Ja, ich bin ein Hündeler! Über Klischees und Macken von Hundehalter

Über die Festtage ist mir etwas Lustiges passiert. Wir verabredeten uns mit Freunden bei meiner Kollegin. Als ich ins Auto stieg, viel mir auf, dass ich meine Stöggelischuhe im Haus  vergessen habe. Schnell tippte ich meiner Freundin eine Nachricht, ob ich nicht noch ein paar chice Schuhe bei ihr hätte. Die Antwort kam abrupt: Nein, aber ein par Treckingschuhe wären sonst hier. Irgendwie brachte mich das zum Lachen! Ist es tatsächlich so, dass ich meine Hundeschuhe bereits bei Freunden deponiere? Sieht ganz danach aus! Nach dieser Story habe ich mich mal rumgehört und die Klischees und Macken von uns Hundehalter zusammengetragen. Eine selbst ironische, lustige und doch etwas verrücke Auflistung unserer Angewohnheiten.

 

1. Ausgerüstet
Falls wir irgendwann mal in einen Schneesturm kommen würden oder ein Autounfall mich mehrere Stunden aufhält, ich wäre ausgerüstet. Aber nicht für mich, sondern für meinen Hund. Neben den Standartartikel wie Leinen (die  Betonung liegt in der Mehrzahl, da eine Leine für ein Hund nicht reicht) führe ich unteranderem immer Hundewasser mi. Dazu kommen zwei Mahlzeiten Trockenfutter und eine Hundeapotheke. Und ja, das passt ALLES in meinen VW Golf, es müssen ja auch nicht vier Personen mitfahren, Hund und ich und fertig.

 

2. Knister Knister im Jackensack
Praktischerweise habe ich sogar in meinem  teuren Mantel immer mindestens ein Robidog Sack dabei. Das sorgte in der Disco schon für manches Schmunzeln. Nicht nur in der Freizeit verfolgen mich Robidog Säckchen. Gerade letzten Monat stand ich im Büro am Drucker als mein Chef an mir vorbei lief und mich fragte, was denn da aus meiner hinteren Hosentasche  schaute. Tataaa  ein Robidog Sack.

 

3. Heiteres Rassenraten
Ein Klassiker auf Wanderungen! Das Rassenlexikon. Wenn wir mit Freunden unterwegs sind, ertappe ich mich des Öfteren, wie ich jemanden etwas über die vorbei spazierende Hunderasse erzähle, Herkunft, Fellfarben, Eigenschaften, interessiert ja sicherlich jeden! In diesem Atemzug kann ich mich natürlich auch gleich noch über die unkonventionellen Erziehungsmethoden der Anderen auslassen, eigentlich weiss ich es ja sowieso am Besten. ;-)

 

4. Das doppelte Lottchen
Nein, ein Hund reicht nicht. Das ist nun mal so. Viele Hundehalter geraten in ein gewisses Suchtverhalten und schaffen sich nach einigen Jahren ein neues Rudelmitglied an. Bei mir im Umkreis gibt es praktisch keine Einzelhundehalter mehr, ich gehöre dann auch irgendwann nicht mehr dazu.

 

5. Rund um den Hund
Schwierig wird es, wenn ich plötzlich meine Verhaltens Erkenntnisse auf meine Mitmenschen abwälze. So probiere ich des Öfteren meine Mitarbeiter durch positive Bestätigung in ein gewolltes Verhalten zu leiten oder bestrafe meinen Freund mit Ignoranz (und ja manchmal sogar mit Futterentzug!).

 

6. Der schläft nicht im Bett
Also, meistens nicht. Nur wenn’s kalt ist, regnet, ein Sturm aufzieht, Feuerwerk abgelassen wird, ich krank bin, mich einsam fühle oder mein Hund sich einsam fühlt, Waui gerade so lieb kuckt oder wir einfach mal ein wenig Zeit für uns brauchen. Also, immer dann, wenn Hund also will.

 

7. Grundsätzlich gebe ich gar nicht so viel Geld für meinen Hund aus
Wenn ich Zahltag habe bestelle ich im selben Augenblick nur neue Hundeleckerlis, das trendigste Spielzeug und ach da hat es ja noch eine Leine im Sale die noch in mein Auto passen würde. Aber theoretisch kaufe ich nur Hundefutter und bezahle die Tierarztrechnungen.

 

8. Mich gibt es auch ohne Hund
Im Notfall, wenn wirklich irgendwo ein grosses Hundeverbot angebracht ist, dann ja. Obwohl, dann könnte ich mir auch überlegen, Zuhause zu bleiben oder in der Zwischenzeit mit meinem Hund eine Runde laufen gehen und wir treffen uns dann wieder?

 

9. Besuche bei anderen Hundehalter
Eigentlich besuche ich nicht dich, sondern deinen Hund. Schliesslich wird auch zuerst der Hund begrüsst, nach einem Ausgiebigen Kraulen und der Nachfrage, wie es Bello denn ginge, kommt der Hundebesitzer an die Reihe. Meistens wird dann die Frage, wie es Bello geht wiederholt und so der Grundstein für eine freudige Hundeunterhaltung gelegt.

 

10. Hundekleider
Zu Beginn meiner Hundehalterkarriere habe ich im Kleiderschrank ein Tablar frei geräumt. Für Hundekleider, alte Hosen also, warme Pullis und die wasserfeste Jacke. Dasselbe gilt fürs Schuhregal. Gummistiefel und Laufschuhe. Gut, Heute besteht mein Kleiderschrank aus 80% Hundekleider, konkret aus ungefähr 8 verschiedenen Jacken, 2 Gilets, um die 10 paar Hosen und diverse, sehr wichtige und nur fürs „Hündele“ geeignete T-Shirts. Vom Schuhgestell möchte ich eigentlich gar nicht anfangen. Ich bin froh, wenn ich fürs Büro ein par Jeans ohne Grasfleck finde und dazu keine Salomon Trekking Schuhe mit Goretex anziehe.

 

Habt ihr euch in einigen Klischees ertappt? Ich muss ehrlich gestehen, ich bin das alles, ich bin durch und durch Hündeler und wenn ich das so lese, frage ich mich ob meine Familie und meine Freunde mich schon für verrückt halten? Egal, ich denke, ich bestelle Liv noch einen neuen Kong auf diesen Schock! J  Auf uns Hündeler also!

 

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(1) Kommentare

  • Ja ich bin ein hündeler

    Erkenne mich in diesem Beschrieb zu 100% wieder

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