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Hobby Hund - Der Hund als Sportpartner, vom Trickdog bis zum Rettungsprofi bei REDOG

Wer sich einen Hund kauft, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen welches mindestens zehn Jahre im Leben steht. Neben Kosten, Ferienablösung, Hunderasse und so weiter muss man sich auch Gedanken machen, was man konkret mit seinem Vierbeiner unternehmen möchte.
Nicht jeder Hund benötigt gleich viel Auslastung. Der kluge Mops gibt sich mit wenig zufrieden, der arbeitswillige Schäferhund jedoch kennt kein Ende wenn es ums Trainieren geht!

Setze Dich also vor deinem Hundekauf damit auseinander, wie viel Zeit Du deinem neuen Familienmitglied geben kannst. Wenn Du neben dem Hund noch Hobbys wie Volleyball oder Schwimmen hast, musst du dir dein Wochen Plan gut einteilen. Ich habe mich vollkommen für das Hobby Hundesport entschieden. Wo früher noch Platz für mehrere Stunden Reiten in der Woche war, stehen Heute drei bis vier Lektionen auf dem Hundeplatz an. Sämtliche Freizeitaktivitäten werden praktisch nur noch mit Hund ausgeübt. Wenn andere ins Fitnesscenter aufs Laufband gehen, renne ich mit Liv meine Kilometer durch den Wald, wenn meine Kollegen ins Alpamare gehen machen wir eine Wandertour. Das heisst aber nicht, dass ein Leben mit Hund eine komplette Einschränkung ist. Wie viel Zeit Du investierst und wie Du was planen möchtest ist dir überlassen.

Der Sportpartner Hund:

Du hast dich jetzt entschieden, dass Du deine Hobbys mit Hund ausüben möchtest? Gut, dann werden wir jetzt mal schauen, was am Besten zu Euch passt.

Bist Du der aktive, agile und sportliche Typ?
Dann bist Du bei der Sportart Agility genau richtig. Beim Agility arbeiten Hund und Hundeführer eng zusammen und bewältigen so einen Hindernis - Parcours. Die Hindernisse sind: Sprünge, Tunnels, Steg, Wippe, Slalom und Wand. Genaue Hilfestellungen von dir und volle Aufmerksamkeit von deinem Hund sind bei dieser Sportart oberste Priorität! Super geeignet für Agility sind zum Beispiel Jack Russel Terrier, also schnelle, wenige Hunde.

Lernst du gerne neues, bist kreativ und probierst gerne aus?
Dann empfehle ich dir, mit deinem Hund das Trickdog Training zu absolvieren. Hier lernt ihr über einfache Kunststückchen wie Pfote geben, Rückwerts laufen und Slalom auch schwere Sachen wie PET Flaschen entsorgen, Verneigen und auf zwei Beinen gehen. Für diese Tricks benötigst du einen Hund, der gerne und offen mit dir lernt. Wichtig sind hier sicherlich auch die richtigen Hundeleckerlis. :-)
Für diese Übungen kann man getrost auch mal Zuhause bleiben und im trockenen Üben. Dies würde einem Mops sicher viel Freude machen.

Liebst du Konzentrationsarbeit und Genauigkeit?
Probiere doch mal eine Obidience Lektion. Hier arbeiten Du und dein Hund in höchster Perfektion zusammen. Ausgezeichneter Grundgehorsam und viel Geduld sind für diese Sportart Voraussetzung. Alles wird über positive Bestärkung geübt. Hier könntest Du dich auch mit dem Clickern sicher wohlfühlen. Hier können nicht nur Collies und co. Trumpfen, auch mit einem Cesar bist Du hier am richtigen Platz!

Abwechslung, Vielseitigkeit und immer etwas Neues?
Meine neue Leidenschaft neben dem Agility ist der Begleithundesport. Führigkeit, Unterordnung, Gehorsam und Teamwork spielen eine grosse Rolle. In verschiedenen "Abteilungen" beweist du an Prüfungen, wie gut Du und dein Hund zusammen harmonieren. Im Gegenteil zur Sparte Obidience wird im Begleithund auch noch Nasenarbeit gefordert. Dies ist in Form von Fährten und Revier zu üben. In dieser Sportart sieht man oft Retriver und sonstige Nasenspezialisten.

Bist Du ein Actionfan und liebst es spannend?
Schnuppere mal bei einer IPO Stunde rein. Voraussetzung für diese Sportart ist ein Hund mit sehr starkem Nervenkostüm, der unerschrocken ist und eine hohe Belastbarkeit zeigt. Wie im Begleithund müssen auch die IPOler oder Schutzhündeler in Nasenarbeit, Unterordnung und Führigkeit. trainieren. Dazu kommt in dieser Sportart aber noch der eigentliche Schutzdienst. Hier trennet sich Reglement von Schutz und IPO ein wenig. In beiden Sparten werden Angriffe auf "Eindringlinge", Angriffe auf den Hund und die Verfolgung von Flüchtenden trainiert. Beobachten kann man hier oft die Schäferhunde, da die Ausbildung Teile der Polizeischule beinhaltet, sehen die Anforderungen an diese Hunde ähnlich aus.

In den Sparten Obidience, Begleithund und IPO bzw. Schutz spricht man immer wieder von Unterordnung und Führigkeit. Kurz zusammengefasst bedeutet das:
Unterordnung: Leinenführigkeit, Freifolge, Stellungen in der Fussposition, Apportieren, Warten mit Abruf, etc.
Führigkeit: Durchgehen einer Personengruppe, Abruf unter Ablenkung, Sitz aus der Bewegung, Stellung auf Distanz, Abrufen über die Hürde, etc.

Wasserratte? Schwimmbegeistert? Bootsbesitzer?
Dann empfehle ich dir, deinen Hund als Wasserarbeitshund auszubilden.
Zwar werden in der Schweiz zurzeit keine Wasserrettungshunde eingesetzt, im Privaten kann so ein Retter aber sehr nützlich sein. In dieser Sportart muss dein Hund sich in Unterordnung, also Leinenführigkeit, Frei folgen, Setzen-Legen, etc. an Land beweisen. Danach geht es ins Wasser. In den verschiedenen Level (Klasse 1 bis 4) müssen die Hunde unteranderem Distanzen von bis zu 1000 Meter schwimmend zurück legen. Vom Schwimmring übers Gummiboot bis zum Taucher wird alles aus dem Wasser gerettet. Auch bei dieser Arbeit sieht man oft Retriever.

Joggst Du in deiner Freizeit? Und liebst das erkunden von Feld und Wald?
Probiere mal die Sportart Canin Cross. Beim Canin Cross ist der Hund an einer Bauchleine während der ganzen Strecke angeleint. Zwischen drei und vier Kilometer sind in schnellst möglicher Zeit zu absolvieren. Klar geht es nicht nur ums schnelle Rennen, zwischen durch müsst ihr auch Hindernisse überqueren, wichtig dabei ist immer, dass dein Hund alles freiwillig und ohne grosse Mühe mitmacht. Dies ist ein Anlass, wo die ganze Familie mit den Hunden mitmachen kann. Optimal also auch für Kinder!

Teamsportler? Gerne im Wald?
Dann schau dir mal die Sportart Sanitätshund an.
Sanitätshunde waren zu Kriegszeiten die ersten Rettungshunde und heute gibt es in der Schweiz eine Ausbildung wie sonst nirgendwo. Sanitätshunde können Personen und Gegenstände im Wald finden und dem Hundeführer genau anzeigen, wo das sich das Gesuchte befindet. Neben dieser Suche wird auch in dieser Sportart Unterordnung im Sinne von Führigkeit, Apportieren etc. verlangt. Für dieses Hobby braucht es einen eher robusten, langbeinigen und doch wendigen Hund. Eignen würde sich sicherlich ein Husky oder ein Schäferhund.

All diese Hundesportarten sind praktisch mit allen Hunderassen zu bewältigen, einige können es schneller als andere, gehen tut aber mit der richtigen Einstellung und einem guten Trainer praktisch alles. :-)

Nun, es gibt dann noch etwas, was neben der Freizeitbeschäftigung und dem Hobby richtig sinnvoll ist. Nicht das Agility, Obidience oder Wasserarbeitshund keinen Sinn macht, aber das, was ich euch jetzt noch vorstellen möchte, rettet tatsächlich Leben.

REDOG:

Die freiwillige Organisation REDOG befasst sich mit allen Katastrophen Hunde. Die Rede ist also von: Katastrophenhunde, Geländesuchhunde, Mantrailing und Leichensuchhunde.
Der Verein stellt dem Kanton und dem Bund 365 Tage im Jahr Spezialisten Teams für Gelände- und Trümmersuche im In- und Ausland zur Verfügung. REDOG arbeitet eng mit dem Roten Kreuz, der Alpinen Rettung und der REGA zusammen.

Wenn dir also normales Hundetraining zu simpel ist und du einen wesensstarken, belastbaren Hund hast, schau dir doch die einzelnen Kategorien von REDOG mal genauer an und informiere dich über die genauen Aufnahmebedingungen.

Hier ein kurzer Einblick:
Katastrophenhunde sind Hunde, welche in Trümmer und Geröll verschollene Personen finden und durch Bellen oder verharren anzeigen.

Geländesuchhunde finden Personen in unübersichtlichen, freien Geländen wie zum Beispiel Wald und Feld. Sie können aber auch Gegenstände wie Rucksäcke oder Kleider aufspüren.

Mantrailingteams können in stark bewohnten Quartieren oder in der Stadt eine spezielle Geruchsspur aufnehmen und diese über Kilometer verfolgen. Auch nach Stunden oder Tagen erkennen die ausgebildeten Hunde die Geruchsspur noch in der Luft!

Leichensuchhunde kommen erst, wenn die ersten Personen bereits verstorben sind. Durch ihre Arbeit kann die Prioritätenliste gesetzt werden und noch lebende Personen gerettet werden.

Im Gegensatz zu den Rettungshunden wie im Text von Celina beschrieben, sind das alles freiwillige Hundeführer, welche ihre Tiere in der Freizeit und Privat ausbilden. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel Zeit und Geduld eine solche Ausbildung kostet. Die Resultate von REDOG zeigen jedoch, dass jeder Aufwand sich lohnt!

Wie Du siehst, gibt es praktisch nichts, was es nicht gibt im Hundesport. Informiere dich über die einzelnen Sportarten und überlege dir gut, welche Sparte am Besten zu euch passt.
Ich habe mit Liv einiges ausprobiert und werde sicherlich das eine oder andere auch noch testen. Mir macht das Erlernen von neuen Sachen am allermeisten Spass, egal in welcher Sparte. :-)

Das Hobby Hundesport ist sehr vielseitig. Neben all diesen Hundesportarten kannst du auch einfach das Joggen mit Hund im Wald und übers Feld zu deinem Hobby machen. Hier findest du einige Ideen, wie du dein Fitnessprogramm mit Hund absolvieren könntest.

Schlussendlich spielt es keine Rolle was Du machst, sondern das Du und dein Partner Hund gemeinsam Zeit verbringt, Spass habt und zusammen lernt!

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