Hund oder Katze? Was sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen Haustiere?

Bei uns in der Primarschule konnte man die Mitschüler in verschiedene Haustiergruppen einteilen. Die Katzenkinder und die Hundeliebhaber.

Doch wie entscheide ich, welches für meine Kinder oder für mich das richtige Haustier ist? Soll ich mir eine Perserkatze oder einen Labrador kaufen?

Mit dem heutigen Blogg versuche ich die Vor- und Nachteile der Kategorien Hund und Katze auf zu decken.

Hunde:

Vorteile:

Rudelverhalten:

Hunde sind vollintegrierte Familienmitglieder welche sich in der Rangordnung einstellen und sich immer wieder behaupten. Mit einem Hund in der Familie sind Rangordnungskämpfe vorprogrammiert. Je nach Rasse und Wesen mehr oder weniger. Gerade mit Kindern, welche kleiner sind, leisere Stimmen haben gegen sehr dominante Hunde immer wider einen "Kampf". Deine Kinder und Du lernen also, sich im "Rudel" zu behaupten! Dies ist für die Arbeit, in der Schule und die allgemeine soziale Zukunft sehr hilfreich.

Lernen zu lernen:

Ob in der Hundeschule oder Zuhause, jedes Kommando, jedes Kunststück welches dem Hund beigebracht wird braucht eine Vorgeschichte. Mit Vorgeschichte meine ich, eine Idee was Du möchtest, die Überlegung dazu wie Du es deinem Hund beibringen könntest und die Umsetzung in der Theorie. Ihr lernt also systematisch wie man jemandem bzw. dem Hund etwas erlernt. Dies kann für das eigene Lernverhalten praktisch sein, dient aber ebenfalls auch im sozialen Umfeld mit Menschen. Du wirst merken, dass Du deiner Arbeitskollegin neue Prozesse ganz anders erklären wirst. Für Kinder kann dieser Prozess auch hilfreich sein, um herauszufinden, was man nicht versteht. Die Denkweise an Neues oder Probleme hinzugehen wird erweitert.

Bewegung:

Jeder Hund, egal ob Mops oder Retriver, benötigt Auslauf. Unsere Hunde zwingen uns, bei jedem Wetter und Temperatur mindestens eine Stunde nach draussen zu gehen. Dies kann an Regentagen auf den ersten Blick sehr unbefriedigend sein, doch meistens ist es so, dass wenn man dann mal im Wald läuft, alles halb so "nass" ist. :-) In der heutigen Zeit verbringen die meisten Menschen ihren Alltag drinnen. Bürostühle, Praxisräume, Industriehallen. Tageslicht, Sonnenstrahlen und geschweige denn Frischluft sind in diesen Stunden ein Fremdwort. Umso sinnvoller ist es also, sich draussen in der Natur zu bewegen. Neben der frischen Luft kommen wir auch wieder auf Trab. Nach acht Stunden auf meinem Bürostuhl gibt es für mich nichts motivierenderes als eine Walkingrunde über die Felder. Auch wenn ich müde und erschöpft bin, fühle ich mich nach der körperlichen Anstrengung immer besser!

Nachteile:

Kosten:

Ein Hund ist nicht graits! Neben den Anschaffungskosten kommen Tierarzt, Futter, Spielzeug, Leine und Halsband, Hundeschule etc. dazu. All diese Kosten sollte man sich gut durch den Kopf gehen lassen und sein Haushaltsbudget abzüglich Hund neu berechnen. Klar gibt es Tricks beim Sparen, aber gerade bei der Futterqualität zahlt es sich aus, zu investieren und sich genau zu beraten, was für den eigenen Hund passend ist.

Abhängigkeit:

Hunde leben gute zehn bis zwölf Jahre. In dieser Zeit verpflichtest Du oder bzw. und deine Familie sich dazu, für das Tier zu sorgen.

Das heisst, die Entscheidung einen Hund anzuschaffen sollte nicht von Heute auf Morgen gefällt werden. Überlegt euch gut, wo ihr euch in den nächsten zehn Jahren seht!

Mein Grossvater sagte einmal zu mir, mit einem Hund verbaust du dir dein ganzes Leben!

Ganz unrecht hatte er mit dieser Aussage nicht. Wenn andere sich am Samstag zum Abendessen und einem Glas Wein mit anschliessendem Ausgang verabreden, muss ich immer alles genau durchplanen. Entweder frage ich meine liebe Nachbarin ob sie Liv um 22.00 Uhr nochmals rauslässt oder ich gehe nach dem Abendessen nochmals Nachhause. Jeder aussergewöhnliche Geschäftstermin mit Mittagessen muss durchdacht und vorgeplant sein. Die Flexibilität sinkt extrem.

Und doch würde ich für keinen Freiraum, kein Glas Wein oder für irgendwelche spontanen Ausflüge meine Dame weggeben geschweige denn bereue ich den Entscheid sie zu kaufen.

Katze:

Vorteile:

Kosten:

Katzen benötigen im Gegenteil zu Hunden keine Hundeschule und keine Hundeleinen etc. Da Katzen mit bis um die vier Kilo nicht 500g Futter am Tag vertilgen, fällt auch teures Futter nicht so ins Budget wie bei einem grossen Hund. Klar fallen Kosten an. Hier sprechen wir vom jährlichen Tierarztbesuch, ein Katzenbaum, Katzenklo für jedes Büsi und eventuell ein Zeckenhalsband oder ein Finderhalsband, dazu kommt noch ein Spielmäuschen und eine Schale voll Katzengras. Meist sind teuer angeschaffte Katzensofas oder Bettchen nicht so beliebt wie das Bett der Meisterin oder das Ledersofa wo sowieso alle drauf sitzen. :-)

Soziales Verhalten:

Katzen haben ihren eigenen Kopf. Grundsätzlich ist es nicht möglich, eine Katze zu erziehen. Klar kann man ihr Angewohnheiten antrainieren und ihr bei bringen, dass sie kommt wenn man pfeift, aber am Schluss macht eine Katze das, was sie will. Die lernt uns, dass wir nicht immer alles haben können was wir gerne möchten, dass nicht alles geht wie wir wollen. Ich finde das gerade für Kinder einen wichtigen Lernprozess. Büsis geben uns ganz klar zu verstehen, wenn ihnen etwas nicht passt.

Katzen lieben aber auch Körpernähe. Am Abend auf dem Sofa hocken sie sich zu einem hin und lassen sich kraulen. Aber nur dann, wenn sie wollen.

Freiheit:

Meiner Meinung nach sind Katzen die Haustiere, welche uns am wenigsten einschränken. Wenn Du deine Katze richtig erziehst und sie ihr Futter nicht drei Mal am Tag von dir aus der Hand erhält, kannst du ohne Probleme mal einen ganzen Tag nicht Nachhause gehen. Ansonsten gibt es für die fixen Fresser automatische Futterspender welche per Timer eingestellt werden. Katzen machen ihr Geschäft ins Katzenklo und sind so komplett selbständig und unabhängig. Mit einem Katzentörchen machst du das ganze perfekt, so kann dein Stubentiger selbst entscheiden, wann er raus und wann wieder rein will.

Nachteile:

Haltung:

Meiner Meinung nach sollten Katzen weder in einer Wohnung noch einzeln gehalten werden. Diese Tiere müssen sich draussen austoben und ein soziales Umfeld schaffen. Somit sind Wohnungen im dritten Stock für Katzen eher ungeeignet.

Soziales Verhalten:

Diesen Punkt kann man als positiv und als negativ bezeichnen. Klar lernen wir, dass nicht alles so klappt wie wir wollen. Meistens suchen wir aber Kontakt, dann wenn wir es wirklich brauchen. In dieser Hinsicht sind Katzen sehr egoistisch und laufen dann halt einfach mal davon obwohl man ein leises Schnurren bitter nötig hätte.

Ich bin kein grosser Katzenfan obwohl ich lange Katzen hatte und meine Kätzin bei meiner Mutter blieb als ich auszog. Mit Kiwi hatte ich viele schöne Schmusestunden aber die Sturheit und die Arroganz, welche Katzen an den Tag legen können, passt nicht zu mir. Ich möchte mit meinen Haustier arbeiten, etwas unternehmen und zwar dann, wenn ich will. ;-)

Ob Hund oder Katze, ich finde es wichtig, dass wir von Klein an lernen, Verantwortung zu übernehmen und für ein Lebewesen zu sorgen. Dies wird uns in vielen Lebenssituationen sehr hilfreich sein!

Falls Du dich jetzt nicht entscheiden konntest ob Hund oder Katz kannst du im nächsten Bericht von mir lesen, wie die beiden Haustiere zusammen harmonieren.

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