Herzerkrankung

Wenn das Herz nicht mehr will - Herzerkrankungen beim Hund
Erstmal sollte man sich als Hundebesitzer im Klaren sein, was die Normalfunktionen des Herzes und Kreislaufes beinhalten und wie diese Prozesse ablaufen. Deshalb sollen die hier kurz erklärt werden. Der Hund atmet Luft in die Lungen, worin die Blutgefässe Sauerstoff aufnehmen. Dieses sauerstoffhaltige Blut wird anschliessend zur linken Seite des Herzes transportiert. Danach wird das Blut mittels der Arterien zum Körper geleitet. Das Blut versorgt die Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Letztere werden aus dem Verdauungstrakt absorbiert. Die Körperzellen nehmen nicht nur auf, sondern geben dem Blut auch etwas ab. Dies sind vor allem Abfallstoffe und Kohlendioxid. Wird dieses sauerstoffarme Blut mittels Venen dann in die rechte Herzhälfte zurück gepumpt, geht es sogleich weiter in die Lungen, wo neuer Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgeben wird.
Herzerkrankungen beeinträchtigen diese Prozesse auf verschiedene Art und Weise. Oft geschieht dies durch eine Beeinträchtigung der Herzmuskeln oder –klappen, seltener auch von Tumoren. Hunde mit Herzversagen halten Wasser und Salz im Körper zurück, welche sich somit in Bauch und Lungen ansammeln. Dies wiederum verursacht Atemprobleme und Schwellungen im Bauchbereich. Die Pumpleistung des Herzens nimmt somit ab und führt beim Hund zu Müdigkeit und Schwäche.
Leider muss ein herzkranker Hund sein restliches Leben mit Medikamenten verbringen. Diese sorgen für eine Stärkung der Herzmuskulatur. Zudem sollen sie den Körper entwässern, um den Kreislauf zu unterstützen. Damit die Blutzirkulation besser wird und das Herz dadurch gegen weniger Widerstand anpumpen muss, werden auch die Blutgefässe geweitet. Als Herrchen oder Frauchen kann man seinem Hund vor allem mit salzarmer Ernährung und Bewegung behilflich sein. Salzarmes Futter führt dazu, dass sich weniger Flüssigkeit im Körper ansammelt. Diese Spezialdiäten sind mit einem Spezialist zu berechnen und zu diskutieren. Dabei können oft eigene Wünsche angebracht werden und es wird abgeklärt, ob dies positiv zur Gesundheit des Hundes beiträgt. Da ein kranker Hund oft keinen Appetit hat, hat der Geschmack des Futters natürlich auch eine hohe Priorität. Es ist möglich, dass der Tierarzt zu den Herzmedikamenten auch harnabtreibende Medikamente verschreibt. Ist dies der Fall sollte man neben dem Salz- zusätzlich den Vitamingehalt im Hundekörper abklären. Vitaminen werden bei solch eintretendem Flüssigkeitsverlust mit ausgeschwemmt und sollten darum wieder zugeführt werden.
Ist diese Spezialdiät einmal erstellt, sollte man darauf achten keine Ausnahmen mit Leckerlis oder Ähnlichem zu machen, denn diese beinhalten öfters viel Salz. Leidet ein Hund zusätzlich an Übergewicht sollte auch dieses in die Berechnung der Rezepte einbezogen werden, denn jedes Kilogramm zu viel belastet das Herz.
Meiner Meinung nach kann der Mensch bei einer solchen Erkrankung (im Gegensatz zu manch anderen) viel zur Besserung des Zustandes seines Hundes beitragen und sollte dies auch wahrnehmen!


Das könnte Dich auch interessieren

(0) Kommentare

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.