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Notfall, 48 Stunden in der Klinik

Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, das etwas nicht stimmt
Am Dienstagabend hat alles begonnen. Mein Welpe hatte plötzlich Durchfall. Die Nacht war sehr ansträngend und am nächsten Morgen kontaktierte ich gleich meinen Tierarzt. Der Verdacht auf Würmer und vor allem auf Giardien wurde mir mitgeteilt. Wir einigten uns darauf, dass ich drei Mal Kot aufsammle, von drei verschiedenen Tage und das dann zum Untersuch bringe. Ich konnte zusätzlich einen Notfallmedizin gegen Durchfall holen. Zusätzlich deckte ich mich mit Kohltabletten und Bioflorin ein. Dan am Mittwoch Nachmittag die erste Besserung, der Durchfall ist besser, der Kot nicht mehr ganz flüssig. Ich hatte bereits Hoffnung, dass sich alles wieder legt. Am Mittwochabend wurde es dann nochmals besser. Gin konnte wieder normal auf die Gassirunde und hatte nur noch „matschigen“ Kot. Am Donnerstagmorgen wurde ich durch Gins weinen geweckt. Sofort brachte ich sie raus und meine Hoffnung vom Mittwoch schwand. Gin litt wieder an Durchfall. Natürlich kontaktiere ich ein weiteres Mal meinen Tierarzt und vereinbarte, dass ich am Freitag gleich die Kotproben bringen soll. So lange der Hund frisst und trinkt, wird Durchfall bei Welpen als halbwegs Normal eingestuft. Die bestätigten mir auch zwei weiter Tierärzte. Am Freitag erhielt ich dann die Nachricht, dass Gins Kot völlig in Ordnung ist, der Arzt geht davon aus, dass sie etwas gefressen hat, das ihr nicht so gut tut. Am Samstagvormittag ging es ihr wieder besser, der Durchfall war wiederum praktisch weg, ich war erleichtert!

Am Abend um 18.00 Uhr fütterte ich Gin und wir machten einen gemütlichen Abend, Gin schlief seelenruhig in der Box. Um 22.00 Uhr wollte ich dann nochmals mit ihr raus, Gin erbrach ihr essen, wirkte schlapp und müde. Ihr Bauch war aufgebläht und ich hatte ein ganz schlechtes Gefühl. Ich rief bei der Notfallklinik an. Erzählte was passierte. Auch die Ärzte in der Klinik meinten, wenn sie nur einmal erbrechen würde und frisst, ist soweit kein Grund zur Panik. Ich schlief mit Gin auf dem Sofa, ging jede Stunde mit ihr raus. Am Sontag Morgen wurde es mir dann zu viel! Gin konnte wirkte total weggetreten!

Der Gang zum Notfalltierarzt
Meine Entscheidung, zum Notfalltierarzt zu fahren, fiel schneller als ich reagieren konnte. Wir brachten Liv auf dem Weg zur Klinik zu einer Freundin, mit dem Gedanken, dass unser Wegbleiben länger dauern könnte. Auf dem Weg zur Klinik rufen wir da an und melden unser kommen. Ich muss gestehen, diese zwanzig Minuten waren für mich der blanke Horrer, da wusste ich aber noch nicht, wie viel schlimmer es noch werden kann. In der Klinik mussten wir zuerst alle Formulare ausfüllen, für die Notfalllaien unter uns, in den Notfallkliniken muss immer sofort bar oder mit Karte bezahlt werden! Es gibt keine Rechnung. Die Tierärztin untersuchte Gin und die Entscheidung, dass sie an den Tropf muss, kam innert Sekunden. Ich könne am Abend nochmals anrufen, wenn die ersten Ergebnisse da sind. Wir fuhren also ohne Gin nachhause. Das einzige, was ich da lies, war ihre Kuscheldecke und ihr Plüschbär.

Das lange Warten
Auf dem Nachhauseweg holten wir Liv wieder ab. Ich telefonierte mit Hundefreundinnen, jede sagte mir, es kommt alles gut, sie ist in den besten Händen, morgen holst du sie wieder ab. Der Tag verging nur langsam. Ich mache mir bis heute Vorwürfe, dass ich nicht früher gehandelt habe. Warum habe ich am Samstagabend nicht einfach meinem Bauchgefühl vertraut? Um 17.00 Uhr durfte ich dann das erste Mal in der Klinik anrufen. Es gehe ihr nicht besser, die Blut und Kot Werte wären aber OK. Panik. Blanke Panik! Die Tierärztin meinte, ich soll am Abend nochmals anrufen. In meinem Kopf spielten die schlimmsten Szenarien ab, wird sie das überstehen? Sollte es ihr nach einigen Stunden Infusion nicht besser gehen? Um 22.00 Uhr rief ich dann nochmals an. Immer noch keine Besserung, Gin wirkt teilnahmslos. Meine aufgestellte quirlige Gin! Und dann kam der Hammer, eigentlich, sollte es ihr bereits besser gehen! Sie verweigert das Futter. Als ich das Telefonat beendete, schaute ich Renato an und meine Welt brach zusammen. Wir bangen um das Leben unseres Welpen. Es ist nicht mehr „nur“ Durchfall. Die schlimmste Nacht in meinem Leben startete. Die Klinikmitarbeiterin meinte, ich könne nicht da bleiben über Nacht, Gin braucht Ruhe. Morgens um 4 ging ich mit Liv raus. Nach einer Stunde nahm ich meinen Mut zusammen und rief an.

Angst, zu Atmen
Die Nummer der Klinik kenne ich bereits auswendig. Ich rief also um 5 Uhr an. Die Mitarbeiterin der Klinik begrüsste mich freundlich, sie kannte mich bereits. Sie sagte mir, dass es Gin nicht schlechter geht, aber auch nicht besser! Ich vereinbarte mit ihr, dass ich gleich um 8 Uhr kommen kann. Früher lassen sie ausser bei Todesfällen niemand in die Klinik. Diese drei Stunden waren Horror. Ich habe mich mit dem Gedanken auseinandergesetzt, dass ich meine Hündin heute das letzte Mal sehen werde. Die Mitarbeiterin der Klinik sagte ganz ruhig, dass der Doktor schon hoffte, dass es ihr besser geht. Dies war nicht der Fall. Sämtliche Ursachen, warum es ihr so geht, wurden geprüft. Ich habe mir alle Möglichkeiten durchgedacht, es änderte die Situation nicht. Sie muss stark sein, sie schafft das.

Herzenssache
Auch wenn Gin erst einen Monat bei uns ist, liebe ich diesen Hund über alles. Sie und Liv erfüllen mein Leben und ich würde alles für sie geben. Als ich auf dem Parkplatz vor der Tierklinik ankam, atmete ich aus. Vor dem Eingang stand ein Auto mit einer mir bekannten Anschrift. Ich dachte mir nicht viel dabei. Am Empfange meldete ich mich an, Gin würde gleich bereit sein für mich hiess es. Im Warteraum sass sie, meine Freundin Vlo. Vlo hat sich bei der Arbeit abgemeldet und begleitete mich beim Ganz zu Gin. Freunde wie sie, sind unbezahlbar! Gin sah mich, die Augen leuchteten und dann, stand sie auf! Rannte! Und der Tierarzte meinte nur, dass er jetzt recht froh über diese Reaktion ist. Ab diesem Zeitpunkt gings bergauf. Ich besuchte Gin alle zwei Stunden, lies sie aber immer wieder zur Ruhe kommen. Am Dienstagmittag durfte sie dann endlich nachhause. Was sie hatte, weiss keiner. In der Zwischenzeit ist es mir auch egal. Wichtig ist nur, dass sie es überstanden hatte. Die wichtigsten Krankheiten oder Allergien können ausgeschlossen werden und es gibt keinen Grund für einen Rückfall. Gin erholt sich gut, sehr gut sogar. Sie ist lebendiger den je, frisst besser den je und erfreut uns alle an ihrer guten Laune. Auch wenn ich mir ein schlechtes Gewissen gemacht habe, weiss ich, dass ich alles richtig gemacht hab. Auch der Tierarzt bestätigte mir, dass ein früheres Kommen nicht viel geändert hätte. Für mich geht heute eine schlimme Woche zu ende, eine schlimme Woche wo ich auf so viel Rückhalt von meinen Freunden zählen konnte Wo ich so viel Liebe in meiner Familie verspürte wie noch nie. Unsere kleine Familie ist wieder komplett und wir wissen ein Mal mehr, dass uns so schnell nichts auseinander bringt.

Schlusswort:
Ich bitte euch, zu diesem Beitrag keine Kommentare über schnelleres Handeln, schlechte Auskunft der Tierärzte etc. zu verfassen, dieser Beitrag ist eine Herzenssache von meiner Seite und ich möchte euch zeigen, dass ihr nicht alleine seit. Das es wirklich JEDEN treffen kann. Meine wichtigsten Tipps:

Schliesse eine Versicherung ab, ich habe beide Hunde bei Wau Miau versichert, ein Aufenthalt in der Klinik kann ziemlich teuer werden!
Vertraue dir selbst, wenn du das Gefühl hast, es stimmt was nicht, handle!
Rüste dich so aus, dass du in einem Notfall schnell reagieren kannst, Hundedecke im Auto, Impfpass griffbereit, Notfallplatz für allfälligen zweit Hund
Bleib ruhig, dein Hund spürt dich.
Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende, wir werden es mehr geniessen als sonst!

 

 

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Gin

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