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Ferienhunde nehmen

Das private Hundenetzwerk wird von Jahr zu Jahr grösser. Man kann sogar schon sagen von Monat zu Monat. Diverse Male wurde ich angefragt, ob ich einen Ferienhund nehmen würde. Nun habe ich den lieben Connell von unserer Michèle auf ein Probewochenende zu uns genommen. Michèle wird im Januar für zwei Wochen in die Ferien gehen und ich mache den Hundesitter für sie.

Unser grosser Vorteil ist, dass die Hunde sich bereits ziemlich gut kennen und Michèle meine Gin schon 10 Tage in den Ferien hatte. Das Grundgerüst für eine reibungslose Ferienzeit ist also gelegt. Für den Fall, dass sich die Hunde nicht kennen, kommen hier die wichtigsten Punkte.

Was habe ich für Hunde zuhause?

Niemand kennt seine Hunde besser als Du. Du musst dich also fragen, mit welchen Hunden Deine Hunde sich vertragen und mit welchen nicht. Gerade bei Hündinnen ist eine weitere Hündin eher mit Vorsicht zu geniessen. Bei Michèle konnte ich auch wählen, ob Rüde oder Hündin und ich nehme dankend den Rüden an. Grob kann man sagen, dass Hündinnen vor allem mit kastrierten Rüden kein Problem haben.

Faktor Zeit:

Es ist einfach gesagt, ein Hund mehr oder weniger spielt keine Rolle. Das stimmt so nicht ganz. Wenn ein Hund richtig ausgelastet wird, reicht ein Spaziergang alleine nicht. Die Denk-Arbeit und das Spielen müssen auch für den Ferienhund eingeplant werden. Gerade im Winter mit der Leuchtausrüstung und den Hundemäntel bringt ein weiterer Hund auch mehr Arbeit mit sich.

Platz:

Dazu kommt dann noch der Faktor Platz. Ein weiterer Hund möchte auch in der Ferienwohnung seinen Platz einnehmen können und sich wohlfühlen.

Wenn all diese Punkte passen, geht es an die fein Planung und an die Vorbereitung.

Ich denke, es ist sinnvoll einen Ferienhund einmal an einem Wochenende probeweise zu hüten. Connell kam am Samstagvormittag zu uns und wir haben ihn gleich vor dem Haus in Empfang genommen. Es hat seine Vorteile, Hunde auf neutralem Boden zusammenzulassen. Egal ob sie sich kennen oder nicht. Danach haben wir mit allen Hunden einen kleinen Spaziergang zum Tannenbaumverkauf gemacht. Als wir Zuhause angekommen sind habe ich Connells Hundebett direkt bei uns in der Stube platziert. Die meisten Hunde mögen einen geschützten Platz, bei dem sie aber trotzdem den Überblick über den Raum haben.

Da alle drei Hunde vor lauter Tannenbäume total fertig waren, hiess es zuerst einmal Schlafenszeit. Connell hat sich gleich in seinem Bettchen eingekrugelt und geschlafen.

Ferienhunde fühlen sich in den ersten Stunden meistens nicht total wohl. Es ist alles neu, es ist das Revier von anderen Hunden und Frauchen oder Herrchen fehlen auch den harten Kerlen. Dann heisst es einfach abwarten. Die Hunde sollen von selber die Wohnung erkunden und schauen, was wo ist. Ein kleiner Tipp von mir: Stellt mehrere Wassernäpfe auf. Je nach Rudelstellung trauen sich die Ferienhunde nicht, zum Napf zu gehen!

Auch wenn es um das Füttern geht ist Achtsamkeit gefragt. Oft passieren in der Fütterungszeit Dinge, die das Rudel danach austragen muss. Weisst Du welchem Hund Du das Futter zuerst hinstellst? Bei mir kriegt immer Liv als erste. Ich werde das also auch weiterhin so machen. Unser Ferienhund kriegt das Futter also nicht vor Liv. Ich stelle die Näpfe auch so auseinander, dass die Hunde sich nicht unnötig stressen beim Fressen.

Im Normalfall kann ich die Küche verlassen sobald die Mäuler in den Näpfen stecken, wenn ich einen Gast habe, warte ich bei den ersten Mahlzeiten ab, wie sich das Rudel verhält. Doof wäre wirklich, wenn die Hunde sich aus reinem Futterneid ankeifen.

Wenn Du einen Ferienhund übernimmst, ist es wichtig, dass Du ihm sein gewohntes Hundefutter geben kannst. Das hilft gleich, dass „Zuhause Gefühl“  zu vermitteln. Viele Hunde vertragen einen Futterwechsel auch nicht so gut.

Verantwortung übernehmen:

Denk daran, wenn Du einen Ferienhund übernimmst, trägst Du automatisch die volle Verantwortung. Kläre mit dem Besitzer also auch die weniger angenehmen Dinge ab. Wer ist der Tierarzt? Wie ist der Hund versichert? Wie reagiere ich im Notfall und was passiert, wenn dem Besitzer etwas passiert. Ich weiss, niemand spricht gern über solche Themen, wir sind es unseren Hunden aber schuldig.

Bei mir ist ganz klar, wenn meinem Hund etwas zustösst soll Michèle so handeln, wie wenn es ihr Hund wäre. Unser Tierarzt ist ihr bekannt und bei mir im Impfpass sind sämtliche Notfallinfos hinterlegt.

Ich wünsche euch allen wunderschöne Festtage und bis bald, Xenia mit Gin, Connell und Liv 

Tags: Hunde Xenia
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  • Verantwortung, danke

    Danke für die verständlichen und hilfreichen Informationen, Ferienhund.
    Alles gUte und viel Hundefreuden im 2018. Gabi Coray

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