesen worden, weshalb man seinem Hund nicht nur aus diesem Grund Nüsse füttern sollte. Wenn Du einen dieser Vorteile gerne nutzen möchtest, lohnt es sich Deinem Hund mal vorsichtig an das neue Nahrungsmittel zu gewöhnen und gut zu beobachten, ob der Hund die Nüsse auch verträgt. Bei manchen Hunden lohnt es sich die Nüsse vor dem Verfüttern zu zerkleinern. Wenn man eine optimale Aufnahme der Nährstoffe garantieren will, sollte man die Nüsse sogar mahlen und ins Futter mischen. Manche Hunde mögen die Nüsse aber gerade am Stück sehr gerne, dann sollte man aber zumindest unbedingt vorher die Schalen der Nüsse entfernen.

Die negative Seite der Nuss – Weshalb Nüsse für Hunde giftig sein können:

Neben den vielen wichtigen Nährstoffen, enthalten Nüsse leider auch weniger gute Inhaltsstoffe, die für Hunde in grossen Mengen unbekömmlich oder sogar giftig sind. Einer der negativen Stoffe, die in Nüssen in Übermengen vorhanden sind, ist Phosphor. Auch Phosphor wird von den Hunden natürlich gebraucht und sollte auf keinen Fall zu knapp gefüttert werden. Allerdings ist in den meisten Hundefuttern schon sehr viel Phosphor enthalten und die Gefahr einer Überversorgung ist merklich grösser als die der Unterversorgung. Deshalb sollte man genau darauf achten, wie viel Phosphor der Hund schon beim normalen Futter erhält und im Falle einer bereits vorhandenen Überversorgung sollte man auf Nüsse ganz klar verzichten. Wenn Dein Hund aber ein total begeisterter Nussfresser ist, kannst Du Dir die Nüsse anhand einer Rationsberechnung in die tägliche Bedarfsmenge Deines Hundes mit einberechnen lassen. Dann wird aber eventuell ein Futterwechsel auf ein Phosphor ärmeres Hundefutter stattfinden müssen. Das viele Fett, welches in den Nüssen enthalten ist, kann sich ebenfalls negativ auswirken, indem Dein Hund zu dick wird. Auch da lohnt es sich die Nüsse mit in die tägliche Futterration einzubeziehen oder nur selten als Leckerli für Zwischendurch zu geben.
Das gefährlichste an Nüssen ist für Deinen Hund allerdings die Schale! Vor allem bei Wallnuss- und Schwarznussbäumen sind die Nussschalen oft mit einem Pilz befallen, der für Hunde giftig und schon in geringen Mengen sogar tödlich ist! Dieser Pilz (Penicillium crustosum) bildet einen toxischen Wirkstoff, der bei Hunden zum Tod führen kann. Symptome einer solchen Vergiftung sind Erbrechen, Zittern, Versteifungen der Gliedmassen und Krämpfe.

Die verschiedenen Nüsse im Visier – Bei welcher Nuss droht Gefahr für Deinen Hund?

Walnüsse und die Nüsse des Schwarznussbaumes sind wie oben beschrieben eine der gefährlichsten Nusssorten und sollten deshalb lieber gemieden werden. Da die Schalen mit diesem toxischen Pilz befallen sein können, sollten diese Nüsse, wenn sie gefüttert werden sollen, gut geschält werden oder im Lebensmittelladen eingekauft werden. Zudem sind Walnüsse die fettreichsten Nüsse und somit für übergewichtige Hunde nicht geeignet.

Haselnüsse verfügen über sehr viel Fette und sind ebenfalls sehr kalorienreich. Diese Nüsse haben ebenfalls einen hohen Gehalt an Kalzium, was man bei der Fütterung des Hundes beachten sollte. Hunde die zu Allergien neigen, sollten keine Haselnüsse gefüttert bekommen, da die meisten Nussallergien bei Haselnüssen auftreten.

Erdnüsse haben sehr viel Eiweiss und Fett und sind reich an Vitamin B und E, was für den Hund wertvolle Stoffe sind. Leider können auch Erdnüsse Allergien bei Deinem Hund auslösen, weshalb man die Nüsse nicht in zu grossen Mengen und kontrolliert füttern sollte.

Macadamia-Nüsse dürfen auf keinen Fall gefüttert werden, da alle Sorten dieser Nüsse für den Hund giftig sind. Bei einer solchen Vergiftung zeigt der Hund Schwäche, Erbrechen, Fieber und teilweise Gangstörungen und Lahmheit. Falls Dein Hund eine solche Vergiftung erleidet, solltest Du sofort mit ihm zum Tierarzt gehen.

Cashewnüsse erhalten sehr viele sättigende Kohlenhydrate und einen hohen Anteil an allen B-Vitaminen. Diese Nüsse enthalten von allen Nusssorten am wenigsten Fett und sind auch für dicke Hunde gut geeignet.

Paranüsse enthalten viel wertvolles Selen und Vitamin B1. Dazu befindet sich in diesen Nüssen auch sehr viel Eiweiss und diverse Fette.

Kokosnüsse enthalten viel Laurinsäure, die bei der Bakterien- und Virenbekämpfung behilflich ist. Die Kokosnuss ist eine sehr fettarme Nuss und soll angeblich durch spezielle Inhaltsstoffe auch prophylaktisch gegen Würmer schützen. Entwurmen solltest Du Deinen Hund aber trotzdem!

Nach diesem Überblick sollte Dir klar sein, dass Nüsse oft ein Risiko darstellen und nur gut überlegt gefüttert werden sollten. Wenn man aber die richtige Nusssorte aussucht und auf die wichtigen Dinge achtet, kann die Nuss eine gute Nahrungsergänzung für Deinen Vierbeiner darstellen.

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