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Hunde kaufen im Tierheim-Worauf muss ich vor dem Kauf achten?


Die Anschaffung eines Tieres bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für ein "Leben" - für Ihr neues Familienmitglied - und das ein Tierleben lang. Wer sich dazu entschieden hat einen Hund aus dem Tierheim zu kaufen, tut damit bestimmt eine gute Tat. Doch sollte die Hundeanschaffung nicht zum Fiasko werden und daher sollte man sich genügend gut über das Tier und den Kaufprozess informieren. Viele Hunde erleiden einen Kulturschock, wenn sie in die Schweiz gebracht werden. Der Unterschied zwischen dem Ausland und dem eigenen Land ist sehr gross und ausserdem werden manche Hunde von unseriösen Züchtern oft sehr früh von deren Müttern getrennt. Sie reagieren mit Angstattacken und Verhaltensauffälligkeiten, wie zum Beispiel Nervosität und Schüchternheit. Die Anzahl der Tiere, die im Tierheim landen, wird immer höher. Ein Grund dafür wäre einerseits, dass viele Menschen Hunde aus dem Ausland mit nach Hause nehmen und merken, dass sie nicht mit ihnen zurechtkommen. Andererseits werden viele Tiere nicht kastriert und können sich ungehemmt weiter vermehren. Auch passiert es sehr häufig, dass Tiere herrenlos werden, wenn es ein Todesfall gibt oder ein Paar sich scheiden lässt. In all diesen Beispielen, die im reale Leben an der Tagesordnung stehen, kann man sehen, wie schnell ein Tier vom vertrauten Heim in ein Tierheim muss. Viele dieser Tiere sind gut erzogen und sind daher gut vermittelbar, aber es gibt auch immer Hunde, die in Hände von Anfängern geraten sind und nur schwer zu erziehen sind. Daher ist bei der Auswahl des Hundes besonderes viel Vorsicht geboten.
In der Schweiz verfügen wir über super gute Tierheime. Wir können einerseits einen Hund aus dem Tierheim aufnehmen und ihm somit ein neues warmes Zuhause schenken oder andererseits uns an eine Organisation wenden, die mit Tierheimen im Ausland zusammen arbeiten und über die, die Hunde einflogen und vermittelt werden.
In Tierheimen sind alle möglichen Hunderassen und Altersklassen vertreten. Wir können zwischen alten Tieren und sehr jungen Welpen, Lebewesen finden, die ein neues Zuhause suchen. Meistens werden Mischlinge angeboten, da sie sich auf den Strassen, wenn sie nicht kastriert sind, problemlos vermehren können. Einen Reinrassigen Hund zu finden wird dagegen etwas schwerer, auch wenn man einige Vertreter sehr oft antreffen kann.
Wer sich nun endgültig dazu entschlossen hat, einen Hund aus dem Tierheim zu beziehen, sollte sich auf verschiedene Weisen sehr gründlich schlau machen. Der erste Besuch im Tierheim sollte von verschiedenen Fragen geleitet werden:
• Welcher Hund passt zu mir? Gross, klein, reinrassig oder Mischling? Sporthund oder Familienhund? Aufpasser oder Hütenhund?
• Wofür wurde diese Rasse gezüchtet und wie ist das rassenspezifische Verhalten? Kann ich einen Jagdhund gerecht werden und wie sieht es mit den Hütenhunden aus?
• Soll es ein Welpe oder Tierheimhund sein? Was passt am besten zu mir?
• Was sind die Vor- und Nachteile eines Tierheimhundes?
• Wie finde ich eine seriöse und passende Tiervermittlungsstelle?
• Worauf muss ich bei der Besichtigung beim Züchter oder Tierheim achten? Welche Punkte und Charaktereigenschaften sind mir besonders wichtig?
• Wie sind die Tiere gehalten? Entspricht es meinen Vorstellungen?
• Wie sieht der Gesundheitszustand aus? Sind sie verwahrlost oder sind sie putz munter?
• Werden mir alle Fragen seriös beantwortet?
• Werde ich freundlich behandelt und wie wird mit den Tieren umgegangen?
• Werden alle Fragen beantwortet?
• Kann ich mit einem Gefühl einen Hund kaufen, bei dem ich mich absolut gut informiert und korrekt behandelt gefühlt habe?
Wenn man mit diesen Fragen in ein Tierheim hineingeht und diese auch sorgfältig beantwortet werden, können die nächsten Schritte eingeleitet werde. Denn dann sollte man sich sehr sorgsam um die Vergangenheit des Hundes beschäftigen. Viele versuchen Geschichten dazu zu phantasieren, um den Hund besser verkaufen zu können. Niemand kann zu hundert Prozent sagen, was diesem Tier schon alles geschehen ist. Man kann nicht sofort mitbekommen, wie ein Hund tickt und was seine Macken sind. Auf jeden Fall sollte man mal mit dem Vierbeiner spazieren gehen und sich einen ersten Eindruck machen. Wenn dann wahres Interesse an dem Hund zu seinen scheint, sollte man im Vertrag nachschauen oder verhandeln, dass man den Hund eine Zeit lang auf Probe nimmt. Denn erst so nach drei bis sechs Monaten kann man erst den richtigen Charakter des Tieres deuten. Man sollte sich immer bewusst sein, dass dieses Tier schon Schlimmes gesehen haben kann, ohne dass man bei dem ersten Eindruck etwas merkt. Erst im Alltag werden die richtigen Probleme deutlich und man sollte für sich entscheiden, wie schlimm sie für einen sind und ob man sie mit einem guten Hundetrainer wieder minimieren kann. Wem auffällt, dass sein Hund doch sehr ängstlich und leicht aggressiv ist, sollte viel Geduld haben und versuchen den Liebling besser zu sozialisieren und ihn an die neue Welt gewöhnen. Eine Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Tierarzt oder ein Check beim eigenen Tierarzt ist empfehlenswert.
Wenn das erste Kennenlernen hinter einem ist, kommen viel mehr Fragen auf einen zu. Wer bereits einen oder mehrere Hund besessen hat, wird sich nicht mehr so intensiv mit diesen Fragen beschäftigen müssen. In den nächsten Fragestellungen geht es vermehrt um die Fragen, wie viel dieses ganze „Projekt“ kosten wir und wie es mit der artgerechten Haltung aussieht. Ausserdem wurde sehr oft schon in „Myluckydog“-Berichten über die Kosten der Haustiere geschrieben und erläutert. Dies ist nun eine Zusammenfassung:
• Wieviel kostet die Anschaffung eines Hundes bei einem seriösen Züchter oder Tierheim?
• Was kostet die Hundehaltung für mich und was muss ich alles organisieren?
• Welche Kosten kommen fürs Futter auf mich zu und benötigt mein Hund spezielles Futter, welches Individuell für ihn ist?
• Wie viel werden die Spielzeuge des Hundes kosten? Brauche ich Spezialspielzeuge oder reichen mir meine alten Plüschtiere?
• Wie viel Kosten wird es geben, wenn ich in die Ferien mit dem Hund gehe? Welche Zoll und zusätzlichen Impfkosten kommen noch auf mich zu?
• Tierarztkosten und die Kastration des Tieres-Was kostet mich das?
• Wie viel kosten Hundetrainer und deren Kurse?
• Welche Hundesteuern kommen auf mich zu?
Was ebenfalls sehr wichtig zu sagen ist, dass das Durchschnittsalter ca. 12 Jahre sein kann und genauso lange auch ein Hund betreut werden muss. Dass Tiere Geld kosten sollte den Menschen bewusst sein und man sollte sich fragen, ob man seinem Tier gerecht werden kann.
Die letzte Fragestellung bezieht sich auf die gerechte Haltung des Gefährten. Hunde brauchen viel Auslauf und sollten sehr oft an der frischen Luft sein. Das Beste was man machen kann ist, dass man seinen Hund aus Beruflichen Dingen mit nach Draussen nimmt oder Ihn bei Sportlichen Aktivitäten integriert. Trotzdem ist hier nochmals eine Auflistung der Fragen, die man sich bei einem Kauf des Vierbeiners unbedingt stellen sollte. Man möchte ja für unseren treusten Begleiter nur das Beste und sollte sich daher im Klaren sein, was es alles bedeutet ein Tier aufzunehmen.
• Eine artgerechte Haltung bedeutet Sie müssen sehr viel Zeit und Geduld investieren. Der Hund sollte gefordert werden und toben können. Kann ich dies meinem Hund bieten?
• Wie kann ich meinen Hund an das neue Heim gewöhnen und wie kann ich ihn hier integrieren?
• Wie schaffe ich es, dass mein neuer Hund mir gegenüber mehr Vertrauen aufbaut und wir uns aneinander gewöhnen und kennenlernen?
• Wie schaffe ich es meinen Welpen an Stubenreinheit zu gewöhnen? Oder bin ich schlicht und weg zu selten mit ihm an der frischen Luft?
• Auf was muss ich bei der Fütterung achten ? Brauche ich Hilfe von einem Ernährungsexperten? Wie kann ich mit der Fütterung bestimmte Krankheiten vorbeugen?
• Ist mein Hund langhaarig oder kurzhaarig? Benötigt er eine tägliche Fellpflege oder reicht es, wenn er manchmal in die Dusche kommt?
• Schaffe ich es, dass mein Hund sehr oft draussen ist? Und wenn nicht, gibt es Familie oder Freunde die einem helfen können?
• Muss ich selber mit meinen Hund einen Erziehungskurs besuchen oder habe ich genügend Erfahrung, meinen Hund selbst zu erziehen?
• Wie schaff ich es, dass mein Hund eine höhere Toleranzgrenze bekommt und den Lärm und die neuen Geräusche aushält?
• Kann ich es ohne fremde Hilfe schaffen, dass mein Hund auch alleine sein kann? Ohne dass er mir mein ganzes Haus auseinander nimmt?
Wer sich entschliesst einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen, übernimmt unglaublich viel Verantwortung. Es kommt sehr viel Arbeit auf einen zu und es kann zu Situationen kommen, dass einem die Probleme über den Kopf wachsen. Man sollte nie den Mut aufgeben, denn zum Schluss kann es sich immer lohnen und man hat einen sehr treues und liebevolles neues Familienmitglied.

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