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Geerdet, in seiner Mitte sein, im Lot, im Gleichgewicht - Doch was bedeutet dies konkret? Was passiert, wenn diese Mitte ins Wanken gerät?

Die ganzheitliche Schwäche der Mitte

Geerdet, in seiner Mitte sein, im Lot, im Gleichgewicht … all diese Redewendungen sagen aus, dass wenn man seinen eigenen Mittelpunkt gefunden hat und dieser stabil ist, so ist alles in bester Ordnung. Doch was bedeutet dies konkret? Was passiert, wenn diese Mitte ins Wanken gerät? Darauf möchte ich heute eingehen.

 

Die Traditionelle Chinesische Medizin

Die TCM kennt fünf sog. Wandlungsphasen (Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde). Diese bilden einen dynamischen Kreislauf. Wenn dieser Kreislauf störungsfrei läuft, so ist ein Organismus gesund und ausgeglichen. 

Kreislauf-V1b

Eine Sonderstellung nimmt dabei das Erdelement ein. Die Erde wird in einer alten Darstellung dieser Wandlungsphasen in der Mitte gezeigt – das heisst: Die "Mutter Erde" nährt die andern vier Elemente – ist sie selbst gestört, so zieht dies unweigerlich eine Störung der anderen Elemente mit sich. Störungen des Erdelementes zeigen sich in folgenden Problemen: Verdauungsprobleme (vorallem Durchfall), Anfälligkeit gegenüber Stress und zu grosser Belastung, Mühe im Muskelaufbau und schlimmere Beschwerden bei feuchtem Wetter um nur die wichtigsten zu nennen. Wenn Du deinen Hund in dieser kurzen Beschreibung wiedererkennst, so ist es wahrscheinlich, dass seine energetische Mitte gestört ist und ich empfehle dir einen guten Tierakupunkteur aufzusuchen, der diese Mitte wieder herstellen kann.

Die "Mutter Erde" hat zudem einen weiteren tiefgreifenden Punkt in der TCM. Die TCM sieht ein Lebewesen als Verbindung zwischen der nährenden Erde und dem Kosmos. Wenn die Energie zwischen Kosmos und Erde ohne Blockaden fliessen kann, so wird ein Lebewesen optimal energetisch durchströmt. Dies klingt – zugegebenermassen – ziemlich abgehoben, aber meine Erfahrung zeigt, dass an dieser Theorie definitiv etwas dran ist. 

 

Muskeln, Organe und Skelett

Betrachten wir unsere Hund nun noch mit einem etwas wissenschaftlicheren Auge. Wenn wir uns die Mitte unserer Hunde nun genauer anschauen, was finden wird dort? Die Wirbelsäule auf der Mittellinie, in der Mitte des Bauchraumes das Zwerchfell, die Lungen, Verdauungsorgane, Leber etc. 

Es fällt besonders auf, dass die Verdauungsorgane einen besonderen Bezug zum Erdelement haben und nun also auch hier noch einmal auftauchen. Dies ist kein Zufall, sondern einfach die Betrachtung eines Problems von zwei Seiten – spannenderweise sind diese fast immer deckungsgleich, wenn man die TCM und die klassische Schulmedizin etwas näher vergleicht.

Was heisst das nun für diese ganzen Strukturen, die in der Körpermitte liegen? Bei einem gesunden Hund erst einmal nichts Spezielles. Wird der Hund aber krank, so gilt es neben der Schulmedizin auch einen ganzheitlichen Blick auf den Hund zu werfen. Wie oft hört man "Mein Hund hat Durchfall, weil er Stress hat" – für viele ist dies nichts Ungewöhnliches und Stress (z. B. durch eine Hundesportveranstaltung oder Stress des Besitzers) wird quasi gleichgesetzt. Dass es aber zig Hunde ohne Durchfall bei Stress gibt, wird dabei gerne vergessen. Oft korrelieren auch Wirbelblockierungen (sehr oft in der Lendenwirbelsäule oder dem Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule) mit einer anfälligen Verdauung (bis hin zu Magengeschwüren). 

 

Wie bemerke ich Wirbelblockierungen bei meinem Hund?

Erst einmal gibt es keine sog. "verschobenen Wirbel". Wäre die Rückenwirbel tatsächlich verschoben, so wäre der Hund ab demjenigen Wirbel, der verschoben ist, gelähmt (Unfallgeschehen hier einmal ausgeschlossen). Was man immer wieder hört und was damit in 95% aller Fälle gemeint ist: Ein falsches Spannungsverhältnis in diesem Bereich des Wirbels führt zu Problemen. Konkret: Ist beispielsweise auf einer Seite des Rückens die Muskulatur zu schwach, so "zieht" auf der gegenüberliegenden Seite die starke Muskulatur ungleich am Wirbel. Der Wirbel ist somit einem ungleichen Spannungsverhältnis ausgesetzt, was unbehandelt langfristig zu Problemen führt.

 

Konkrete Hinweise auf blockierte Wirbel:

Eingeschränkter Bewegungsradius

Unrhythmisches Gangbild

Steifer Rücken

Empfindlich auf Berührungen im Rücken

Aufgestellte Haare im Rückenbereich

Mühe mit der Verdauung

Steifes Tragen des Kopf- und Halsbereiches

Mühe beim seitlichen Biegen

Nur noch Liegen auf einer Seite

Etc.

Wenn Du mehrere dieser Anzeichen bei deinem Hund bemerkst, so ist der Gang zu einem Hundeosteopathen in deiner Nähe das Richtige. Idealerweise wird dieser Genesungsprozess dann noch mit Akupunktur unterstützt, denn erst ein schwaches Qi lässt diese veränderten Spannungsverhältnisse überhaupt zu.

 

Sabrina Renz

Ganzheitliche Tiertherapeutin 

Foto: Stefan Lüthi 

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