Life-Balance – Wie ausgeglichen ist Dein Hund?

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In unserem Alltag spielt das Wort Life-Balance eine grosse Rolle. Uns Menschen ist es sehr wichtig ein ausgeglichenes Leben führen zu können, in dem Beruf, Familie und Hobbys gleichermassen vorhanden sind. Wir wollen sportliche Aktivitäten genauso in unserem Alltag haben wie friedliche Ruhezeiten und richten unser Leben so nach unserem Empfinden ein. Doch wie läuft das beim Hund? Auch Hunde brauchen diese Life-Balance! Nur können sie sich ihren Alltag nicht selber einrichten, weil wir das für sie tun. Deshalb sollten wir unbedingt einige Dinge berücksichtigen, wenn wir unseren Alltag mit dem Hund einplanen. Einige Anregungen und Tipps zum Thema Life-Balance für Hunde findest Du im heutigen Blog:

Life-Balance – was ist das und weshalb brauchen wir das?

Wie der Begriff schon andeutet ist Life-Balance ein ausgeglichenes Leben, bei dem sich alles in einem Gleichgewicht befindet. Dieses Gleichgewicht ist sowohl für Menschen als auch für Hunde sehr wichtig. Beim Hund zeichnet sich das dadurch aus, dass er ausgeglichen und aktiv ist, sich gut entspannen und erholen kann und einen guten Bezug zu seinen Menschen hat. Ein Hund im Gleichgewicht ist eigenständig, bereit mitzudenken und seine Sinne zu nutzen. Bereits kleine Veränderungen im Umfeld können einen Hund aus der Balance bringen. Der daraus entstehende Stress kann über längere Zeit zu Verhaltensstörungen führen. Auch bei Hunden gibt es Burn-outs, Depressionen und andere Erkrankungen. Aber nicht nur Stress und Überforderung können dem Hund schaden sondern auch das Gegenteil. Fehlende Herausforderung, zu wenig Beschäftigung und Bewegung führen genauso zu Problemen wie Stress. Die Life-Balance ist also ein Mittelmass, das bei jedem Hund an einem anderen Ort liegt. Zu Starke Abweichungen von diesem idealen Zustand führen zu einem gestörten Verhalten, was sich darin zeigen kann, dass der Hund auf Reizquellen unangemessen reagiert und oft überreagiert, übermässig bellt und zunehmend nervös oder ängstlich ist. Viele Hunde zeigen eine Hyperaktivität und kommen nicht mehr zur Ruhe, sind unkonzentriert und oft berührungsempfindlicher. Die Kehrseite davon zeigt sich in plötzlichem Ermüden, komaartigem Tiefschlaf und apathischen Reaktionen. Dazu kommen dann oft auch noch körperliche Probleme die sich durch Erbrechen, Durchfall, Essstörungen und ähnlichem bemerkbar machen. Um das alles zu vermeiden, sollte uns die Life-Balance unserer Hunde am Herzen liegen.

Wie kann ich meinem Hund Life-Balance ermöglichen?

Natürlich spielen zur Erfüllung der Life-Balance mehrere Sachen eine wichtige Rolle. Zum einen ist der Gesundheitszustand stark entscheidend für die Life-Balance eines Hundes aber auch Alter, Rasse, Haltung, Erfahrungen, der Charakter und vieles mehr haben einen grossen Einfluss. Aber eine Umgebung, die für einen Hund im Gleichgewicht ist, kann für einen anderen Hund den grossen Stress bedeuten. Es gibt also nicht DIE Life-Balance für jeden, sondern für jeden seine eigene. Diese Life-Balance muss also bei seinem Hund zuerst herausgefunden werden. Dazu müssen wir den Alltag unseres Hundes ganzheitlich betrachten. Was tut mein Hund und wie wirkt er dabei. Was stresst meinen Hund, was langweilt ihn, was bereitet meinem Hund besonderen Spass. All das müssen wir über unseren Hund wissen, um ihm ein Leben im Gleichgewicht zu ermöglichen. Ein wichtiger Punkt an der ganzen Sache ist auch: Hinterfrage Dich selbst! Beschäftige ich meinen Hund genug und richtig, stimmt die Ernährung, die Haltung etc. Niemand ist perfekt und es würde sich immer irgendwo noch etwas besser machen lassen, aber im grossen und ganzen sollte es für Dich und Deinen Hund stimmen. Zur Hilfe wollen wir hier eine kleine Auflistung machen, welche Punkte man alle durchchecken sollte um die Life-Balance seines Hundes zu verbessern.

Als erstes ist es von Vorteil einen geregelten Tagesablauf und einen gut organisierten Alltag zu haben. Viele Hunde mögen Rituale, die dem Geschehen einen klaren Ablauf geben und somit Stress vermeiden. Wenn Du etwas planst behalte immer den Hund im Hinterkopf und entscheide wo Dein Hund dabei sein soll und wo nicht. Der Hund braucht genügen Ruhezeit, die er zu einem Teil auch gut mal allein verbringen kann. Respekt, Fairness und Klarheit im Umgang mit dem Hund erleichtern nicht nur die Erziehung, sondern geben auch für beide Seiten ein positives Gefühl. Dazu gehören auch ein Freundlicher Umgang und das gegenseitige Vertrauen. Neben geistiger und körperlicher Beschäftigung, soll auch gerne mal ein reiner Schnüffel-Spaziergang drin liegen, wo Dein Hund einfach nur entspannen kann. Allgemein solltest Du Reizüberflutungen eher vermeiden und Deinen Hund nur an Anlässe mitnehmen, wo er sich auch wohlfühlt. Zudem sollte ein Hund den Kontakt zu Artgenossen pflegen können, und das nicht nur in minutenlangen Rennspielen auf dem Spaziergang sondern auch mal in einer ruhigen, gemütlichen Umgebung.

 

Wenn Du alle Bereiche des Hundelebens einmal durchdenkst und hinterfragst, wirst Du schnell herausfinden ob Dein Hund im Gleichgewicht ist, oder ob man da vielleicht noch das eine oder andere verbessern könnte. 

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