Inhaltsstoff: Protein

Huhn-Poulet-Fleisch-Filet

Protein – je mehr desto besser?

Bei Diskussionen um den Proteingehalt im Hundefutter gehen die Wogen schnell einmal hoch. Die einen finden, zu viel sei ungesund und die anderen sind überzeugt, je mehr, desto besser. Wie immer liegt die Wahrheit in der Mitte. Grundsätzlich schadet ein Zuviel an Proteinen einem gesunden Hund nicht. Es kommt jedoch auf die Quellen an und die sind vor allem beim Trockenfertigfutter oft nicht so ganz klar zu eruieren. Ausserdem bedeutet ein hoher Proteingehalt nicht zwangsläufig, dass das Futter besonders viel Fleisch oder andere tierische Quellen enthält. Auch Getreide, Pseudo-Getreide und zum Beispiel Kartoffeln enthalten Proteine.

 

Tierische Proteine sind besser verwertbar

Manche Firmen, allerdings erst sehr wenige,  deklarieren deshalb zumindest auf der Homepage oder in Produktflyern den Anteil tierischer Proteine am Gesamtproteingehalt. Das ist deswegen interessant, weil grundsätzlich tierische Proteine für den Hund besser verwertbar sind als pflanzliche. Trotzdem wird dem Ganzen oft ein zu grosser Stellenwert beigemessen. Bei Trockenfutter kommt es auf die Gesamtkomposition an, ob das Futter bekömmlich ist für den Hund. Ein Proteingehalt von ca. 24 bis 27% im Trocken-Fertigfutter ist normalerweise bedarfsdeckend für einen gesunden Hund, genauer muss man es eigentlich nicht wissen, wenn keine Probleme vorliegen. Interessant wird der Proteingehalt, wenn ein Hund Nierenprobleme hat. Dann sollte er tiefer sein – wie viel tiefer sollte man exakt berechnen lassen.

 

Hydrolisierte Proteine für Allergiker

Welche Proteine genau im Futter enthalten sind, wird auch bei einer Futtermittelallergie interessant, denn die Überreaktion des Immunsystems erfolgt auf ein oder mehrere Proteine. Die Allergiefutter vom Tierarzt enthalten deshalb meist hydrolisierte Proteine. Sie sind so klein zerlegt, dass das Immunsystem nicht reagiert, weil es die Teilchen gar nicht als Protein identifizieren kann.

 

Bekommt der Hund Fleisch roh oder gekocht, darf es ruhig ein bisschen mehr sein. Niemand wird beim Selberkochen für einen gesunden Hund ernsthaft versuchen, den Proteinbedarf exakt einzuhalten. Wird klassisch gebarft, also Fleisch, fleischige Knochen und Gemüse und Früchte gefüttert, muss man sich über den Proteingehalt keine Gedanken machen, sofern sie nicht ausschliesslich aus Innereien stammen. Beim Selberkochen mit Kohlenhydraten genügt es, wenn man ca. 2/3 der Ration tierische Produkte füttert und 1/3 pflanzliche und dann geht das auch auf.

 

Anja Marti-Jilg, Futterratgeber.ch

Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Zum Artikel