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Fährten an der Begleithunde 1 Prüfung:

 

In meinem letzten Blog habe ich euch über die Sparten Unterordnung und Führigkeit berichtet. Heute geht es ums Fährten und wie ich mich optimal auf eine Prüfung vorbereite.

 

Was brauche ich zum Fährten?
Fürs Fährten wird eine Schleppleine von 6 bis 10 Meter benötigt. Dazu  benötigst Du ein Halsband und ein Fähnchen so wie ein Fährtengegenstand.

 

An der Fährten Prüfung:
Im Begleithund 1 muss die Fährte ungefähr 150 Meter lang sein, einen Winkel haben, also eine 90Grad Richtungsänderung und am Schluss der Fährte muss ein Gegenstand liegen, welcher der Hund anzeigen muss. Diese Anzeige kann durch verweisen in einer Position (Sitz, Platz oder Steh) passieren oder aber der Hund bringt den Gegenstand und zeigt das Auffinden so an. Die Fährte wird von dir, als Hundehalter abgelaufen. Der Richter gibt dir vor, wo Du starten musst und in welche Richtung dein Richtungswechsel ist. Dann steckst Du dein Fähnchen ein und verweilst beim Fährtenabgang ungefähr eine Minute. Danach musst Du die 150 Meter in gleichmässigen Schritten und ohne zu Scharren ablaufen. Achte darauf, dass Du ca. 70cm lange Schritte machst. Am Schluss der Fährte kannst Du den Gegenstand platzieren. Danach solltest Du noch fünf oder sechs Schritte gerade ausgehen und dann die Fährte in einem Bogen verlassen. Du musst darauf achten, dass dein Hund deinen Rückweg nicht in die Nase bekommt!
Wenn Du deine Fährte fertig hast, heisst es warten. Nach ungefähr zehn Minuten kannst Du dann deinen Hund holen. Mit der langen Schleppleine begibst Du dich an den Startpunkt. Das Kommando Such gibt dem Hund den Start fürs Fährten. Du musst zwingend stehenbleiben und die Leine ganz auslassen, bis Du deinem Hund folgen darfst! Nun liegt es an deinem Liebling, ob er die Fährte korrekt findet und absucht. Sobald der Hund deinen Gegenstand verweist, gehst Du nach vorne und hebst den Gegenstand auf, sodass der Richter den Gegenstand sieht. Nun kannst Du deinen Hund loben und die Arbeit ist getan. Wenn dein Hund über den Gegenstand läuft oder ihn nicht bringt oder verweist gibt das automatisch 20 Punkte Abzug, Du kannst aber die Prüfung immer noch bestehen, um das Prüfungsabzeichen zu erhalten, benötigst Du 70 Punkte in jeder Disziplin.

 

Nach der Prüfung:
Nach der Prüfung erhältst Du ein Notenblatt auf dem Du die einzelnen Bewertungen in den Sparten sehen kannst. Dies ist für dein weiteres Training sehr von Vorteil, da Du das, was nicht gut lief, mehr üben kannst!

 

Meine Prüfungsvorbereitung:
Vorneweg, es gibt nicht DIE Prüfungsvorbereitung schlecht hin. Jedes Team bereitet sich anders auf den grossen Tag vor. Am Sontag war ich um 5.00 Uhr hell wach. Meine arme Trainerin erhielt um diese Uhrzeit schon die ersten SMS. Eigentlich bin ich krank, schrieb ich ihr. Ich könne nicht kommen. Prompt kam eine Antwort, Xenia, es wird so oder so Abend also. Gut ich riss mich am Riemen und kuschelte mich nochmals unter die Decke, obwohl ich doch schon einige Agility Turniere lief, war mein Lampenfieber riesig. Ich lief am Dienstag das ganze Prüfungsprogramm nochmals ab. Alle meine Trainingspartner begutachteten mich und ich konnte alles üben. Die letzte Fährte machte ich dann am Samstag vor meiner Prüfung, also ein Tag vorher. Ich versuche vor den Prüfungen immer mein Teil, also die Theorie ,perfekt zu beherrschen. Dieses Mal habe ich mir den Prüfungsablauf an den Kühlschrank geklebt. Eine Woche lang schaute ich das Programm jeden Tag mehrere Male an. Dies sollte klappen. Hundeguzeli, Gilet, Leinen, Halsband und Spielzeug sowie Apport Gegenstand kommen in eine Tasche welche ich immer am Abend vorher packe. Ebenfalls mein „Outfit“. Wanderschuhe, Regenhose, Winterjacke und Kappe. Aller parat, dass ich am Morgen nur noch Hund und Kaffee schnappen muss. Am Sontag Morgen war ich dann nicht für einen Kaffee zu begeistern. Mit einem „antistress“ Tee und einem komplett überdrehten Hund betrat ich den Hundeplatz. Mir war es echt schleierhaft, was mich dazu bewog, mich für diese Prüfung anzumelden. In meinen  Gedanken kreisten nur noch Horrorszenarien von versauten Fährten und vergessenen Abläufen. Nichts desto trotz konnte ich Liv eine Runde springen lassen, sie versäuberte sich und war happy, dass wir am „Hündele“ sind. Beim Freiablegen ist die Nervosität dann übergeschwappt, nach zwei Minuten setzte sich Liv auf, verharrte aber in dieser Position. Für die Unterordnung erhielt ich 76 von 100 Punkten. Die ganze Nervosität war verschwunden! Ich war so überglücklich, dass meine kleine Liv einfach alles für mich gab und sich so für mich einsetzte, ich konnte nur noch besser werden! In der Führigkeit erhielt ich sagenhafte 90 Punkte! Leider hatten wir beim Fährten Pech, Liv hatte keine Lust mehr.
J Es reichte noch für 15 Punkte. Nichts desto trotz bin ich über die geleistete Arbeit immer noch super zufrieden und ich empfehle es jedem, es einfach zu probieren. Die Richter werden euch schon nicht fressen! Viel Glück.

 



 

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