Kostümierte Hunde an der Fasnacht - Welche Verkleidung darf es sein?

 

Seit einiger Zeit kursiert im Internet ein Video, das einen Hund im gruseligen Spinnenkostüm zeigt. Zahlreiche Menschen haben über diesen Film gelacht, in dem der verkleidete Hund mit seinem Herrchen Leute erschreckt, und haben den zusammengeschnittenen Kurzfilm ihren Freunden und Bekannten weitergeschickt. Der Streich, den der polnische Hundebesitzer gefilmt und ins Netz gestellt hat, trägt zur Unterhaltung und Belustigung der Internetuser bei.
Gerade jetzt zur Faschingszeit ist das Thema der Verkleidung natürlich wieder top aktuell und das nicht nur für Eltern mit ihren Kindern, sondern auch für die Vierbeiner, die für die Fastnacht in vielen Fällen ebenfalls verkleidet werden. Ein maskiertes Haustier ist immer wieder ein beliebtes Fotosujet und einige Bilder brachten auch mich sehr zum Lachen. Die Kostümierung eines Tieres wirft aber auch sofort viele Fragen auf und erntet von Seiten der Tierschützer und vieler Hundefreunde grosse Kritik. Ein kostümiertes Hündchen mag in den Augen der Menschen süss aussehen, doch gefällt das auch dem Tier? Aus den komischen Uniformen gucken meistens verwirrte oder sogar ängstliche Hundeaugen. Möchtest Du auf diesen Spass mit Deinem Hund nicht ganz verzichten aber auf keinen Fall, dass Dein Vierbeiner darunter leidet? Willst Du gerne wissen, wie viel Verkleidung für Dein Haustier noch tiergerecht und sogar sinnvoll ist? Dann helfen Dir die folgenden Tipps sicherlich weiter um die Garderobe Deines Hundes artgerecht auszuwählen.

Worauf du bei der Verkleidung deines Hundes achten musst:


An Kostümfesten verkleiden wir uns und wir kleiden unsere Kinder mit den lustigsten Accessoires ein, doch darf man das auch mit seinem Haustier bedenkenlos machen? Die meisten Hunde sind es sich nicht gewöhnt in einem Kostüm zu stecken und mit Spangen, Brillen oder Hüten geschmückt zu werden, weshalb viele Tiere in ihren Karnevaloutfits von einem bedrängenden Gefühl geplagt werden. Eine der wichtigsten Fragen, die man sich bei der Wahl eines Hundekostüms stellen muss, dreht sich um die Bewegungsfreiheit des Vierbeiners. Der Hund muss seinen alltäglichen Grundbedürfnissen auch mit Verkleidung problemlos nachgehen können. Die Möglichkeit sich frei zu bewegen ist vor allem dann wichtig, wenn das Kostüm länger als eine halbe Stunde, zum Beispiel für einen Faschingsumzug oder ein Karnevalsfest, getragen werden soll. Achte also immer darauf, dass Dein Liebling herumrennen kann, wenn er Energie loswerden muss oder sich hinlegen kann, wenn er sich ausruhen möchte. Wichtig ist auch, dass er pinkeln und Kot absetzen kann und dass die Faschingsutensilien ihn nicht beim Fressen und Schnuppern stören. Zur eventuellen Bewegungseinschränkung eines Hundeoutfits kommt nun noch die Verletzungsgefahr dazu. Hat das Kostüm spitze Verzierungen wie Nieten oder Hacken? Können die Accessoires leicht zerstört werden und eventuell splittern oder zerbrechen? Kann die Verkleidung rutschen und sich in Zäunen oder Hundebeinen verheddern und verfangen? Hat die Kostümierung Gummibänder oder Schleifen, die eventuell zu eng sind und einschneiden oder die Haut aufschürfen? Das Risiko einer Verletzung ist bei solchen Verkleidungen sehr hoch und ich bin mir sicher, dass niemand seinen Hund in Gefahr bringen will. Betrachte deshalb alles, was Du Deinem Hund anziehen möchtest vorher mit kritischen Augen und versuche mögliche Gefahren des Kostüms zu erkennen, bevor sich Dein Liebling daran verletzt. Zu diesen gesundheitlichen Aspekten kommt natürlich auch noch die Frage, ob das Verkleiden des eigenen Hundes ethisch korrekt ist oder schon unter Hundequälerei verstanden werden kann. Häufig wird der Hund zu sehr vermenschlicht oder gar als Spielzeug angesehen, den man verkleiden, frisieren und einfärben kann. Unsere treuen Begleiter sind aber Lebewesen und besitzen eine Würde,

die man auf keinen Fall missachten oder verletzen sollte. Bei der Frage um die Ethik der Tiermaskerade sollte sich jeder selber einige Gedanken machen und für sich entscheiden, was man für richtig hält und was nicht.

Die artgerechte und sinnvolle Hundegarderobe auf einen Blick:


Neben diesen vielen Kostümideen gibt es aber auf jeden Fall sehr sinnvolle Arten seinen Vierbeiner einzukleiden, zum Beispiel einen Mantel oder Pullover als Schutz vor Kälte und Regen. Gerade kurzhaarige Hunde frieren im Winter oder bei windigem, kalten Wetter schnell und es besteht die Gefahr, dass die Tiere auskühlen. Deshalb ist ein gut sitzender Hundemantel oder ein warmer Hundepullover die beste Lösung für den alltäglichen Spaziergang. Viele Hunde sind auch sehr empfindlich an den Pfoten, und leiden schnell unter einer Ballenentzündung oder ähnlichen Verletzungen. Wenn Du ein Tier mit Neigungen zu Pfotenerkrankungen besitzt, ist es sinnvoll dem Hund vor allem in der kälteren Jahreszeit, wenn die Böden vereist oder gesalzen sind, Socken oder speziell angefertigte Hundeschuhe anzuziehen. Diese Produkte sind alle so angefertigt, dass sie den Vierbeiner nicht beim Spaziergang behindern und sich das Tier frei bewegen kann. Wenn Du mit Deinem Hund viel im Dunkeln unterwegs bist, ist zu Eurer Sicherheit auch das Tragen von Leuchtartikeln sinnvoll. Und zum Schluss gibt es für unsere älteren Tiere, die nicht mehr stubenrein sind oder für läufige Hündinnen Hundewindeln und Schutzhöschen, damit Deine Wohnung sauber bleibt und der Hund im hygienischen Umfeld Deiner Wohnung bleiben kann.


Wenn man sich nun den Risiken und Gefahren der vielen Hundekostüme bewusst ist und diese pflichtbewusst beachtet, schafft man es sicher auch einmal den Hund für ein lustiges Foto mit einem kleinen Accessoire zu schmücken. Und damit die Hundegarderobe nicht ganz leer bleibt, bietet Dir Myluckydog zahlreiche sinnvolle Kleidungsstücke, die Deinen Hund vor Kälte, Nässe und vielem mehr schützen und ihm den grösstmöglichen Komfort bieten.


 

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