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Hilfe ich habe einen wählerischen Hund – Was kann ich tun?

Die Futtermittelhersteller nennen sie gerne wählerische Hunde, weil es sich irgendwie noch gut anhört. Ein wählerischer Hund, das ist einer, der nicht jeden Mist frisst, sondern eben auswählt. 

Weniger positiv sehen es meist die Besitzer, wenn ihr Hund dauernd am vorgesetzten Futter herummäkelt. Ich kenne einen Hund, der immer sobald seine Besitzerin von der teuren Kleinpackung zum Ausprobieren auf die etwas preiswertere Grosspackung wechselte, genau dann fand, dieses Futter sei komplett ungeniessbar. Das örtliche Tierheim freute sich…

Wenn Hunde ihr Futter nicht mehr fressen mögen, was am häufigsten bei Trockenfutter vorkommt, gibt es verschiedene Stufen der Behandlung.

Verfeinert schmeckt’s besser

Stufe 1: Der Hund hat das Futter bisher gerne gefressen und lässt es eines Tages stehen. Er verträgt das Futter aber gut.
Lösung: Fasten lassen, kein Hund verhungert freiwillig. Vielleicht hat er irgendwo etwas genascht, es ist zu heiss oder sonst etwas hat ihm den Appetit verdorben. Nach einer Stunde den Napf wegnehmen und zur nächsten Mahlzeit wieder vorsetzen. Verweigert er auf Dauer das Futter oder frisst es nur noch widerwillig, kann man das Futter, falls es Trockenfutter ist, etwas attraktiver machen, indem man es anfeuchtet und oder z.B. einen Löffel Hüttenkäse oder etwas Feuchtfutter dazu gibt.
Achtung: Es besteht die Gefahr, dass der Hund das Futter fortan nur noch mit dieser Verfeinerung frisst!

Statt immer wechseln, lieber mischen

Stufe 2: Das Futter wird dauerhaft nur noch widerwillig oder mit Zusätzen gefressen.
Lösung: Das Futter sollte gewechselt werden. Auch wenn das neue Futter dann viel lieber genommen wird, sollte man es über mehrere Tage einschleichen und nicht plötzlich wechseln. Ein Futter, das vertragen wird und auch am Anfang gefressen wird, sollte mindestens sechs Wochen lang gefüttert werden, bevor man wieder wechselt. Gesünder ist es, wenn der Hund längere Zeit immer das gleiche bekommt.

Wenn es Alleinfutter ist, kann er auch sein ganzes Leben lang das gleiche bekommen. Doch nicht alle Hunde sind gleich und manche brauchen tatsächlich ein wenig Abwechslung. Meiner Erfahrung nach sind es eher die kleinen Hunde, die zum Mäkeln neigen. Falls der Hund immer wieder nach einiger Zeit das Futter verweigert, wird es schwierig, denn zu häufige Futterwechsel können die Verdauung ziemlich strapazieren und zu ernsthaften Verdauungsstörungen führen.

Ist der Hund schon älter kann es daran liegen, dass er das Trockenfutter nicht mehr gut riechen kann und deshalb nicht mehr fressen will oder ihm die Brocken zu gross oder zu hart sind. In dem Fall kann man das Futter einweichen oder auf Feuchtfutter wechseln.

Ich empfehle generell, vor allem dann, wenn der Hund sein Trockenfutter immer wieder nicht gerne frisst, zumindest hin und wieder etwas hochwertiges Nassfutter zuzufüttern. Das kann eine Mahlzeit am Tag sein oder nur eine Zugabe zu einer Trockenfutter-Mahlzeit. Es soll Hunde geben, die diese Mischfütterung nicht vertragen, mir ist persönlich allerdings noch keiner begegnet und es gibt auch keinen Grund, warum das nicht vertragen werden sollte, es sei denn, es ist minderwertiges Dosenfutter, das per se nicht vertragen wird.
Trotzdem gilt auch bei dieser Methode: Langsam dran gewöhnen und erst mal nur einen Löffel Feuchtfutter dazu geben. Auch ein gekochtes Ei, Joghurt oder Hüttenkäse sind eine gute Ergänzung, die von den meisten Hunden geschätzt werden.

Futter mit „Geschmacksverstärkern“

Stufe 3: Der Hund verweigert sein Trockenfutter immer wieder nach einer gewissen Zeit und verfeinern kommt aus gesundheitlichen oder praktischen Gründen nicht in Frage.

Lösung: Ein so genanntes halbfeuchtes Futter wie zum Beispiel Swiss Natural fresh probieren, das auch von mäkeligen Hunden meist angenommen wird oder ein Trockenfutter, das mit Wasser gegeben wird, wobei eine schmackhafte Sauce entsteht, zum Beispiel Josera Festival oder Belcando Finest Croc, Finest Lamb und Finest Light.

 Wer selber kocht oder barft, wird dieses Problem ohnehin nicht kennen, denn dort gibt es mehr Abwechslung und man kann genau die Komponenten auswählen, die der Hund mag und gut verträgt.

Bei Unverträglichkeit neues Futter suchen

Stufe 4: Der Hund mag sein Futter nicht und bekommt weichen Kot oder Durchfall.

Lösung: Bei Durchfall 24 Stunden gar kein Fressen. Anschliessend mit gekochtem Reis, Hüttenkäse und ein wenig gekochtem mageren Fleisch wieder anfangen. Geeignet sind auch Spezialfutter für Durchfallerkrankungen vom Tierarzt.
HIER erfährst Du was die Ursachen für Durchfall sein können.

Wenn das Futter auch danach wieder verweigert oder nicht 
vertragen wird, sollte man es wechseln. Allerdings ist es nicht immer einfach herauszufinden, was genau nicht vertragen und/oder gemocht wird. Da braucht es fachkundige Unterstützung vom Tierarzt und oder Ernährungsberatung, besonders dann, wenn sich die Geschichte immer wieder wiederholt. Hier muss dann vor allem eine Allergie oder Futterunverträglichkeit abgeklärt werden.

Find HIER heraus, ob Dein Hund eine Futter-Unverträglichkeit hat.

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