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Igitt – mein Hund hat Käsefüsse

Vor einiger Zeit bin ich auf der Coach gelegen mit meinem Hund und er hat mir sein süsses Pfötchen ins Gesicht gestreckt. Süss, oder? Bis ich eingeatmet habe. Da kam der Schock: Mein Hund hat Käsefüsse. Aber, ist das überhaupt möglich? Und kann ich vielleicht dagegen wirken?

 

Wir Menschen sind mit 2 bis 3 Millionen Schweissdrüsen ausgestattet. Diese verlaufen sich über unseren ganzen Körper. Hunde hingegen besitzen nur ein paar wenige Schweissdrüsen an Ihren Pfotenballen und am Nasenspiegel. Dank unserer vielen Schweissdrüsen sind wir in der Lage hohe Temperaturen durch die Wärmeabgabe beim Schwitzen zu regulieren. Beim Hund wird die übermässige Wärme bekannterweise über das typische Hecheln abgegeben. Es wird durch schnelles Atmen über die Nase und das Ausatmen über den geöffneten Mund mit heraushängender Zunge reguliert. Die Atemfrequenz kann bis zu 400 Atemzüge pro Minute erreichen. Sollte das Hecheln dem Vierbeiner nicht ausreichen, suchen sie in aller Regel Orte mit kühlen Oberflächen, versuchen zu baden oder befeuchten ihr Fell durch das Ablecken.

 

Richtig Schwitzen wie wir Menschen können unsere Vierbeiner nur an den Pfotenballen.

Diese Schweissdrüsen spielen bei der Abkühlung natürlich nur eine untergeordnete Rolle, dennoch kann es reichen, dass der Hund gewaltige Käsefüsse hat. Nicht jeder Hund hat Stinkefüsschen, aber wenn, dann kann es schon äusserst störend werden.

Wie entsteht der Geruch?

Die Schweissdrüsen des Hundes sind in den Zwischenzehräumen. Diese Schweissdrüsen sondern ein Sekret ab, welches man gut mit dem menschlichen Achselschweiss vergleichen kann. Wenn das oben genannte Sektret von Mikroorganismen zersetzt wird, entstehen kurze, verzweigte Fettsäuremoleküle, die diesem doch teilweise sehr extremen Pfotengeruch verursachen kann. Wie bei uns können Faktoren wie Nahrung und individuelle Bestandteile den Geruch beeinflussen. So riecht jeder Vierbeiner unterschiedlich und vorallem unterschiedlich intensiv.

 

Die Hunde selber leiden absolut nicht unter dem Geruch – für Hundemama oder Hundepapa können die tierischen Käsefüsse allerdings sehr unangenehm sein.

 

Wie kann ich die Käsefüsschen vorbeugen?

Prinzipiell gilt: Den Auslöser für die Käsefüsse sprich das Schwitzen vermeiden bzw. zumindest reduzieren versuchen.

Das bedeutet:

-       Stelle deinem Hund immer reichlich frisches Wasser zum Trinken zur Verfügung

-       Die Hauptspaziergänge bei warmen Temperaturen in den frühen Morgen – und Abendstunden machen

-       Das Fressen sollte ebenfalls nicht in der Mittagshitze gegeben werden

-       Längere Aufenthalte in der prallen Sonne und das Gehen auf heissem Asphalt sollte vermieden werden

-       Sorge dafür, dass dein Hund ein schattiges Plätzchen oder kühle Räumlichkeiten zur Verfügung hat

-       Wasserliebende Hunde sind hellbegeistert wenn sie ein eigenes Planschbecken zur Kühlung und Reinigung der Pfoten bekommen. Alternative kannst du die Pfötchen deines Hundes mit einem kalten Tuch abwaschen

-       Damit eine gute Belüftung statt finden kann, macht es Sinn die Häärchen zwischen den Pfoten möglichst kurz zu halten. So wird die Gesamtoberfläche, wo sich Schweiss bildet und Bakterien ausbreiten können, möglichst klein gehalten. Wichtig: Bei langen oder dichtem Fell kann eine Kurzhaar-Sommerfrisur ingesamt bei Hitze eine deutliche Erleichterung bringen. Dann gilt zu beachten, dass aber auch eine Gefahr für einen Sonnenbrand deutlich höher ist.

 

Alle diese Dinge kann ich wirklich von Herzen empfehlen und sie haben meinem Hund, respektive mir sehr geholfen.

 

Folgende Sachen solltest du unter keinen Umständen machen. Bitte spüre kein Deospray an deinen Hund. Des Weiteren solltest du auf parfümierte Fussbäder oder ähnliches verzichten. All diese Dinge sind eine absolute Zumutung für deine Fellnase, da Hunde über einen sehr sehr ausgeprägten Geruchssinn verfügen. Gelernt haben wir ja jetzt, dass Mikroorganismen verantwortlich sind für die Geruchsentstehung und somit für die Stinkefüsschen deines Hundes. In ganz besonders hartnäckigen Fällen von Hunde Käsefüssen kann deshalb ein antiseptisches Hunde Shampoo Abhilfe schaffen. Dein Tierarzt gibt dir dafür sicherlich gut und gerne ein Empfehlung ab.

Im Grossen und Ganzen kann ich gut verstehen, wenn solche Käsefüsse eklig sind. Bei mir war es auch so, dass ich im ersten Moment mein Gesicht verzogen habe. Aber eigentlich muss man ehrlicherweise auch zugeben, dass das irgendwie auch total süss ist.

 

Wenn wir gerade über Hundepfoten sprechen. Hier ein paar Fakten über die Tapsen unserer Hunde:

-       Hundepfoten bestehen zum grössten Teil aus Fettgewebe, so haben Hunde nie kalte Füsse

-       Dieses genannte Fettgewebe schützt die Fellnase vor harten und scharften Untergründen.

-       Hunde können ihre Hundepfoten  verbrennen und dann sobar Blasen bekommen. Im Hochsommeri ist das auf dem Asphalt sehr schnell passiert.

-       Chemikalien sind für die Hundepfoten sehr ungesund, deshalb muss man stark darauf achten, mit welchem Putzmittel man bespielsweise den Boden aufnimmt.

-       Hunde laufen eigentlich auf ihren Zehespitzen durchs Leben. Also zumindest lagern sie ihr Gewicht nicht auf den Fersen auf.

-       An der Grösse respektive Breite einer Hundepfote kann man sehr gut Schlüsse ziehen über die Hunderasse. Rassen mit breiten Pfoten stammen in aller Regel aus einer kalten Klimazone. Hierzu ein gutes Beispiel: Der Bernhardiner. Die Pfoten dieser Rasse sind unglaublich breit. So sinkt er nicht so schnell im Schnee ein und kann einen besseren Halt finden.

-       Es gibt auf Hunderassen mit Katzenpföchen wie zum Beispiel der Dobermann oder auch alle Windhund Rassen (von Katzenpfoten spricht man, wenn die Pfoten gewölbt sind). Da diese Pfoten leichter sind können die Hunde mit diesen «Katzenpfoten» schneller laufe beziehungsweise rennen.

-       Wir kennen bei den Pfoten auch noch die Schwimmpfote. Diese Pfotenarten haben zum Beispiel Labrador Retriever. Die Pfoten sind relativ gross, dass kleine Steinchen sich festsetzen können und den Hund unter Umständen beim Laufen einschränkt.

-       Ein Hund kann sich mal über die Pfoten lecken, das ist absolut nicht schlimm. Auch Pfotenkauen kann vorkommen. Sollte der Hund aber exzessiv mit seinen Pfoten beschäftigt sein mit beissen, knabber, schlabbern etc. dann kann das ein Hinweis für eine offene Wunde und Infektion sein.

Ich hoffe, der Blog hat euch die Hundepfote etwas näher bringen können. Gleich wie beim Menschen die Füsse, tragen die Pfoten den Hund durchs Leben und deshalb sollte man auf diese vier süssen Tapsen besonders acht geben. Eine kleine Massage der Pfotenballen deines Hundes wird ihm sicherlich sehr gefallen und kann auch einige Verspannungen lösen.

 

Gerade im Hochsommer und im Winter werden die Pfoten besonders strapaziert und sollten besonders vorsichtig behandelt werden.

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