Rund um die Reizangel

 

Das Reizangeltraining ist automatisch der Jagdhundeausbildung zugeordnet. Es kann aber auch für normale Familienhunde oder andere Sporthunde eine optimale Auslastung darstellen.

 

Wichtig beim Reizangeltraining ist, dass man sich bewusst ist, für was das Training eigentlich dient. Mit der Reizangel trainiert man gezielt das Beuteverhalten von Hunden. Es wird auf ein Signal gehetzt und durch die Beute belohnt.

 

Das Training mit der Reizangel füt Jagdhunde:

 

Jagdhunde lernen an der Reizangel das Vorstehen, gezieltes beherschen der Emotionen und wie sie mit Frust und Aufregung zurechtkommen. Dies ermöglicht den Hundeführer nachher an der echten Beute eine perfekte Kontrolle der Hunde.

 

Das Reizangeltraining für Familienhunde:

 

Für Familien und Sporthunde bietet das Training mit der Reizangel eine optimale Alternative zu bekannten Auslastungsvarianten. Es kann auch als sogenanntes Antijagdtraining verwendet werden. Wobei man den Begriff Antijagdtraining nicht missverstehen darf. Bei dieser Art von Training geht es mehr darum, den Hund auf andere Gedanken als Jagen zu bringen, es dient nicht dazu, den Jagd Instinkt weg zu bringen. Sinn und Zweck der Reizangel ist jedoch nicht, den Hund einfach ungesteuert der Angel hinter hetzten zu lassen. Dies würde unter Umständen bei einigen Hunden einen unerwünschten Jagd Instinkt hervorrufen!

 

De Sinn der Reizangel ist viel mehr, dass die Hunde lernen, mitzudenken und das durch Selbstbeherrschung und Kooperation die Beute als Ziel erreicht wird. Durch klare Körper- und Sichtzeichen sowie Befehle lernt der Hundeführer seinem Hund klare Botschaften zu verstehen. Dies führt zu einer wertvollen Teamarbeit, welche im Alltag nützlich sein kann. 

 

Als Anforderung für optimales Training mit deinem Hund, sollte dein Vierbeiner mit folgenden Kommandos vertraut sein: Aus, Steh, Sitz, Platz, Warten, ein Lobwort und Blickkontakt. Es ist also wichtig, dass Du dein Hund auch beim normalen Spielen immer kontrollieren kannst, dies ist die Grundvoraussetzung für das Reizangeltraining. Das Training lastet die Hunde körperlich wie mental sehr aus. Es dient zum Muskelaufbau und fördert eine gute Kondition. Dementsprechend müssen die Trainingseinheiten unbedingt dem Alter, Gesundheitszustand und dem Körperbau angepasst werden. Achte also darauf, dass dein Hund vom Training kein Schaden erleidet.

 

Wichtig ist auch bei jungen Hunden, wenn der Hund gerade im Zahnwechsel ist, sollte auf Beutearbeit verzichtet werden, es kann durchaus sein, dass der Jung Hund das Training dann mit Schmerzen verbindet!

 

Was brauche ich:

 

Also brauchst Du für ein optimales Training folgende Utensilien:

 

-natürlich eine Reizangel

 

-rutschfeste Schuhe

 

-Weste mit vielen Taschen (so kannst Du das Material optimal verstauen)

 

-Hundeleckerli

 

-verschiedene Beutearten (Dummy, Spielzeug, Futtersack)

 

-Halsband

 

-Brustgeschirr

 

-Schleppleine

 

-normale Leine

 

All diese Utensilien findest Du hier.

 

Danach kann dein erstes Training beginnen.

 

Das erste Mal trainieren:

 

Neben einem Halsband sollte dein Hund ein gutes Hundegeschirr tragen. Dazu benötigst Du noch eine Schleppleine, welche bei den ersten Trainings am Geschirr angemacht wird. Wärme deinen Hund vor den Trainings immer auf. Zehn Minuten normales gehen und sieben Minuten leichtes Traben wärmt die Muskeln schön auf. Gut wäre es, wenn Du dir ein „Start“ Signal merkst. Zum Beispiel, Go, Los, Start, etc. Ein Wort also, welches Du nur für die Arbeit an der Reizangel benötigst. Dein Hund darf der Angel nur hinterherjagen und zupacken wenn Du es erlaubst. Bevor Du aber mit der Angel an den Hund gehst, solltest Du vorneweg einige Trockenübungen ohne Hund durchführen. Frage am besten deinen Hundetrainer, ob er dir die ersten paar Mal die Reizangel führt, so kannst Du dich auf deinen Hund konzentrieren. Beim Aufbautraining reichen meist einige Minuten an der Reizangel, danach solltest Du deinen Hund an die Leine nehmen und ihn auslaufen lassen.

 

Finde die optimale Beute:

 

Für welche Art von Beute Du dich entscheidest, ist von deinem Hund abhängig. Du kannst Stoff, Leder, ein Spielzeug oder Futterdummys benutzen. Wichtig ist aber, dass man das Seil gut befestigen kann, nicht das der Hund sich während dem Hetzten verletzt!

 

Fazit:

 

Gerade für sehr ungeduldige Hunde kann die Reizangel ein gutes Training für besseren Gehorsam, Ausdauer, Kooperation, Frust Bewältigung und Arbeit unter Ablenkung sein. Das Training erfordert viel Kraft und beansprucht Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen der Hunde extrem. Es muss also unbedingt darauf geachtet werden, dass die Hunde gesund sind, dem Alter entsprechende Körperbauten haben und das man den eigenen Hund immer gut aufwärmt. So kann das Training individuell angepasst werden. Durch die Kreativität, welche die Arbeit mit der Reizangel mit sich bringt, können die Hunde immer wieder mit neuem überrascht werden und lernen so immer dazu. Es wird nie langweilig. Die Reizangel entpuppt sich also als perfekte Trainingsmöglichkeit für jeden Hund.

 

Ich wünsche dir und deinem Hund viel Spass beim Ausprobieren.

 

 

 

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Zum Artikel
Sale
Zum Artikel
Sale
Hupferl Hundesnacks mit Lamm
ESCAPURE Hupferl Hundesnacks mit Lamm
ab CHF 7.90
Zum Artikel
Zum Artikel
Zum Artikel