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Hundehalter miteinander

Völlig  aufgelöst kam diese Woche eine Mitarbeiterin zu mir. Ihr Hund sei gebissen worden und der Hundebesitzer hat anstatt sich zu entschuldigen, sogar noch geschimpft! Ein Anlass für mich, an die Hundehalter zu appellieren, ganz nach dem Motto, der Ton macht die Musik.

Je mehr Hunde wir haben, desto enger wird der Raum den wir benutzen können. Es ist also notwendig, dass sich alle an die gleichen Regeln halten. In meiner Zeit als Hundehalterin habe ich immer wieder unschöne Begegnungen mit Hundehalter gemacht, Konfrontationen, Beschimpfungen und Streitigkeiten gehören leider dazu. Ich möchte heute meinen Beitrag dazu leisten, das es in Zukunft nicht mehr so sein wird.

Schütze Deinen Hund:

Als erste Priorität ist immer der Schutz vom eigenen Hund zu sehen! Egal ob Distanzlosigkeit, hundefeindlichen Bürgern oder Ignoranz, das Wohl der Hunde sollte nicht angegriffen werden. Beachte aber, dass Du tief vergrabene Ideologien und Meinungen nicht ändern kannst. Lasse Dich also nicht auf Diskussionen ein, versuche viel mehr ein gutes Vorbild zu sein und keine Angriffsfläche zu bieten.

Lerne Dich auszudrücken:

Wichtig ist immer eine gute Menschenkenntnis und das Wissen, wie man sich richtig ausdrückt. Du musst Dich nicht primär von jedem angreifen lassen, es ist aber wichtig, egal bei wem, zu wissen wie antworten. Unangenehme und miese launigen Artgenossen gehe ich auch einfach mal aus dem Weg! Wenn Dich aber jemand unnötig frech und dreist angreift, probiere es doch mit einem Satz wie: Bitte mässigen Sie sich. Oder einfach: Sie treffen den Ton nicht. Meistens hilft dies als Grenze.

Wie erkenne ich ein Hund-Mensch Team:

Das A und O ist das Einschätzen der kommenden Teams. Ich habe einmal versucht, festzuhalten wie man ein solches Team ein wenig einschätzen kann.

Als erstes schätze ich ab, wie der Hund sich verhält, läuft er schon total ängstlich hinter seinem Besitzer her? Oder wirkt er angespannt? Danach beurteile ich die Haltung des Hundeführers. Wie wird der Hund geführt? Zerrt der Hundeführer die ganze Zeit an der Leine? Schnell merkt an auch, wenn Hundehalter sich gar nicht für die Hunde interessieren. Aus der Sprache und dem Ton welche der Hundehalter seinem Hund gegenüber wählt kann man ebenfalls viel aus dem Zusammenspiel rauslesen. Wichtig ist auch immer, wie der Hundehalter sich bewegt? Wirkt er nervös oder gestresst?

Ein kleines Beispiel aus der Nachbarschaft:

Bei uns in der Nachbarschaft wohnt eine Frau mit zwei Hunden. Die Frau wirkt sehr quirlig, sie haspelt immer mit den Leinen rum und ruft die Hunde hunderte Male zurück. Wenn die Frau mir begegnet, setze ich meine beiden Hunde schon ziemlich früh auf den Wegrand. Meine Hunde müssen diesem Chaos nicht frontal begegnen. Dann nimmt die Frau die Hunde zwar an die Leine, schwalfet die Hunde noch voll und versucht dann mit beiden irgendwie an mir vorbei zu kommen. Unterwegs erkundigt sie sich dann auch noch ob es Rüden oder Hündinnen sind oder sonst was total unnötiges. Ihre beiden Hunde hangen in den Leinen und bellen wie irre. Trotzdem bleibt sie stehen und möchte mit mir einen Schwatz abhalten. Für mich völlig unverständlich, für meine Hunde aber kein Problem da ich zwischen ihnen und den anderen Hunden stehe und die Situation so entschärfe. Auch wenn ich dann unfreundlich wirke, ich gehe auf solchen Smalltalk nicht ein. Bevor es mich also sauer macht, dass ihre Hunde meine ankläffen und meine zurück kläffen und ich desswegen unfreundlich werde, nehme ich uns aus der Situation raus.

Etwas dürfen wir nie vergessen, wie in meinem letzten Bericht beschrieben, nur weil die Frau meint, ihre Hunde wollen spielen, heisst das noch lange nicht, dass sie es auch wollen, geschweige denn meine Hunde.

Ich bin mir sicher, dass bei einer Eskalation dieser Hunde die Frau keine Chance auf einen Rückruf geschweige denn ein deeskalierendes Kommando hat.

In meinem nächsten Bericht werde ich Euch dann erklären, wie ihr vor einer Eskalation merkt, dass eure Hunde sich nicht wohl fühlen und wie ihr dann mit den jeweiligen Besitzern umgehen könnt.

Merkt euch einfach eines, nicht jeder Hundehalter geht mit der Sorgfaltspflicht gleich um. Bevor ihr also in eine unangenehme Situation kommt, versucht euch aus der Situation raus zu nehmen. Bevor euer Hund als böse oder als kläffer beschimpft wird, ja vielleicht sogar bevor euer Hund einen anderen Hund verletzten kann, entscheidet ihr! Nur weil ihr euch zurückzieht oder die Strassenseite wechselt, müsst ihr nicht unfreundlich sein. Ich grüsse auch diese Frau immer, ich lasse mich einfach nicht auf ein Gespräch ein.

Ich wünsche euch viele friedliche Hundebegegnungen!

Xenia mit Gin und Liv

 

Das Hundespiel

Die Frage ist aber, wie viel Spass macht das unseren Hunden wirklich?

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