Kann mein Hund Tetanus bekommen und was passiert wenn er infiziert ist?

Tetanus kennen die meisten Menschen von sich selbst, denn die meisten werden bereits als Kind dagegen geimpft. Auch bekannt ist diese Krankheit unter dem Begriff Starrkrampf, da es sich dabei um eine Krankheit handelt, welche vor allem die muskelsteuernden Nervenzellen befällt. Diese Infektionskrankheit wird durch ein Bakterium ausgelöst, dessen Sporen fast überall vorkommen und auch bei extremen Bedingungen noch überdauern können. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in kleine Wunden in der Haut. Dort kann sich das Bakterium vermehren und giftige Stoffe abgeben, welche für den Menschen auch tödliche Folgen haben können. Eines der Gifte schädigt beispielsweise die Nervenzellen, welche für das Steuern der Muskeln zuständig sind. Dadurch werden Muskelkrämpfe verursacht, weshalb die Krankheit den zweiten Namen Starrkrampf trägt. Ein anderes Gift, das von diesem Bakterium produziert wird ist herzschädigend und kann dadurch extrem schnell zum Tod führen.

Tetanus beim Hund:

Tetanus beim Hund ist viel seltener als beim Menschen, weshalb auch normalerweise keine vorbeugende Impfung gemacht wird. Falls die Krankheit aber einen Hund betreffen sollte, ist schnelles Handeln angesagt. Besonders dann wenn ein Hund sich verletzt hat und Wunden in der Haut hat, ist es wichtig die nächsten Wochen nach den Symptomen von Tetanus Ausschau zu halten und sofort zu handeln falls sich diese Symptome zeigen. Besonders gefährdet sind Hunde, deren Wunden mit Erde, Stallmist oder anderem Schmutz in Berührung kommt. Denn genau da hält sich das Bakterium, das für Starrkrampf verantwortlich ist am liebsten auf. Die ersten Symptome sind normalerweise ca. neun Tage nach der Infektion sichtbar.

Symptome von Tetanus beim Hund:

Die Symptome von Starrkrampf sind ähnlich wie die Symptome bei einer Vergiftung und äussern sich etwas unterschiedlich, je nach dem wie schwerwiegend die Erkrankung ist. Infizierte Tiere sind meistens sehr geräuschempfindlich und schreckhaft, ausserdem wirken sie schwach und unkoordiniert. Es kann sein, dass Teile des Körpers steif werden in der Muskulatur, davon ist meistens die Hinterhand betroffen. Auch der Gang kann sich verändern und unsicherer werden. Im Stand nehmen infizierte Hunde meisten eine verkrampfte Haltung ein und wirken unsicher und unruhig. Es kann auch zu Zuckungen der Muskulatur kommen, vor allem im Gesicht ist in schweren Fällen die Muskulatur verkrampft und neigt zu Zuckungen. Es kann auch zu einer recht auffälligen Faltenbildung auf der Stirn kommen. Weitere Symptome sind sehr häufiges Verschlucken und Hervorwürgen des Futters. Diese Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme führen zu einer akuten Erstickungsgefahr. Auch die Atemwege sind betroffen und es können starke Atembeschwerden und Krämpfe auftreten. Sobald die Atemmuskulatur direkt betroffen ist, kann es auch zu einem Atemstillstand kommen.

Man erkennt, dass viele dieser Symptome schnell zum Tod führen können, weshalb es sehr wichtig ist beim Verdacht auf Tetanus sofort einen Tierarzt auf zu suchen.

Vorbeugung und Behandlung von Tetanus beim Hund:

Zur Vorbeugung einer Infektion mit Tetanus gehört sicher einmal das korrekte Säubern und Desinfizieren der Wunden, die sich ein Hund einfängt. Bestenfalls wird der Hund täglich beim Kuscheln und Streicheln auch gleich auf kleine Wunden untersucht, welche dann sofort ausgewaschen und desinfiziert werden können. So bleibt das Risiko einer Infektion recht gering.

Auch vorbeugend kann man seinen Hund natürlich gegen Tetanus impfen lassen. Eine Tetanusimpfung ist aufgrund der möglichen Nebenwirkungen allerdings nur bedingt zu empfehlen.

Bei Hunden, die oft in unsicherem Gelände mit erhöhter Verletzungsgefahr unterwegs sind, kann eine Impfung aber auch durchaus sinnvoll sein. Über Sinn und Unsinn einer solchen Impfung sollte man sich am Besten mit seinem Tierarzt unterhalten und dann abwägen was zu tun ist.

Wenn Dein Hund an Tetanus erkrankt ist oder Du die oben genannten Symptome erkennst, solltest Du sofort einen Tierarzt aufsuchen. Tetanus ist behandelbar und muss nicht zwingen zum Tod des Tieres führen wenn man es genug früh entdeckt und behandeln kann. Die Behandlung besteht aus einer sehr intensiven oft mehrere Wochen dauernden Medikamentengabe, meist mit Antibiotika. Je nach Verlauf der Krankheit und Schwere des Befalls stehen die Heilungschancen für den Hund mehr oder weniger gut, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. In schwereren Fällen werden beispielsweise auch Seren zur Beruhigung der Muskeln eingesetzt. Das wichtigste bei der Behandlung, ist dass das Tier Ruhe hat um sich zu Erholen. Dann kann es gut sein, dass die Krankheit in einigen Wochen komplett besiegt ist und der Hund ohne bleibende Schäden weiterlebt.

 

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(1) Kommentare

  • Wichtiger Beitrag

    Als Kinder wurden wir gewarnt beim Barfusslaufen nicht in rostige Nägel zu treten. auch ein Bakterienherd für den Starrkrampf. Dass Hunde auch an Tetanus erkranken war anzunehmen, bis dato als Gefahr aber zu wenig publiziert. Zum Glück findet man in der heutigen Zeit selten am Boden liegende Nägel, war aber in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts sehr aktuell.

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