Magenübersäuerung beim Hund

Mein Hund ist sauer

In letzter Zeit hatte ich öfter Beratungen für Hunde, die unter Magenübersäuerung, also Hyperazidität leiden. Die Symptome sind zunächst nicht ganz eindeutig, aber in etwa so: Der Hund würgt häufiger, erbricht sein Futter, schmatzt und leckt sich über die Lefzen und ist vor allem nachts unruhig und wandert umher. Manche Hund riechen aus sauer aus dem Maul und man sieht ihnen an, dass sie Magenschmerzen haben. Diese Symptome sind ernst zu nehmen, wenn sie nicht nur kurzfristig auftreten und von alleine wieder besser werden, denn aus der Übersäuerung kann leicht eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) entstehen. Falls die Übersäuerung, also die übermässige Produktion von Magensäure fütterungsbedingt ist, können sowohl ein zu hoher Kohlenhydratanteil als auch ein zu hoher Eiweissanteil Auslöser sein. 

Selber kochen ist am besten

Ich empfehle deswegen generell bei Hyperazidität für den Hund selber zu kochen bzw. hochwertiges Dosenfleisch für Hunde zu kaufen und mit Gemüse und Kohlenhydraten sowie Öl zu ergänzen. Der Vorteil dieser Ernährungsweise ist, dass man den Protein- und Kohlenhydratgehalt genau am Bedarf gut einstellen kann. Ausserdem sollten Hunde mit Hyperazidität hochverdauliches Futter mit viel Flüssigkeit erhalten und die Ration auf mehrere Mahlzeiten am Tag aufgeteilt erhalten. Das lässt sich mit selbst zubereiteten Rationen am besten bewerkstelligen. BARF ist in diesem Fall weniger geeignet, weil man keine Knochen füttern sollte und auch rohe Innereien zu schwer verdaulich sind. Die Ration sollte von einer Fachperson errechnet werden und unbedingt mit einem Vitamin-Mineralstoff-Präparat wie Vitamin Optimix BARF Plus ergänzt werden, da Fleisch, Kohlenhydrate und Gemüse alleine nicht alle Nährstoffe zur Verfügung stellen, die der Hund benötigt.

Mehr Kartoffeln oder mehr Fleisch

Da Hyperazidität sowohl durch Eiweiss- als auch durch Kohlenhydratüberschuss ausgelöst werden kann, kann man, falls der Erfolg der oben beschriebenen Diät ausbleibt, die Ration in die eine oder andere Richtung „verschieben“. Bei einem Hund, der vorher Trockenfutter bekam, das fast immer sehr kohlenhydratlastig ist, kann man die Kohlenhydrate reduzieren. Besteht eher der Verdacht aufgrund der bisherigen Ernährung des Hundes, dass zu viel Eiweiss der Auslöser ist, kann man vermehrt Kohlenhydrate in Form von sehr weich gekochten Kartoffeln, Reis oder Nudeln geben. Gemüse ist in jedem Fall gut, weil es auch für nötige Flüssigkeit in der Ration sucht. Fett sollte moderat gegeben werden.

Falls der behandelnde Tierarzt es für nötig hält, wird er dem Hund zusätzlich ein Medikament geben, das die überschüssige Magensäure puffert. Manchen Hunden helfen auch magenberuhigende Kräutermischungen wie die Baumrinden-Kräutermischung Magen und Darm.

 

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