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Gibt es spielsüchtige Hunde?

 

Die meisten von uns kennen Hunde, die verspielt sind, gerne zu einer Runde Ball werfen aufgefordert werden und doch auch wieder ruhig neben uns und dem Ball herlaufen können. Doch was passiert, wenn der Hund plötzlich nur noch spielen will? Wenn der Ball oder Kong den Sozialpartner ersetzt? Ab wann kann man sagen, dass das Spielen zur Sucht wird?

 

Im ersten Teil meiner Serie über Spielsucht von Hunden möchte ich die Themen ansprechen, ab wann man von Spielsucht spricht und was bei einer Spielsucht im Hundekörper passiert.

 

Kann es sein, dass mein Hund ein "spielverrückter" ist?

 

Leider merken die wenigsten Hundehalter, dass ihre Hunde spielsüchtig sind. Wenn Hunde fortan taxieren, den Ball zurück bringen und uns auffordern, zu spielen sehen wir dies meistens mit viel Freude. Vielen ist nicht bewusst, dass sie bei diesen Vorgängen ihre Hunde zu Spielsüchtigen machen könnten, oder sogar die Spielsucht bereits weiter gefördert wird. Versteht mich nicht falsch! Es ist wichtig, dass ihr mit euren Hunden spielt! Spielen fördert die Bindung und Hunde gewinnen an Selbstvertrauen. Das Ausmaß, wie viel und wie extrem der Hund spielt entscheidet darüber, ob es ein Suchtverhalten ist oder der Hund sich nur sozial verhält.

Wann wird von einem Suchtverhalten gesprochen?

 

Unter dem Begriff versteht man bei uns Menschen folgendes: Ein großes Verlangen nach einem speziellen Erlebniszustand wird regelmäßig gesucht und gefordert. Die Persönlichkeit wird dadurch beeinträchtigt und soziale Kontakte und Bindungen werden enorm vernachlässigt. Folgen davon sind körperliche und psychische Störungen und der Verlust der Selbstkontrolle.

 

Wir können uns also vorstellen, dass es bei unseren Hunden sehr ähnlich ist. Die Sucht, also das Verlangen, von der Tätigkeit wird nie komplett gestillt. Es wird erst geruht, wenn der Ball oder der Kong weggepackt wird oder der Hund zwanghaft ruhig gestellt wird. Es ist dann aber nicht so, dass der Hund sich entspannt. Sobald man sich oder das Objekt der Begierde bewegt, springt der Hund auf, fixiert und ist voll da. Der Einsatz zum Spiel darf auf keinem Fall verpasst werden!

 

Du kannst also davon ausgehen, dass dein Hund spielsüchtig ist, wenn er in allen Situationen immer nur spielen will. Ob Du den Gegenstand wirfst oder daran ziehst spielt überhaupt keine Rolle. Diese Hunde fordern mit allem möglichen zum Spiel auf, Bälle. Kong, Stöcke, Zerrtaue, Steine, Tannenzapfen und so weiter.

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Was passiert bei einem spielsüchtigen Hund im Körper?

 

Ein derartig grosser Spieltrieb ist für den Körper permanente Erregung und das bedeutet ständiger unbewältigter Stress für Hunde. Der Hundekörper stellt auf Überlebensmodus um. Das bedeutet, dass die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin den Blutdruck steigen lässt, die Herzaktivität beschleunigt und die in dieser Situation nicht wichtigen Systeme wie die Verdauung abschalten. Der ganze Körper und Organismus ist also hellwach und in voller Bereitschaft und Aufmerksam auf dem allerhöchsten Niveau.

 

All diese Anzeichen sind ja eine wunderbare Reaktion, wenn es wirklich ums Überleben geht! Ist dieser Stress und die Belastung jedoch regelmäßig, kann es auf die Dauer zu gesundheitlichen Beschwerden führen.

 

Klar, wenn wir unsere Hunde glücklich spielen sehen, denken wir nicht in erster Linie daran, dass er sich auch Schäden davon ziehen kann. Hohe Erregung in einer längeren Zeitspanne führt jedoch zu nicht bewältig barem Stress für die Hundekörper. Gesundheitliche Probleme folgen erst nach einer längeren Zeit. Nach langen Phasen der hohen Belastung ist also allen Hundebesitzern geraten, legt eure Hunde zur Ruhe. Cortisol und Adrenalin müssen abgebaut werden.

 

Nicht nur die Spielsucht kann zu grossem Stress führen. Es gibt auch noch andere Aspekte für dieses Stadion:

 

Wenn die primären Bedürfnisse der Hunde nicht erfüllt werden. Hierzu gehören Hunger, Bewegung, Schlaf und Durst.

 

Soziale Fehlverhalten wie Angst, Aggression oder extrem unsicheres Verhalten. Ebenso gehören geringe Belastbarkeit und hohes Erregungspotenzial dazu.

 

Umwelteinflüsse wie Lärm, Kälte oder Hitze.

 

Und zu guter Letzt, wir als Mensch. Für nicht gut sozialisierte Hunde können wir extremen Stress auslösen oder wenn wir nur noch an Leistung denken bei der Hundeerziehung. Das Letztere führt zu eiere enormen Überforderung.

 

Zum Schluss von diesem Beitrag möchte ich noch die gesundheitlichen Aspekte anschauen. Klar ist uns allen, wenn Hunde ständig nur rennen ist das für den Hundekörper auf Dauer nicht gesund. Typische Beschwerden sind, Bänder, - Sehnen, - und Knieverletzungen, Rückenverletzungen durch das ständige Abbremsen sowie Prellungen oder Zerrungen. Dazu kommt, dass die Hunde vor lauter Spielsucht die Gegenstände verschlucken oder sogar einen Hitzeschlag durch Überhitzung im Körper erleiden.

 

In meinem nächsten Blog werde ich über die Entstehung von Spielsucht berichten und erklären, was man dagegen unternehmen kann.

 

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