Lebenserwartung Des Hundes - Wie Alt Können Unsere Vierbeiner Werden?

Hunde sind unsere liebsten Freunde, doch leider leben sie deutlich kürzer als wir Menschen, weshalb wir uns nach einigen wunderschönen Jahren von unseren Vierbeinern trennen müssen. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden beträgt grob gesagt10 bis 16 Jahre. Leider gibt es immer wieder Hunde, die weit darunter liegen, aber es gibt auch Tiere, die älter werden als 16 Jahre. Diese grossen Unterschiede in der Lebenserwartung der verschiedenen Hunde sind zum einen rassebedingt, zum anderen gesundheitlicher Ursache. Wir Hundehalter können also das erreichbare Alter unseres Lieblings durch artgerechte und gesunde Haltung erhöhen, unabhängig davon was für eine Hunderasse wir besitzen. Was man tun kann, um seinem Hund ein möglichst langes Leben zu ermöglichen und welche neuen Erkenntnisse über den Alterungsprozess von Hunden bekannt sind, kannst Du in diesem Blog nachlesen.

Die verschiedenen Faktoren, welche die Lebenserwartung eines Hundes beeinflussen: 

Zu den angeborenen und genetischen Faktoren gehört zum Beispiel die Hunderasse. Für die verschiedenen Rassen gelten nicht die identischen Lebenserwartungen. Um hier nicht alle Rassen einzeln aufzuzählen, reden wir grundsätzlich von grossen und kleinen Hunden. Die grossen Hunde werden einige Jahre weniger alt, als die kleinen Hunderassen. So werden die grösseren Hunderassen oft nur 8-10 Jahre alt während die kleinsten unter den Hunden bis zu 16 Jahre durchhalten. Weiter hat eine Studie gezeigt, dass Mischlingshunde im Vergleich zu Rassehunden ähnlicher Grösse einige Jahre älter werden können. Je nach Rasse können bestimmte rassebedingte Erkrankungen das Hundeleben ebenfalls verkürzen. Weiter gilt grundsätzlich, dass Rüden und Hündinnen gleicher Rassen und gleicher Gesundheit auch das selbe Alter erreichen sollten. Dagegen haben kastrierte Hunde angeblich einen Vorteil, denn sie sollen durchschnittlich ein ganzes Jahr länger leben als ihre unkastrierten Kameraden.

Die ausgewogene Ernährung – Nicht nur beim Mensch ein wichtiges Thema:

Damit Hunde ein langes Leben führen können, ist natürlich wie beim Menschen auf die Ernährung zu achten. Übergewicht und Fütterungsfehler beim Junghund verkürzen die Lebensdauer des Tieres beträchtlich. Extreme Mangelerscheinungen, die lange nicht entdeckt wurden, können den Hund stark schwächen und dafür sorgen, dass er frühzeitig an einer Krankheit stirbt, weshalb auch die exakte Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen sehr wichtig ist. Es ist also sinnvoll, die Ernährung des Hundes bereits im jungen Alter von einer Ernährungsberaterin abklären und immer wieder kontrollieren und falls nötig neu auf die Bedürfnisse des Hundes an passen zu lassen. Bei Hundesenioren ist es besonders wichtig, dass das Futter nicht zu viel Fett und somit Energie enthält. Alte Hunde verbrauchen nämlich sehr viel weniger Energie wie Junge und werden deshalb schnell dick, wenn sie gleich viel fressen wie zuvor und immer noch sehr energiereiches Futter bekommen. Es ist auch besser, einem älteren Hund kleinere Portionen, dafür mehrmals und schön verteilt über den Tag zu füttern, damit sein Magen-Darm-Trakt nicht überfordert wird. Da Senioren oft nicht mehr so viel Appetit haben wie früher, lohnt es sich bei der Wahl des Futters auf besondere Schmackhaftigkeit und zur Schonung der Verdauung nur hoch verdauliches Futter aus zu wählen. 

 

Ausreichende, regelmässige Bewegung - Nur wer läuft, bleibt fit!

Hunde brauchen ihre tägliche Bewegung an der frischen Luft und das mehrmals am Tag. Je nach Rasse brauchen die Hunde mehr oder weniger Bewegung, aber für keinen Hund ist sie bedeutungslos! Die Bewegung draussen in der Natur weckt die Lebensgeister eines jeden Hundes und wirkt auch beim Menschen anregend auf den Kreislauf. Die Bewegung fördert den Erhalt der Muskeln und unterstützt die Gelenke. Indem die Gelenke gebraucht werden, bilden sich wichtige Knorpel und Gelenkflüssigkeiten, die den Knochen schützen. Falls an diesen Knackpunkten der Gelenke etwas kaputt geht, entsteht Arthrose und dieser kann durch ausreichend Bewegung am Besten vorgebeugt werden! Bei älteren Hunden ist darauf zu achten, dass die Zeit im Freien auf gemütliche Spaziergänge beschränkt wird, die nicht zu lange dauern und nicht in grosser Hitze stattfinden. Senioren dürfen auf keinen Fall überfordert werden und deshalb fallen Wanderungen oder zu lange und anstrengende Spaziergänge weg. Wichtig ist jedoch, dass die alten Hunde immer wieder Bewegung haben und deshalb sollte man nicht nur einmal am Tag eine Runde um den Block gehen, sondern mehrmals täglich eine gemütliche Runde spazieren. 

Weitere vorsorgende Massnahmen für ein langes Hundeleben:

Neben ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung gibt es noch einige weitere Dinge, mit der wir die Lebensdauer unseres Hundes verlängern können. Ganz wichtig ist bei einem älteren Hund die Hygiene, da sein Immunsystem nicht mehr so stark ist und der Körper somit auf Bakterien und Fremdkörper schneller reagiert als der Körper eines jungen Hundes. Besonders die Augen, Ohren und Zehenzwischenräume sollten immer wieder kontrolliert und gereinigt werden, da sich an diesen Orten gerne Krankheitserreger einnisten. Zur Reinigung eignet sich ein feuchtes Tuch gut, bei den Zehen muss danach aber unbedingt nachgetrocknet werden! Auch die Zähne sind bei älteren Hunden anfälliger und es bildet sich sehr gerne Zahnstein. Falls Du bemerkst, dass Dein Hund Mundgeruch hat, dann ist das sehr wahrscheinlich ein Zeichen von Zahnstein, der entfernt werden muss. Zur Vorsorge bieten sich spezielle Futtermittel an und die regelmässige Kontrolle der Zähne und des Zahnfleisches. Auch das Zähneputzen kann von Nutzen sein, dabei kommt es aber ganz auf die Kooperation Deines Hundes an. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist das Fell und die Haut des Hundes. Durch tägliches Bürsten und Massieren regt man die Durchblutung des Hundekörpers an und fördert so den Sauerstofftransport zu wichtigen Organen. Durch die zusätzliche Kontrolle des Hautbildes  erkennt man kleine Knoten, die sich als Tumore entpuppen können, genug früh, und der Tierarzt kann sofort handeln, bevor sich der Tumor ausbreitet. Zudem lassen sich die meisten Hunde sehr gerne bürsten und Du machst Deinem Liebling dabei einen Gefallen.

Was passiert alles mit unserem Hund, wenn er älter wird?

Bei einem Hund sieht der Alterungsprozess sehr ähnlich aus wie bei uns Menschen. Hunde treten mit dem sechsten bis achten Lebensjahr bereits in die Senioren Phase ein. Von da an beginnen die Alterungsprozesse, die je nach dem schneller oder langsamer verlaufen. Zuerst nimmt die Leistungsfähigkeit der Körperfunktionen und die Anpassungsfähigkeit des Hundes ab. Das Immunsystem und die Abwehrkräfte werden schwächer, was zur Folge hat, dass die Anfälligkeit auf Krankheiten und die Genesungsdauer steigen. Als Ursache von der abnehmenden Elastizität der Blutgefässwände und der zunehmend schlechter werdenden Fliesseigenschaft der roten und weissen Blutkörperchen kann es zu Durchblutungsstörungen kommen. Diese Durchblutungsstörungen haben zur Folge, dass der Sauerstofftransport zu den Organen teilweise verlangsamt wird und der Hund an Vitalität verliert. Die Knochen werden im zunehmenden Alter eines Tieres porös und Knochenbrüche nehmen zu. Die Gelenke können steifer werden und sogar Arthrose zeigen. Viele Hunde mit Arthrose oder Gelenkschmerzen zeigen Probleme beim Aufstehen, haben einen steifen Gang und sind im schlimmeren Fall sogar zeitweise oder immer lahm. In diesem Fall sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden, und dem Tier mit Tabletten oder einer Futterumstellung geholfen werden. Auch das Hundefell zeigt Anzeichen des Alters indem es ergraut und an Glanz verliert. Die Haut darunter nimmt stark an Elastizität ab, weshalb es zu Liegeschwielen kommen kann. Das sind Hautfalten bis hin zu bleibenden Verdickungen, die sich beim langen Liegen in die Haut einprägen. Zur Vorbeugung, sollte man dem Senior ein weiches, bequemes Hundebett anbieten und die gereizten Stellen mit einer etwas fetthaltigen Salbe geschmeidig halten und schützen. Ein weiteres Anzeichen des Alters können Einschränkungen im Hör- und Sehvermögen des Hundes darstellen, was von Hundebesitzern meist erst spät erkannt wird und auch nicht heilbar ist. Einige Hunde verlieren aufs Alter auch ihre Stubenreinheit, weshalb es Hundewindeln gibt, die diesem Hund dann ermöglichen trotz Inkontinenz im Haus bleiben zu können.

Ich hoffe, dass Du Deinem Liebling einen schönen Ruhestand gönnst und mit ihm diese Zeit noch ohne Krankheiten und Beschwerden geniessen kannst bis zum Schluss. 

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