Kniegelenksarthrose Teil eins und zwei

Wer kennt diese ekligen Schmerzen nicht? Nicht nur wir Menschen kennen dieses Gefühl, wenn wir dem beissenden Leid wieder ins Auge blicken. Nein, auch unsere geliebten Vierbeiner empfinden den gleichen Schmerz. Bei unseren Hunden kommt dies sehr oft vor und kann ihn in jeder Lebenslage beeinträchtigen. Die Symptome zeichnen sich durch eine gestörte Gelenkbeweglichkeit, Schmerzen, Muskelatrophie und Lahmheit aus. Ausserdem merken wir schnell, dass unser treuer Begleiter es schwer hat die Treppen zu erklimmen oder aus bzw. in unser grosses Auto zu springen. Wenn das Tier solche schlimmen Leiden hat, ist es selbstverständlich, dass sie kaum noch Lust haben, sich zu bewegen oder einfach noch extrem Spass am Leben zu haben. Ausserdem wird die Gelenkfunktion gestört und daraus erfolgt wiederum eine schlimme Muskelverspannung und weitere Belastungen der Gelenke.
Bei Hunden, aber auch bei Menschen, führt ein starkes Übergewicht schneller zur Arthrose, als bei denjenigen, die normal gewichtig sind. Es ist bekannt, dass übergewichtige Tiere deutlich häufiger unter Arthrose leiden und dass ein Verlust an Körpergewicht zu Schmerzfreiheit in einem oder mehreren Gelenken führt.
Bevor der Hund in physiotherapeutische Behandlung übernommen wird, muss immer eine sorgfältige klinische Diagnose gestellt werden, um Grunderkrankungen wie z.B. Verletzungen des Kreuzbandes auszuschliessen. Wenn dies nicht der Fall ist, steht im Mittelpunkt der konservativen Therapie die schmerz-und entzündungshemmende medikamentelle Therapie in Kombination mit der Reduktion von Übergewicht, Verbesserung der Gelenkfunktion und der Muskelaufbau mittels der Methoden der Physiotherapie.

Was kann ich gegen diese Krankheit machen und meinem Schatz helfen?

Bevor ich euch die einzelnen Methoden vorstelle, sollte man bei jeden Welpen und natürlich auch bei älteren Hunden besonders auf die Ernährung achten. Mit dem richtigen Hundefutter lassen sich viele gravierende Krankheitsbilder vermeiden. Wendet euch so früh es geht an Tierärzte, die viel Ahnung von der richtigen Ernährung haben. So könnt ihr eurem Vierbeinern viel Leid ersparen.
Am besten geht man gegen Arthrose mit der Kälte-Therapie vor. Die sogenannten handelsüblichen Coolpacks helfen bei der Schmerzreduktion und Reduktion von Schwellungen. Ausserdem wird es in der Bewegungstherapie eingesetzt, da es sehr gut ist und schneller anschlägt. Die Kälte hat den positiven Effekt, dass sie den Zellstoffwechsel senkt, die Gefässe verengt und die Nervenleitgeschwindigkeit herabsetzt.
Aber natürlich werden nicht nur die Coolpacks verwendet, obwohl sie eine hervorragende Aufgabe erfüllen, sondern auch die Hotpacks. Die Wärme verengt nicht wie die Kälte die Gefässe, sondern fördert vermehrt die Durchblutung. Aber nicht nur dies, sondern es hilft auch bei der Verminderung von Muskelverspannungen und zur erhöhten Dehnbarkeit bindegewebiger Strukturen.
Aber wie werden die Hotpacks eingesetzt und wo bringen sie etwas? Beim Verlauf von Arthrosen helfen sie bei auftretenden Verspannungen der Muskulatur und bei der Schmerzreduktion. Auch bei der Entspannung des Patienten wirken sie perfekt und helfen somit unseren kranken Tieren.
Leider ist diese Methode nur sehr oberflächlich und erwärmt nur die obere Hälfte des Gewebes. Wer sich für eine tiefenwirksame Methode zurückgreifen möchte, sollte auf die therapeutische Ultraschall Therapie setzen.
Man unterscheidet zwischen zwei Arten des Ultraschalls. Herbei werden 2 Modalitäten unterschieden, nämlich der kontinuierliche und der gepulste Ultraschall. Wenn man den kontinuierlichen Ultraschall verwendet, werden die Zellen tief im Inneren Gewebe erwärmt. Im sogenannten gepulsten Modus überwiegen nicht-thermale Effekte und er wird primär wegen seiner regeneratonsfördernden Wirkungen eingesetzt.
Die letzte Methode nennt man die Schmerztherapie, bei der der akute Schmerz durch die Elektrotherapie herabgesetzt wird. Es werden die Nerven stimuliert und somit gereizt. Der Körper produziert schmerzhemmende Stoffe und fördert die Durchblutung des Gewebes und entspannt die Muskulatur.
Ist es nicht gut zu erfahren, dass wir trotz dieser schmerzhaften und üblen Krankheit unseren Gefährten helfen können?
Was ist die Bewegungstherapie und wie wird sie angewendet?

Man kennt in der Bewegungstherapie die passive und aktive Anwendung. Die passive wird so eingesetzt, dass die Erhaltung der Gelenkbeweglichkeit beibehalten wird. Man fängt mit einfachen Stretching-Übungen an und steigert es so, dass die Flexibilität von Muskulatur, Sehnen und Bändern gefördert wird.
Die aktive Bewegungstherapie wird eingesetzt, wenn wir die Muskulatur kräftigen wollen. Was auch noch sehr effektiv ist (und welche ich besonders gut finde) ist die Unterwassertherapie. Es befindet sich ein Laufband im Wasserbecken. Durch den starken Widerstand des Wassers werden die Muskeln zusätzlich gefördert und ausserdem bekommt unser Begleiter bessere Ausdauer und so kann unser Training immer schön weiter geführt werden.
Noch mein kleiner persönlicher Tipp für euch alle. Diese Krankheit ist absolut nicht zu unterschätzen. Wenn ihr merkt, dass euer Hund immer unbeweglicher wird und sich kaum noch richtig freuen kann, wenn ihr eine schöne grosse Runde geht, solltet ihr sofort reagieren. Abwarten und schauen was passiert ist absolut nicht die richtige Lösung. Geht schnell zu euren Tierarzt und fangt rasch mit der Therapie an.

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