Hundevermittlung-Worauf muss ich achten?

Hundevermittlung-Worauf muss ich achten?

Es ist ein schöner warmer Wintertag. Überall liegt Schnee und man sieht viele Menschen, die ihren Tag an der frischen Luft geniessen wollen. Ihre Hunde tollen ausgelassen um sie herum. Sehr oft hört man, dass Tierfreunde gesünder leben. Stimmt! Viele Hundebestitzer bestätigen, dass sich das ganze Leben ändert, wenn ein treuer Begleiter ins Leben tritt. Es verändert sich alles. Es fängt schon früh morgens an. Sie zwingen einen schon fast nach draussen zu gehen und eine schön grosse Runde zu drehen. Auch gibt es viele, die mit ihren Lieblingen intensive Sportarten betreiben.
Dies hört sich alles schön und gut an. Doch die schwerste Frage oder die wichtigste Entscheidung ist es, ob man sich überhaupt einen Hund leisten kann. Es fängt schon bei dem Budget an. Im letzten Artikel von „Myluckydog“ wurde unter dem Namen „Kosten für unsere Haustiere“ erklärt wie teuer so ein Tier sein kann. Man sollte immer bedenken, dass allein der Kauf eines Hundes sehr schmerzlich für den Geldbeutel sein kann. Wenn dann der Hund, so wie es normalerweise und gerechterweise sein sollte, schon geimpft und perfekt kontrolliert wurde, wird es noch teurer. Dazu kommt natürlich das Geld, welches der Tierarzt haben möchte für seine Untersuchungen. Die Nahrung des Hundes und die Pflegesachen und sonstige Utensilien erhöhen den Preis, welchen man für sein Tier ausgeben wird. Auch sonstige Sportarten kosten ihren Preis. Wer ausserdem noch einen Tiertrainer oder eine Hundeschule besuchen will, sollte sich bewusst sein, dass dies dem Tier und dem Besitzer zwar etwas nützt, aber eben auch viel kosten kann. Menschen, die nicht über ein grenzenloses Budget verfügen, sollten sich eher zu einem kleineren Tier entscheiden oder versuchen, die Kosten nicht mit zusätzlichen Kleinlichkeiten emporschiessen zulassen.
Wer sich überlegt einen Hund anzuschaffen muss sich als erstes viele kleine Fragen stellen. Das Budget ist daher nur eine Nebenrolle. Auch die Zeit spielt eine sehr grosse Rolle. Man sollte bevor man sich überhaupt einen Hund anschafft überlegen, ob man genügend Zeit zu Verfügung hat, um sich um dieses Lebewesen genügend kümmern zu können. Viele Menschen unterschätzen, dass ein Tier viel Zeit und Liebe braucht, um bei uns glücklich werden zu können. Zum Schluss sollte es nicht so sein, dass der Hund die Nachbarn, dem Hundesitter oder die Eltern mehr sieht, als einen selbst.
Ein Hund zu suchen bzw. einen zu finden, der zu einem passt braucht allein schon sehr viel Zeit. Die Schweiz bietet in verschiedenen Vermittlungsorganisationen viele tolle Hunde an und sie versuchen genau auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Doch im Vorfeld sollte geklärt werden, ob es ein Mischling oder ein reinrassiger Hund wird. Wer sich für einen reinrassigen Hund interessiert, kann sich bei einem Züchter vorstellen, mit ihnen reden und zusammen schauen, welcher „Wurf“ am besten zu dem neuen Besitzer passt. Oft sind gute Züchter schon auf Monate ausgebucht, bzw. deren Welpen sind schon lange vor der Geburt vermittelt.
In unserer neumodischen Welt kommunizieren wir alle per Internet. Daher findet man auf allen möglichen Internetforen verschiedene Anzeigen, wo man Hunde sucht oder einen abgeben möchte. Doch sollte man immer die Vor- und Nachteile beachten. Auch sollte Vorsicht geboten werden, wenn man sich dazu entscheidet, den Hund für das neue Leben im Internet zu suchen. Denn man hat herausgefunden, dass gerade mal 11Prozent der Anzeigen seriös sind. Und dies kann man auch gut nachvollziehen, da man ja nicht selten davon hört, dass viele Leute die Anonymität ausnutzen und somit im Internet unerkannt bleiben zu können. Auch wird im Internet oft mit Welpen gehandelt, welche aus dem Ausland kommen und meistens sehr krank sind. Da kann es sehr böse Überraschungen geben, wenn man das Tier bei sich hat und merkt, dass man ständig zum Tierarzt rennen muss, da das Tier stark leidet. Oft hängt dies damit zusammen, dass die Welpen viel zu früh von der Mutter weggenommen werden und ihnen somit viel an Mutterliebe und Fürsorge fehlt. Ausserdem warnen viel Experten davor sich einen Welpen aus dem Ausland zu beschaffen, da es auch sehr oft dazu kommt, dass die kleinen Tiere eine Art Kulturschock bekommen. Manche Hunde wurden im Zwinger gross ohne viel Umwelteinflüsse der hochtechnisierten Welt. Man hört oft von frischgebackenen Besitzern, dass sie etwas enttäuscht waren, da ihre Hunde sehr ängstlich und schüchtern waren. Es dauert viel Zeit bis die Tiere sich an das neue Zuhause gewöhnen. Aber auch hier gibt es ein Licht am Ende des dunklen Tunnels, denn es gibt Experten, die sich darauf spezialisiert haben, diesen Menschen zu helfen, die Probleme mit ihren neuen „Kindern“ haben. Sie arbeiten sehr eng mit Hund und Neubesitzer zusammen und versuchen das gegenseitige Vertrauen aufzubauen.
Viele Leute lassen sich vom äusseren Schein blenden. Zum Beispiel sind Collies sehr schöne und liebevolle Tiere. Doch sind sie hochintelligent und brauchen ständig Unterhaltung. Dies kann aber ein normaler Besitzer seinem Hund gar nicht bieten, da es ja noch einen Beruf oder andere wichtige Dinge im Leben gibt. Daher sind diese Tier schnell unterfordert und langweilen sich schnell, was von Unwissenden als frech oder unkontrolliert abgestempelt wird, da sie vielleicht aus Langeweile den Müll und andere Sachen auseinander nehmen. Doch dies ist nur ein kleines Beispiel, was zeigen soll, dass man sich sehr intensiv mit der Hundewahl beschäftigen sollte. Wer sich nicht sicher ist, wo er einen Anhaltspunkt finden kann, sollte bei der Suche nach einem Züchter das Qualitätssiegel Certodog oder das goldene Gütesiegel der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft bevorzugen.
Wer trotzdem nach einen neuen Liebling aus einem Tierheim oder aus dem Ausland suchen will, sollte sich vielleicht sogar an spezielle Organisationen wenden. Wer sich im Internet über verschiedene Organisationen informieren will, findet gute Tierschutzvereine, die Tieren in Not zu Seite stehen. Auch hier werden Tiere vermittelt, die dringend ein neues Zuhause suchen. Die Vereine beraten die Suchenden und versuchen einen Hund zu finden der perfekt zu den neuen Besitzern passt. Oft wird auch das gesamte Umfeld auf den Kopf gestellt, um zu untersuchen, ob dieses neue Gespann auch gut zu einander passt. Hier kommt es sogar dazu, dass das Tier was man sich ausgesucht hat, auch mal nicht vermittelt wird, da die erfahrenen und auch seriösen Vermittler merken, dass der neu Hund Besitzer sich komplett überschätzt. Man möchte ja nicht, dass das Tier wieder abgegeben wird, da der Mensch zu spät merkt, dass der Hund doch nicht zu einem passt. Dies wäre zu traumatisch für den zu vermittelnden Hund.
Wer auf der Suche nach einen neuen Begleiter für das gesamte Leben ist, sollte sich genauestens informieren, wo man bei der Suche ansetzt und welches Tier genau in das eigenen Leben passt. Niemand möchte ja, dass man sich schnell vom neuen Tier trennen muss, nur weil man merkt, dass es doch nicht optimal passt. Ausserdem gibt es immer Hilfe von Aussenstehenden und man sollte sich nie schämen, dass man Hilfe benötigt. Wer sich auf ein neues Tier einlässt braucht am Anfang immer etwas Zeit, um sich aneinander anzupassen und ein unzertrennliches Team zu werden.


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