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Nierenerkrankung Teil I

Nierenerkrankung beim Hund – Teil 1
Welches sind fütterungsabhängige und fütterungsunabhängige Ursachen von Nierenleiden bei unseren Hunden? Welche Nierenerkrankungen gibt es und wie wirken sie sich aus? Wie erkennen Wir eine solche Erkrankung des Hundes und wie reagieren wir darauf?
Diese wichtigen Fragen möchte ich in diesem und nächstem Blog gerne beantworten, weil diese Art von Krankheit doch relativ verbreitet ist und grosse Probleme bereitet.
Eine fütterungsunabhängige Ursache für ein Nierenproblem kann die chronische Erkrankung anderer Organe sein. Treten zum Beispiel Herz-/Kreislaufproblem auf, kann dies durchaus zu einer schlechteren Durchblutung der Niere führen. Da die Niere mitunter dafür zuständig ist, Abfallstoffe aus dem Körper zu befördern, kann sich eine Erkrankung der Harnwege auch negativ auf die Niere auswirken. Hat ein Hund zum Beispiel einen Harnstein kann dies einen Rückstau in den Harnwegen geben, die bis zur Niere führen. Weiter gibt es natürlich die Wirkung der Toxine (Giftstoffe) auf die Niere. Dabei wird zwischen den im Körper produzierten und den von aussen zugeführten Toxinen unterschieden. Eigentlich ungiftige Substanzen können sich übermässig im Körper verbreiten, wenn andere Organe erkrankt sind. Tritt zum Beispiel viel mehr Calcium aufgrund einer hormonellen Störung auf, kann dieser Zusatzstoff plötzlich eine giftige Wirkung erlangen, weil die Nieren damit überlastet werden. Eine äussere Einwirkung hingegen können verabreichte Antibiotika oder Wurmkuren sein. Neben der positiven Wirkung auf den Organismus schädigen sie auch Nierenzellen, weshalb Tierärzte diese Medikamente sehr kontrolliert abgeben und die Menge für jedes Tier genau abschätzen.
Weitere fütterungsunabhängige Faktoren sind das Alter, die Rasse und die Umweltfaktoren. Ab einem fortgeschrittenen Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Nierenerkrankung zu. Leider kommt die Krankheit auch bei sehr jungen Hunden vor und kann deren Wachstum beeinträchtigen. Von der Rasse her neigen vor allem der Deutsche Schäferhund und der Dobermann zu solchen Erkrankungen. Im jungen Alter sind es eher Cockerspaniel, Terrier, Chow-Chow, Golden Retriever, Beagle, Rottweiler oder der Berner Sennenhund. Hält sich ein Hund oft in der Nähe von Chemikalien, wie Desinfektionsmittel oder Frostschutzmittel auf, kann auch dies zu Nierenproblemen führen.
Nun zu den fütterungsabhängigen Ursachen, die sehr umfangreich sind. Dies liegt daran, dass die Niere in direkter Verbindung mit dem Verdauungsprozess steht, da sie für die Abfallstoffe zuständig ist. Eine dieser Ursachen ist die Eiweissüberversorgung, sie ist die häufigste. Da Eiweisse eine grosse Masse an stickstoffhaltigen Abfallprodukten enthalten, kommt es nach einiger Zeit zur einer Überlastung der Niere und zu einer Vergiftung des Stoffwechsels. Dies liegt daran, dass die grosse Menge an Abfallstoffen aus den Eiweissen, welche harnpflichtig sind, nicht mehr ausgeschieden werden können. Der Eiweissbedarf hängt vom Alter und dem aktuellen Zustand des Hundes ab und sollte tierärztlich ermittelt werden. Eine Überdosis davon wird schnell erreicht, wenn der Hund zur täglichen Ration noch Quark, Fleisch oder Kauartikel kriegt ohne dass die Ration vermindert wird. Die Symptome einer Eiweissüberversorgung können Wachstumsstörungen bei Junghunden, schlechtes Haarkleid, Blähungen, Durchfall, Juckreiz, allergische Reaktionen an Haut, Magen/Darm und Ohren.
Eine weitere fütterungsabhängige Ursache ist ein zu hoher Rohaschegehalt. Rohasche ist der Sammelbegriff für die Mineralien, die im Hundefutter enthalten sind und sollte eigentlich immer auf der Verpackung angegeben sein. Ein Trockenfutter sollte nicht mehr als 5% enthalten und ein Dosenfutter nicht mehr als 1.2%. Die grosse Menge an Mineralien führt zu einer Überlastung der Niere und damit zu einer Funktionsstörung. Ein Symptom dieser Ursache kann zum Beispiel die Bildung von Zahnstein sein.
Eine weitere Ursache sind zu hohe Calciumgehalte. Diese wurden bereits weiter oben erwähnt, hierbei handelt es sich aber nicht um eine Funktionsstörung eines Organs, sondern um eine zu hohe Abgabe in der Nahrung. Die Folge ist aber die gleiche: Die auszuscheidende Menge von übrigem Calcium überfordert die Niere.
Im nächsten Blog geht es dann weiter mit den Nierenerkrankungen und was wir dagegen tun können!

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