Bis 22.12. um 14 Uhr bestellen & freuen!

Problembewältigungsstrategien von Hunden

 

Meist ist es so, dass wenn unsere Hunde ihre Meinung sagen, wir das komplett falsch verstehen oder deuten. Ich möchte heute ein wenig dazu beitragen das Klarheit zwischen Mensch und Hund herrscht. Es geht Heute also rund um die Problembewältigung von Hunden.

 

In der heutigen Gesellschaft wird von unseren Hunden verlangt, dass sie sich gegen ihre Verhaltensnormen wenden. Sie sollen Fremdem vertrauen, ihr Revier möglichst nicht verteidigen und ihre Mahlzeiten mit uns teilen. Dies spricht aber komplett gegen das Hundewesen und wir können mit einfachen Maßnahmen dafür sorgen, dass sich unser Hund wieder mehr wie ein Hund fühlt.

Die Situation richtig einschätzen:

Heute ist es leider so, dass Hunde, die ihre Zähne zeigen, schnell als aggressiv und gefährlich eingestuft werden. Selbsternannte Hundetrainer verlangen von unseren Hunden, dass sie sich verhalten wie ein Mensch. Dass ein Hund jedoch nicht an Fairness glaubt und bei Hunden auch ein „Nachgeben“ nicht als schlau sondern als schwach erachtet wird, sehen leider viele Hundehalter nicht. Eine gewisse Aggression gehört zum Normalverhalten unserer Hunde! Schauen wir uns doch mal andere Tierarten an. Pferde schlagen aus, Katzen kratzen und Hamster beißen. Gerade ein Biss von einem Nager kann sehr schmerzhaft sein! Auch wenn diese Tiere Haustiere sind wie unsere Hunde, werden sie in der Gesellschaft ganz anders angeschaut und ein Biss, ein Katzer oder ein Ausschlagen wird als natürliches Verhalten akzeptiert. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Krallen einer Katze und die Zähne unserer Hunde nichts anderes sind als Waffen. Waffen werden gezielt zur Selbstverteidigung oder zur Sicherung der Ressourcen eingesetzt. Der Einsatz dieser Waffen wird nicht willkürlich bestimmt sondern nur dann stattfinden, wenn es nicht mehr anders geht.

Um das genauer zu verstehen, sprechen wir von Problembewältigungsstrategien. Es werden vier Strategien genannt: Fight, Flirt, Freeze und Flight. Dies sind unter Hundehalter auch die sogenannten 4 F’s.

Ich möchte euch diese vier verschiedenen Strategien anhand von Beispielen aus meinem Hunde Alltag mit Liv genauer erklären.

Freeze:

Starten wir mit der Strategie Freeze. Freeze steht für einfrieren, sich ganz starr machen. Also keine Bewegung mehr erlauben und so hoffen, dass die Gefahr einfach vorüber geht. Liv zeigt dieses Verhalten wenn es laut knallt. Wir waren vor zwei Wochen mit ihr spatzieren als irgendjemand auf die Idee kam, Feuerwerk abzulassen. Liv erstarrt, bleibt gaz ruhig stehen, macht sich unter Umständen auch klein, geht in die Knie und hart in dieser Position aus, bis das Geräusch verschwindet. Oft sieht man das einfrieren auch, wenn zwei Hunde sich begegnen und beide sich nicht über den Weg trauen. Die Hunde legen sich hin und frieren in einer Position ein um mal abzuwarten was weiter passiert.

Versucht bei einer Freeze Strategie nicht, eure Hunde mit Gewalt vom Fleck zu bringen. Viel wichtiger ist hier, dass die Hunde merken, dass alles in Ordnung ist. Bei Liv hilft es meist, wenn ich sie anleine. Dann fühlt sie sich von mich beschützt.

Flight:

Unter Flight versteht man die Flucht. Also dann, wenn der Hund nur noch wegrennt und sich dem Problem so gar nicht mehr stellt. Bei Liv kommt diese Strategie meist nur zum Vorschein, wenn wir großen und sehr schwerfälligen Hunden begegnen, die dann übermütig auf sie zu rennen. Dann klemmt sie den Schwanz ein und flüchtet. Leider kommt aber die Flucht auch bei vielen Hunden dann, wenn sie zum Beispiel einen Knall hören, oder sich arg erschrecken. Bei Hunden, die oft die Flight Taktik anwenden, ist eine Schleppleine sicherlich von Vorteil. Obwohl Hunde Rudeltiere sind und nicht wie zum Beispiel wie Pferde ein Fluchttier, kann es sein, dass je nach Ausmaß der Situation, ein Hund schon mal ganz schön weit flüchten kann! Einen verängstigten Hund auf der Flucht zu finden, ist ein sehr schwieriges Unterfangen!

Fight:

Nun kommen wir zum Fight, dem Kamp also. Ich würde jetzt mal behaupten, für uns Hundehalter ist Fight die schwierigste Strategie, um einen Konflikt zu lösen. Geht unser Hund nämlich in einen Kampf, müssen wir damit rechnen, dass es Verletzungen geben könnte und wir schaffen uns auch bestimmt keine Freunde. Ich bin ehrlich, Liv ist ein absoluter Fight Hund. Sie wählt eigentlich immer diese Strategie wenn es darum geht, einen Konflikt mit einem anderen Hund zu lösen. Was wir uns immer merken müssen, Hunde die sich nicht kennen, müssen zuerst den Konflikt lösen, wer der Ranghöhere ist. Dies ist also bereits einen Grund, um mit Drohungen oder Angreifen sein Problem zu lösen. Wir hatten gerade am Wochenende so eine dumme Situation. Am Fluss kann Liv immer ohne Leine bei uns sein. Plötzlich kam ein kleiner Hund kleffend und wie ein Pfeil auf uns zugeschossen, für Liv, ein Grund diesen Konflikt und Eindringling zu korrigieren und die Situation klar zu stellen. Sie wählt also Strategie Fight, springt hoch, und knurrt, droht und wartet wie der andere Hund reagiert. Der andere Hund droht, knurrt und schon geht das Gekeife los. Ich bin jedoch mit der Hundesprache vertraut, kann einschätzen was einfach nur ein ausdiskutieren ist und wann es sich um Mord und Todschlag handelt. Leider war die andere Hundebesitzerin so gar nicht mit der Situation vertraut, schlug mit der Leine auf Liv ein und nahm ihren kleinen Hund hoch. Fazit: Liv ist mit der Strategie Fight erfolgreich, der kleine Hund konnte sich nicht selber eine Position schaffen und wenn die Hunde sich jemals wieder treffen, geht es genau gleich weiter. Mein Tipp für Fight Hunde. Nehmt sie an die Leine! Wenn es irgendwie geht, versuche ich Liv nicht selbst die Konflikte zu lösen, sondern ich löse sie! Wenn Liv an der Leine ist, gibt es keine Probleme. Mein anderer Tipp, mischt euch nicht ein! Ich weiß, dass niemand gerne sieht, wie sein Hund von einem anderen Hund gemaßregelt wird, aber das ist die Natur! Ein Richtwert sagt, solange es bellt und knurrt, ist es halb so schlimm!

Flirt:

Ich glaube, jeder Hundehalter bevorzugt einen Hund, der möglichst oft eine Flirt Strategie anwendet. Der Flirter albert herum, fordert zum Spiel auf und versucht so, vom Problem abzulenken. Er zeigt sich eher unterwürfig und hat einen Welpen ähnliches Verhalten. Liv zeigt dieses Verhalten sehr sehr selten. Ich sehe das nur, wenn sie einen Ball zerreißt oder einen Kong kaputt macht. Dann tänzelt sie um mich herum und versucht mich wieder positiv zu stimmen. Sie fordert mich auch zum spielen auf oder rennt komplett planlos im Kreis, dies wäre dann eine sogenannte Übersprunghandlung.

 

Fazit:

Egal welche Taktik dein Hund anwendet, wichtig ist, dass Du damit klar kommst und ihm hilfst, Probleme zu lösen und auch Probleme frühzeitig erkennst. Nur so kannst Du vorbeugen, dass dein Hund in keinen Konflikt gerät.

 

 

Curli

Basic Nylon Hundeleine- Orange

CHF 15Zum Produkt

TRIXIE

Easy Life Schleppleine PVC- neongelb

CHF 52.4Zum Produkt

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.