Hunde quälen - Was sagt das Tierschutzgesetz?


Bernhardiner leiden für Touristen-Fotos

Diese und viele andere Schlagzeilen erreichten uns immer wieder im Zusammenhang mit gequälten Hunden!

Doch was genau steckt hinter dieser Tierquälerei?

Wer kennt sie nicht, die grossen, imposanten Bernhardiner? Der Schweizer Nationalhund ist bei den Touristen unglaublich beliebt!

In Zermatt werden die gutmütigen Riesen als reine Attraktion gehalten. Der Tierschutz ist nun darauf aufmerksam geworden, dass die Fotobernis schlecht gehalten werden!

Was genau heisst schlechte Hundehaltung? Wann sprechen wir von Tierquälerei?

Der Oberwallisser Tierschutz berichtet, dass teilweise bis zu sieben Hunde alleine in einem verwahrlosten Haus wohnen, ohne jeglichen Kontakt zur Aussenwelt. Sie werden nicht täglich versorgt und haben keinen Auslauf! Die Hunde werden jeweils nur fürs Foto aus dem Zwinger genommen!

Bernhardiner sind grundsätzlich nicht aggressiv. Wie alle Hunde benötigen aber auch sie Auslauf und Aufmerksamkeit. Wird das vernachlässigt, kann es zu bösen Unfällen kommen. So auch in Zermatt, mehrere Zwischenfälle wo Bernhardiner andere Hunde attackierten und einen kleinen Hund sogar töten, deuten auf eine völlig falsche Haltung der Hunde hin!

Wir merken also einmal mehr, dass gutmütige, freundliche und loyale Lebewesen durch falsche Haltung völlig aus ihrer Rolle fallen!

Doch was ist eine artgerechte Haltung für Hunde?

Das Schweizer Tierschutzgesetz hat für dieses Thema extra ein Kapitel verfasst.

Der Zweck dieses gesetzten Artikels ist, dass die Würde und das Wohlergehen der Tiere geschützt wird.

Das Tierschutzgesetz gilt für alle Wirbeltiere.

Der Grundsatz ist, dass jeder der mit Tieren umgeht, ihre Bedürfnisse nach bester Möglichkeit erfüllt und für ihr Wohlergehen sorgt.

Es ist niemandem erlaubt, Tieren Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Dazu zählen auch die Bereiche Angst einflösen, misshandeln oder vernachlässigen!

Können wir also nun sagen, dass die Besitzer der Fotobernis gegen die Grundsätze des Tierschutzgesetzes verstossen haben? Ich denke schon. Meine Aussage rechtfertige ich mit der Begründung, dass Schäden welche bei Zwingerhaltung und zu wenig Auslauf entstehen genau so schlimm sind wie körperliche Schäden! Ebenfalls gehören diese Punkte meiner Meinung nach ins Kapitel Vernachlässigung.

Im Kapital Umgang mit Tieren schreibt das Gesetzt zudem folgendes vor:

Wer Tiere (in unserem Fall also Bernhardiner) hält oder betreut ist dazu verpflichtet, sie zu nähren, zu pflegen und für die notwendige Beschäftigung und Bewegung zu sorgen. Dazu kommt, dass jeder darauf schauen muss, seinem Tier eine angemessene Unterkunft zur Verfügung zu stellen!

Es ist vorgeschrieben, dass Hunde täglich ausreichenden Kontakt mit Menschen und soweit wie möglich mit anderen Hunden haben müssen. Zwinger oder Boxenhaltung für Einzel Hunde ist verboten. Laufketten und Zwinger gelten nicht als Auslauf.

Du und ich als eingefleischte Hundefreunde können über solche Gesetzte nur den Kopf schütteln. Für mich ist das Wohlergehen meiner Hündin die erste Priorität! Ich achte jeden Tag auf genügend Auslauf und wenn ich mal einen "schlechten" Tag habe, werfe ich mir die fehlende Bewegung vor. Meine Zeitpläne richten sich nach Liv und wenn\'s mal knapp wird arbeite ich auf unserer Wiese mit ihr an unseren Hausaufgaben aus der Hundeschule. Richtige und gesunde Ernährung gehört für mich genau so in dieses Kapitel.

Ich füttere meiner Dame nur das Beste vom Besten und empfehle jedem, eine individuelle Futterberatung bei Anja Marti-Jilg der Ernährungsberaterin für Hunde!

Falls Du dich für Tierschutz und insbesondere für Hunde in Not informieren möchtest, melde dich bei Myluckydog, Carmen Gieriet wird Dir gerne Auskunft geben!

Wir hoffen, dass die Fotobernis eine schöne Zukunft vor sich haben, jedes Lebewesen hat es verdient, artgerecht und mit viel Liebe gehalten zu werden!

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