Frühlingsanfang – Was sind die Gefahren für meinen Hund?

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Einige haben schon lange darauf gehofft, nun ist es laut Kalender endlich soweit: Der Frühling ist da. Die Natur lässt sich an manchen Orten noch etwas Zeit mit dem Frühlingswetter aber manche Blumen und andere Frühlingsboten waren dieses Jahr bereits im Februar zu finden. Der Frühling ist vor allem für uns Hundefreunde eine super schöne Zeit, in der man viel draussen ist und einiges erleben kann. Doch leider bietet auch der Frühling einige Gefahren, vor denen wir uns in Acht nehmen sollten. Was mit dem Frühlingsbeginn alles auf uns und unsere Hunde zu kommt, erfährst Du im heutigen Beitrag in unserem Magazin:

Im Frühling blühen auch die Giftpflanzen auf:

Viele Pflanzen, die im Frühling im Garten oder in unseren Vasen zu finden sind, sind für Hunde leider giftig und sollten von ihnen fern gehalten werden. So ist zum Beispiel die Tulpe mit Giften versehen, die bei Hunden zu Reizungen der Schleimhäute führen. Auch Osterglocken sind giftig und führen zu Krämpfen und Herzrhythmusstörungen. Maiglöckchen im Garten sind typische Frühlingsboten, sollten aber keinesfalls einem Hund ins Maul geraten, auch sie sind giftig. Im Garten ist auch der Rhododendron eine Gefahr für die Tiere. Diese Pflanze ist hochgiftig und kann bei Hunden zu Erbrechen, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden führen. Der immergrüne Buchsbaum, der ebenfalls oft in Gärten zu finden ist, kann zu Vergiftungen mit Erbrechen, Durchfall und Krämpfen führen. Die Thuja wird auch sehr oft als Gartenpflanze genutzt, jedoch enthält diese Pflanze sehr giftiges Öl. Vor allem junge Hunde kauen ab und zu auf Pflanzen herum und es besteht daher grössere Gefahr einer Vergiftung. Ältere Hunde interessieren sich meistens nicht mehr allzu sehr für Pflanzen, trotzdem ist es immer sicherer, auf giftige Pflanzen im Garten zu verzichten.

Allergien:

Im Frühling fliegen die Pollen, und nicht nur Menschen können davon Heuschnupfen kriegen, sondern auch Hunde zeigen manchmal allergische Reaktionen. Diese zeigen sich bei Hunden mit Juckreiz und Hautveränderungen, Haarausfall oder Rötung der Haut. Die Pollen werden über die Haut aufgenommen und bleiben auch im Fell hängen. Auch Niesen und Bindehautentzündungen können auftreten und auf eine Allergie hinweisen. Um heraus zu finden, worauf ein Hund genau allergisch ist, muss bei einem Tierarzt ein Allergietest gemacht werden. Je nach dem ist die Behandlung sehr einfach oder benötigt viel Geduld und Zeit. Heilen und Vorbeugen kann man eine Allergie in den meisten Fällen nicht.

Fellwechsel:

Auch der Fellwechsel ist für die meisten Hunde im Frühling wieder aktuell. Das Winterfell wird abgestossen und das leichte Sommerfell kommt darunter hervor. Das bedeutet für uns überall Haare und eine intensivere Fellpflege für unseren Liebling. Denn die alten Haare müssen ja weg, und das geht am besten mit unserer Hilfe. Gerade am Abend vor dem Fernseher hat man ja genügend Zeit um den Hund einmal gründlich durchzubürsten und dann kann man die losen Haare auch sofort entsorgen. Natürlich fliegen auch bei täglichem Kämmen noch überall Haare herum, dann ist halt ein bisschen mehr Staubsaugen notwendig. Für Hunde mit speziellem Fell oder Hunde, die nicht haaren, gelten andere Regeln. Die sind dann jedoch rassespezifisch.

Badesaison:

Natürlich kommt mit dem warmen Wetter auch die Badesaison wieder zurück. Manche Hunde lieben es im Wasser zu sein und sich abzukühlen oder einfach zu plantschen. Leider ist aber nicht jedes Gewässer dazu geeignet um darin zu baden. Auch für unsere Vierbeiner sind zu starke Strömungen gefährlich. Am Besten geeignet sind deshalb stehende und flach auslaufende Gewässer, wo sich der Hund langsam an die tieferen Stellen herantasten kann solange er das will und auch problemlos wieder ans Ufer kommen kann. Hier gilt es zusätzlich Badeverbote zu beachten, denn nicht überall ist das Baden für Hunde erlaubt. Auch auf Wildtiere, andere Hunde und Menschen, die sich am Flussufer aufhalten sollte Acht gegeben werden. Und zum Schluss gibt es auch im Wasser einige gefährliche Substanzen, die für Hunde giftig sein können. So ist zum Beispiel ein See voller Algen teilweise mit Giften dieser Algen versehen oder stark verschmutzte Gewässer können alles Mögliche enthalten, dass der Hund danach im Fell hat und eventuell ableckt und es so in den Körper aufnimmt. Idealerweise lässt man den Hund deshalb nur in sauberem Wasser baden.

Zecken, Wespen, Bienen, Flöhe:

Im Frühling erwachen leider auch die Insekten wieder aus ihrer Überwinterung. Unter ihnen einige der unangenehmen Vertreter wie zum Beispiel Zecken, Flöhe, Wespen und Bienen, die für Hunde sehr gefährlich werden können. Zecken zum Beispiel übertragen eine Krankheit namens Borreliose, welche für Hunde extrem schlimme Folgen haben kann. Deshalb ist ein Zeckenschutz sicher ratsam, dieser kann in Form von Sprays oder Halsbändern und zusätzlichem Absuchen der Hunde nach Waldspaziergängen geschehen. Zecken die sich bereits im Hund verbissen haben, müssen mit einer speziellen Zeckenzange sorgfältig entfernt werden. Dabei ist wichtig, dass man die Zecke an einem Stück entfernt, also auch den Kopf des Tieres erwischt. Normalerweise reicht das normale Entfernen einer Zecke aus, es kann aber sein, dass sich der Hund mit der Infektionskrankheit Borreliose infiziert hat und ein Arzt aufgesucht werden muss. Falls zum Beispiel die Haut um den Zeckenbiss gerötet ist, oder sich das Verhalten des Hundes in der Zeit nach dem Zeckenbiss komisch äussert, sollte zur Sicherheit ein Tierarzt aufgesucht werden. Die Symptome für Borreliose sind sehr verschieden, weshalb man sich oft nicht sicher sein kann und es lieber abklären lässt. Auch Flöhe sind für Hunde unangenehme Mitbewohner, die aber ebenfalls mit einfachen Flohmitteln vertrieben werden können. Falls der Hund aber mit Flöhen befallen ist, sollte man sich beim Tierarzt die Mittel für eine effiziente Behandlung holen. Flöhe sind meist ungefährlich, führen aber zu Juckreiz und gehen schnell auch auf andere Hunde und seltener auch auf andere Tiere oder Menschen über. Eine schnellstmögliche und genaue Behandlung ist darum für alle Beteiligten ratsam.

Wespen und Bienen sind leider ab dem Frühling auch wieder unterwegs und setzten sich überall auf Blumen und Nahrungsmittel. Schnell stechen diese Tiere zu, wenn sie sich bedroht oder gestört fühlen, was für einen Hund sehr schmerzhaft bis sogar gefährlich werden kann. Wie bei Menschen auch kann ein Hund allergisch auf Stiche reagieren und deshalb im schlimmsten Fall auch sterben, wenn nicht schnell gehandelt wird. Vor allem sind Hunde gefährdet, weil sie die Welt mit der Nase erkunden und die Stiche deshalb meist im Nasen-, Mund und Rachenbereich auftreten, wo ein Anschwellen sehr gefährlich sein kann. Sollte Dein Hund also einen Stich im Gesicht abgekommen und diese Region zu schwellen anfangen, muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Schnell ist die Luftröhre eingeengt und das Atmen erschwert, was nicht nur unangenehm sondern auch gefährlich ist.

 

 

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