Hund kaufen – Ja oder Nein

Als Kind habe ich meiner Mutter die Ohre voll geweint, dass ich einen Hund haben will. Monatelang bin ich mit meinem Plüsch-Dalmatiner durch den Wald spaziert nur um ihr zu zeigen, dass ich er wirklich könnte.
Im Nachhinein weiss ich, dass es nicht nur meiner Mutter so geht. Ob Jung oder Alt, der Wunsch nach einem eigenen Hund versetzt vielen schlaflose Nächte.
Nun ist die Frage, bist du bzw. deine Familie überhaupt geeignet als Hundehalter?
Unabhängig von welcher Rasse gibt es mehrere „Kritikpunkte“ welche zukünftige Hundehalter erfüllen sollten.


Finanzen:
Bedenkt, dass euer Vierbeiner nicht nur einen Anschaffungspreis hat. Neben den Futterkosten kommen Tierarztbesuche, Steuerabgaben, obligatorische Hundeschulen etc. dazu. Und das sind erst die Fixkosten. Möchtet ihr euren Hund in einer Sportart oder auch nur im Grundgehorsam besser ausbilden, kommen dann noch Mitgliederbeiträge in den Vereinen, Kosten pro Kurs, Utensilien wie Apport Gegenstände, Schleppleinen etc. dazu. Klar kostet eine Schleppleine nicht CHF 500.- aber trotzdem muss man sich diese Beträge mal zusammenrechnen..


Zeit:
Egal ob Mops oder Labrador, jeder Hund braucht Bewegung, Kopfarbeit und Zuneigung. Es reicht nicht, seinen Hund jeden Tag eine Stunde in den Garten zu lassen. Hunde möchten beschäftigt werden. Grundsätzlich sagt man, dass ein Hund zwei Stunden am Tag raus muss. Dies kann jedoch sicher je nach Rasse variieren und für viele Hunde reicht ein normaler Spaziergang längst nicht aus für eine Auslastung. Dazu möchte euer Vierbeiner jeden Tag Zuneigung in Form von Streicheln, Bürsten etc. auch diese Zeit muss eingerechnet werden.


Platz:
Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, musst du dich zuerst absichern, dass bei dir in der Wohnung Hunde erlaubt sind.
Ansonsten braucht nicht jeder Hund einen Garten. Genügend Platz für Rückzugsmöglichkeiten ist aber ein Muss. Erkundigt euch bei dem entsprechenden Züchter über allfällige Platzansprüche.
Man darf nicht vergessen, dass ein Hund gut mal 15 Jahre alt werden kann. Es kann also gut sein, dass eine Traumwohnung in 5 Jahren wegen dem Hund nicht angenommen werden kann!


Ansonsten gibt es noch folgende Punkte zu beachten:
Gibt es eine Möglichkeit, deinen Hund währen den Ferien zu platzieren? Auch hier sind allenfalls Kosten einzuberechnen.
Wer schaut auf den lieben Vierbeiner wenn einmal ein Notfall eintrifft?


Wichtig ist, dass der Kauf von einem Hund in der Familie und im Freundeskreis besprochen wird. So kann man sich unter Umständen gleich absichern.


Ein Hund braucht viel Zeit, Liebe und Geduld. Wer bereit ist diese Aufwände in Kauf zu nehmen, kann sich auf einen Freund fürs Leben freuen!

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