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Hündinnen mit einer eitrigen Gebärmutterentzündung:

Die Gebärmuttervereiterung ist die am meisten vorkommende Erkrankung der Gebärmutter bei Hündinnen. Der Aufbau der Gebärmutter teilt sich in einen kleinen Gebärmutterkörper der danach in zwei längliche Gebärmutterhörner verzweigt. Dies ermöglicht unseren Hündinnen eine Vielzahl von Welpen unterzubringen. Die Welpen liegen dann aufgereiht, wie Perlen in diesen Gebärmutterhörner.

Ursachen einer Gebärmuttervereiterung:Eine sogenannte Pyometra (Gebärmuttervereiterung) entsteht immer nach der vierten bis zehnten Woche der Läufigkeit der Hündinnen. Während der ganzen Zeit der Läufigkeit ist der Muttermund leicht geöffnet, dies ermöglicht einerseits, dass Samenzellen eindringen können, andererseits können aber auch Bakterien aufgenommen werden. Nach dem Eisprung schließt sich dann der Muttermund. So wird geschaut, dass die befruchteten Eier geschützt sind. Nach dem Eisprung stehen die Hündinnen unter dem Einfluss des Hormons Progesteron. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Schleimhaut dicker wird und mehr Flüssigkeit produziert. Für Bakterien ist dies die perfekte Umgebung um zu gedeihen! So entsteht eine Gebärmutterentzündung. Bei einer Pyometra reagiert der Körper auf die Entzündung mit Bildung von Eiter. Der Muttermund ist ja wie oben erwähnt dann komplett geschlossen, so kann der Eiter also nicht abfließen. Leider wird das von uns Hundehalter meist nicht bemerkt. Meistens bemerkt man erst etwas, wenn die Giftstoffe im Blut aufgenommen werden und sich im gesamten Körper verteilen. Dies führt dann zu Vergiftungserscheinungen und sehr klaren Beschwerden. In 50% der Fälle öffnet sich der Muttermund wieder von selber und der Eiter fließt ab. Die Produktion von Eiter hört jedoch nicht auf.

Wie merke ich, ob meine Hündin eine Gebärmuttervereiterung hat? Wenn sich der Muttermund öffnet und der Eiter abfließt macht sich die Vereiterung durch einen übel riechenden Ausfluss bemerkbar. Die Hündin versucht sich ständig zu säubern durch Lecken. Wenn sich der Muttermund nicht öffnet, kommt es zum vermischen von Giftstoffen und Blut. Die Hündinnen bekommen starken Durst, Fieber und sind teilnahmslos. Im schlimmsten Fall dehnt sich die Gebärmutterwand immer mehr und wird dünner, bis sie am Schluss reißt! Durch einen Vorbericht kann der Tierarzt feststellen, ob der Ausfluss aus der Gebärmutter stammt. Hierzu untersucht er die Hündin mit einem Spekulum. Mit Ultraschall wird danach die Größe der Gebärmutter ausgemessen. Auch ein Blutbild kann über allfällige Infektionen Klarheit verschaffen.

Wie wird die Krankheit behandelt? Man muss bedenken, dass eine Gebärmuttervereiterung ein lebensbedrohlicher Notfall sein kann! Es ist also wichtig, dass sofort gehandelt wird. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, die Vereiterung zu bekämpfen.

Die konservative Behandlungsmethode: Bei der konservativen Behandlung, muss die Gebärmutter zuerst geleert sein, also kein Eiter mehr drin haben. Bei einem geöffneten Muttermund wird dies vom Tierarzt überwacht. Wenn der Muttermund geschlossen ist, gibt man den Hündinnen ein Hormon ab (Antigestagen). Durch diese Hormone öffnet sich der Muttermund und die Gebärmutter kann sich entleeren. Bei der konservativen Behandlungsmethode ist es zwingend notwendig, den Hündinnen ein starkes Antibiotikum zu verabreichen. Diese Variante wird bei Hündinnen gewählt, welche unbedingt in die Zucht sollten. Leider kommt es oft zu Wiederholungen und eine Operation ist dann trotzdem noch notwendig.

Der chirurgische Eingriff: Bei einer Operation werden die Hündinnen eigentlich kastriert. Die Patientinnen werden unter Vollnarkose von Ihren Eierstöcken und der Gebärmutter getrennt. So kann auch keine weitere Vereiterung mehr auftreten. Durch eine Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke kann es aber zu Nebenwirkungen kommen. Das Fell verändert sich, der Körper nimmt anders zu und ab, vor allem nehmen Hündinnen schneller zu oder es kann auch zu Harnträufeln kommen. Gerade gegen Übergewicht und schlechtes Fell kannst Du mit dem richtigen Futter deiner Hündin helfen. Wenn die Hündinnen nicht in die Zucht aufgenommen werden sollten, ist eine operative Behandlung sowieso das Beste. Das Risiko, dass die Hündin bei der konservativen Behandlung immer wieder Infektionen erleidet, ist zu groß. Das Operationsrisiko ist im Vergleich dazu eher gering. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass wenn die Behandlung genug früh vorgenommen wird, die Chancen am Besten stehen, bei Eintreten von Vergiftungserscheinung wird zu einer Operation geraten.

Fazit: Wie wir jetzt gelernt haben, entsteht die Vereiterung meistens vier bis zehn Wochen nach der Läufigkeit. In dieser Zeit müssen wir also sehr gut auf unsere Hündinnen acht geben und sie gut beobachten. So kannst Du eine allfällige Veränderung bemerken und sofort Handeln. Falls es zu einer Operation kommt, ist es äußerst wichtig, der Hündin danach viel Ruhe und eine Auszeit zu gönnen. Auch für Züchter ist ein chirurgischer Eingriff eine Überlegung wert, auch wenn die Hündin danach keine Welpen mehr bekommen kann. Wichtig ist ja eigentlich nur, dass unsere Hunde gesund sind!

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