Klickern leicht gemacht, wie es funktioniert:

Xenia-mit-Liv-Herbst-Spaziergang

Heute möchte ich euch ein Thema ans Herz legen, was mir selber mit Liv extrem viel gebracht hat. Das sogenannte Klickern. Der Trend, seinen Hund ausschliesslich positiv zu bestätigen und praktisch keine Bestrafung in die Hundeerziehung einfliessen zu lassen, wird immer grösser. Doch wie kann ich es schaffen, dass mein Hund das Verhalten zeigt, welches ich gerne von ihm hätte?

Mit dem Klickertraining ermöglichen wir in unserem Ausbildungsalltag eine weitere, spannende Trainingsform.
Wichtig: Klickern ist eine konditionierte und präzise Verstärkung und kann das Training sehr effektiv positiv beeinflussen. Egal ob im Sportbereich, der Ausbildung von Rettungshunden oder als Familienhund, mit dem Klicker kannst Du jeden Hund in jedem Trainingsstadium positiv unterstützen.

Was Du übers Klickern wissen musst:

o Den Klicker betätigst Du, in dem das Du kurz auf den Knopf oder die Drückfläche druckst. Hierbei entsteht ein Klick-Klack Geräusch.

o Du musst immer genau während dem Verhalten klicken. Weder vorher noch nachher. Das wichtigste beim klicken ist das Timing. Stell dir immer vor, Du würdest mit dem Fotoapparat eine Momentaufnahme machen. Sobald also ein gewünschtes Verhalten gezeigt wird, hältst Du dies mit deinem Klick Fotoapparat fest.

o Nach jedem und zwar wirklich nach jedem Klick folgt ein Leckerli!

o Wenn der Hund etwas speziell gut gemacht hat, kommen nicht mehr Klicks, sondern mehr Leckerli.

o Hunde lernen durch Pausen. Übe also jeweils drei mal fünf Minuten und mache danach eine größere Pause. Dazwischen kannst Du deinen Hund auflösen und ihn kurz den Kopf lüften lassen.

o Nicht gewünschtes Verhalten lässt sich zwar nicht weg klickern, Du kannst aber mit deinem Hund Gegenteile erlernen.
Beispiel:
Wenn besuch kommt, klickere ich Liv fürs ruhige Warten, sobald sie aufsteht bekommt sie keinen Klick. So trainiere ich nichts ab, dafür etwas Neues dazu was dazu führt, dass nicht gewünschtes Verhalten verschwindet.

o Äusserst spannend finde ich das freie Klickern. Hierbei gibst Du deinem Hund den Auftrag, mit einem Gegenstand selbst was zu machen.
Beispiel:
Du nimmst eine Wäschezeine und stellst diese in die Mitte von deinem Wohnzimmer. Nun startest Du das Training mit einem Kommando wie „ mach etwas“. Danach klickst Du jede Berührung oder Aktion welche dein Hund mit der Wäschezeine macht. Nach einigen solchen Übungen kannst Du dir auch Ziele setzten. Mit der Wäschezeine wäre das, dass der Hund mit beiden Vorderbeinen in der Zeine drin steht. Anfangs klickst Du das Berühren einige mal, danach nur noch das Berühren mit der Pfote, danach das Pfote anheben etc. Dein Hund wird schnell kreative Ideen bringen.

o Du musst lernen, dass nicht nur perfektes Verhalten geklickert wird, kleinste Andeutungen für das gewünschte Ziel sind am Anfang schon ein Erfolg!

o Während dem Klickertraining solltest Du möglichst wenig Kommandos benutzen. Es sollte eine ruhige, sehr konzentrierte Arbeit sein.

o Wenn Du mehrere Hunde hast, trainiere diese nacheinander, nicht zusammen.

o Beim Klickern sollte deine Stimmung immer positiv sein. Bist Du verärgert oder nicht gut gestimmt, lasse das Training besser aus. Dein Hund muss darauf vertrauen, dass klickern immer positiv ist.

o Für Klickertraining nimmst Du immer absolut qualitativ hochwertige Hundeleckerli. Mit trockenen, langweiligen Belohnungswürfel wird dein Hund keine Leistung bringen.

Und los geht’s:

Leckerli bereit, einige Probeklicks für dich alleine gemacht? Dann geht’s los.
Wir starten mit einer sehr einfachen Übung.
Du stehst oder sitzt neben deinen Hund, klickst und gibst sofort ein Hundeleckerli. So lernt der Hund die Verbindung zwischen Hundeleckerli und dem Klick. Nach ca. 20 Wiederholungen ist dein Hund bereit.
Nun stellst Du dich vor deinen Hund, das Ziel ist, dass der Hund dich anschaut. Tut er das: Klick und Leckerli. Dies wiederholst Du ebenfalls fünf bis zehn Mal.
So hast Du deinen Hund an den Klicker gewöhnt.

Nun kannst Du mit verschiedenen Übungen erlernen, dass klicken = Hundeleckerli bzw. gute Arbeit bedeutet.

Übungen:

Lerne deinem Hund das „Touch“.
Mit Touch kannst Du nachher viele Übungen leichter ausführen, da dein Hund versteht, dass er etwas berühren muss.
Du streckst deinem Hund die Hand hin, wenn er die Hand berührt kommentierst Du dies mit „Touch“ und klickst. Danach folgt das Hundeleckerli. Du kannst die Hand mal höher, mal tiefer halten, wichtig ist, dass Du deinem Hund immer Zeit gibst, zu studieren. Auch wenn dein Hund dich verloren anschaut und zu betteln beginnt, schaue stur deine Hand an und warte, bis er selbst darauf kommt.

Zu Beginn fordern diese Übungen ein wenig Geduld, mit der Zeit wird der Hund aber sofort aufmerksam, wenn er weiß, das es mit dem Klickern los geht!

Wenn das Handtouch funktioniert, kannst Du weiter machen mit einem Gegenstand, hierzu eignet sich eine Fliegenklapse oder ein langer Kochlöffel, also etwas, was Du weiter von dir weghalten kannst und vorne einen „Berührungspunkt“ hat.

Für Liv und mich ist das Klickern eine Bereicherung, an Regentagen beschäftige ich sie Zuhause mit dem Klicker, sie lernt, schneller zu überlegen und kann sich ihr Abendessen verdienen. Im Sport benötige ich den Klicker vor allem in der Begleithundesparte. Durch die vorhandenen Distanzen beim Freiablegen zum Beispiel, kann ich Liv bestätigen, ohne dass ich sofort zu ihr muss. Das Klick, bedeutet immer, es folgt dann irgendwann ein Hundeleckerli. So ermöglicht uns der Klicker, perfekte Arbeit und Bestätigung auf Distanz.

Falls Du interessiert bist, das mal auszuprobieren, bestelle dir jetzt einen Klicker!

 

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