Hund oder Ich - Zwischen Verstand und Herz




Was das vermenschlichen von Tieren anbelangt, kennen wir alle ein Haufen Beispiele. Hunde im Rucksack, Hunde mit Luxusmenüs oder Hunde mit Designerklamotten. Doch die Frage, wo bin ich als Mensch und der Hund als Tier, stellen sich sicherlich einige Hundehalter.

Das Paradebeispiele liefere ich euch jetzt anhand einer Geschichte von mir, meinem Freund und unserer Hündin. Von Beginn an war klar, der Hund kommt nicht ins Bett.
Gut, dann kam das Problem, dass Liv als Welpe unglaublich verängstigt und eingeschüchtert war und die ganze Nacht weinte und sich fast nicht beruhigen konnte. Logische Schlussfolgerung für mich als absolutes Muttertier, ich schlaf mit Liv auf dem Sofa. Soweit so gut, nach wenigen Nächten konnte ich die Sofaschlafzeit immer mehr abbauen und zu guter Letzt schlief Liv alleine auf dem Sofa. Die Nächte aber, wo mein Freund nicht bei mir schlief war das so eine Sache.. Schnell hatte ich so überhaupt keine Lust immer auf dem Sofa zu schlafen und genehmigte Liv natürlich ausnahmsweise den Sprung aufs Bett. Nun, problematisch bei der Hundeerziehung ist ja, dass der Hund nicht weiss, dass es Heute Mittwoch ist und am Mittwoch immer der Freund kommt und somit kein Platz für sie im Bett ist. Fazit, der Hund schlief im Bett. Gut, dass konnte ich bei mir Zuhause noch rechtfertigen. Es geht aber weiter. Die Nächte, welche ich bei meinem Freund Zuhause schlief, war das Bett für Liv komplett Tabu. Anfang. Und dann wurde aus dem kleinen herzzerreissenden herzigen Welpen ein manipulierendes kleines Monster! Mit nur wenigen absolut treuherzigen und gezielten Hundeblicken war auch das Bett bei meinem Freund kein Tabu mehr. Heute, ist es klar, dass Madame im Bett schläft. Ich weiss, dass es viele gibt, die denken ich sei komplett inkonsequent und undiszipliniert aber fragt mal bei euren Hundekollegen nach, der eine oder andere wird euch diese Geschichte ziemlich genau gleich erzählen wie ich jetzt gerade.
Fazit, bei dieser Frage hat definitiv mein Hund und nicht ich den Besseren gezogen.

Jeden Tag stehe ich vor solchen Fragen, darf Liv jetzt das Joghurtbecherli ausschlecken, kann ich Liv immer und überall mit hinnehmen, bekommt Liv ein Weihnachtgeschenk. Alles Dinge, ohne die Hunde überleben können, ich mich jedoch trotzdem damit auseinander setzte. Manchmal, muss ich über mich selbst lachen, wenn ich im Laden auf einen Pulli verzichte, weil ich ja für Liv unbedingt noch ein neues Spielzeug brauche. In meinem Umfeld wird Liv sogar schon als mein "Baby" betitelt. Klar, sie ist für mich wie ein Kind und doch muss ich mich selber manchmal daran erinnern, dass es ein Tier und kein Mensch ist.
In diesem Sinne, denkt nächstes Mal an die Frage, Hund oder ich, eventuell müsst auch ihr mal über eure Handlungen schmunzeln! :-)

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