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Humanmedizin beim Hund

Eigentlich denkt man, dass es so einfach ist – Hat mein Hund Schmerzen, so kann ich ihm doch einfach eine Aspirin-Tablette geben, Kinder vertragen das ja auch – oder nicht? Auch in Internetforen grassiert diesbezüglich gefährliches Halbwissen, gerne möchte ich dazu etwas mehr schreiben.

Medikamente werden entwickelt und getestet – allerdings nur für diejenige Spezies, wofür sie gedacht sind. So werden Humanpräparate sicher nicht am Hund getestet. Dies würde auch keinen Sinn machen, denn der Stoffwechsel von Mensch und Hund verläuft grundverschieden. Medikamente werden anders aufgenommen, anders resorbiert, anders verstoffwechselt und auch anders abgebaut und ausgeschieden. Es ist also ein völlig falscher Trugschluss, dass Medikamente, die von Kindern vertragen werden auch von unseren Hunden vertragen werden.

In Deutschland ist es beispielsweise Tierärzten untersagt, Humanpräparate am Tier zu verwenden, diese dürfen nur sog. "umgewidmet" werden, wenn kein adäquates Präparat aus der Tiermedizin vorhanden ist.

Es gibt Medikamente aus dem Humanbereich, die auch mit Erfolg an Tieren eingesetzt werden – z. B. gewisse Herzmedikamente. Dies sind aber Medikamente, welche von Tierarzt so empfohlen werden und langjährig erprobt sind.

Bitte erspare deinem Hund gefährliche Selbstversuche! Gerade die Dosierung (welche vom Bedarf des benötigten Wirkstoffes abhängt) ist bei Mensch und Hund oft komplett anders, so dass es leicht zu Vergiftungen kommen kann, weil auch Leber und Niere des Hundes nicht für den Abbau von Humanmedikamenten vorgesehen sind und schon kleinste Fehldosierungen üble Ausmasse annehmen können.

In Internetforen grassieren diesbezüglich gefährliche Tipps, wie z. B. dem Hund bei Durchfall ein Immodium zu verabreichen. Weniger gefährlich und schonender sind da sanft-wirkende Präparate wie z. B Johannisbrotmehl, Heilerde oder Joghurt zum Aufbau der Darmflora.

 

Die 5 gefährlichsten Medikamente für Hunde aus dem Humanbereich

1.     Nicht-Steroidale Entzündungshemmer (Ibuprofen, Diclofenac) – als Tablette wie auch als Salben

2.     Paracetamol

3.     Antidepressiva

4.     ADHS Medikation

5.     Anti-Baby Pille

 

 

Also bitte: Auf keinen Fall Humanmedikamente dem eigenen Hund verabreichen, sondern direkt den Tierarzt konsultieren!

Sabrina Renz

Ganzheitliche Tiertherapeutin

 

 

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