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Entspannung für Hunde

Als ich mich dazu entschied, mir einen Malinois zu kaufen, haben mich viele Hundeleute davor gewarnt. Du wirst nie mehr eine ruhige Minute haben, die Hunde sind total hyperaktiv und nervig. Nichts destotrotz blieb ich bei meiner Entscheidung und Gin wohnt nun seit über einem halben Jahr bei uns.

Ich behaupte nicht, dass sie nicht nervt, ich behaupte auch nicht, dass mein Alltag mit ihr anstrengender geworden ist und das sie sehr viel Energie hat. Sie ist schnell, schnell in der Reaktion, schnell in der Aktion und schnell in der Erholung. Sie ist in allem so viel schneller als Liv, dass ich es manchmal nicht glauben kann. Umso mehr achte ich sehr genau darauf, dass sie immer wieder Phasen der totalen Entspannung hat.

Ich möchte euch mit diesem Bericht zeigen, wie ihr euren Hunden helfen könnt, sich zu entspannen, Energie zu tanken und sich zu erholen.

Was bedeutet Entspannung?
Entspannung ist ein Zustand, der sich für uns Menschen als gut anfühlt. Es wird gerne „erlangt“. Für Tiere ist Entspannung ebenfalls sehr wichtig, aber nicht die Entspannung selber, sondern der Prozess bis zur Entspannung macht es aus, wie es sich anfühlt. Es ist bewiesen, dass genau so wie Entspannung auch Erregung Funktionen im Gehirn sind. Gerade bei sehr aktiven Hunden wie Gin ist der Erregungszustand sehr oft vorhanden. Der Körper ist immer parat, die Augen immer offen, die Ohren hören alles. Dann kommen noch Emotionen hinzu, welche die Situation je nach  Hund anders einschätzen. Emotionen sagen, wie man reagieren soll. Die drei E’s, Erregung, Emotionen und Entspannung sind eng zusammen zu führen. Es ist also wichtig, dass wir unseren Hunden ihre Emotionen  kennen, um sie optimal in Entspannung bringen zu können. Wichtig ist auch, dass wir wissen, dass Erregung nicht neutral ist. Es ist immer die Wichtigkeit des Einzelnen dazu zu betrachten. Je nach Hund wird er durch etwas erregt was seine Emotionen ihm als Grund angeben.  

Man kann also sagen, Emotionen geben der Erregung die Wertigkeit und Erregung der Emotion die sogenannte Intensität. Es geht aber noch einen Schritt weiter. Wir müssen lernen, dass Entspannung auch je nach dem anders wirkt. Ist die Erregung sehr positiv, wird die Entspannung eher frustrierend und anders rum genau so. Man darf also nicht einfach Entspannungstrainings für gewisse Abläufe trainieren, es muss immer alles individuell angepasst werden.

Für was braucht mein Hund Entspannungsphasen?

In einer Phase der Entspannung kann sich der Körper regenerieren und erholen. Hunde, die vor vielen Sachen Angst haben, können während der Entspannungszeit präventiv auf schwierige Situationen vorbereitet werden. Wie bei uns, entspannte und erholte Menschen reagieren gelassener wie Dauergestresste.  Es ist ebenfalls von Vorteil, wenn Hunde ein Kommando oder ein Zeichen für Entspannung kennen, so kann man ein Verhalten auch schnell unterbrechen und die Aufmerksamkeit um lenken.

Wie lerne ich meinem Hund Entspannung?

Entspannung geht vor allem durch die Haut.

Man kann sich die Haut als Verbindungselement von innen und aussen vorstellen. Wir können also davon ausgehen, dass unsere Hunde beim Anfassen entspannen.

Um heraus zu finden, ob das so auch stimmt. Kannst Du Dich an diversen Anzeichen, welche Hunde in einem entspannten Zustand zeigen.

Hunde die entspannt sich zeigen eine langsame Atmung und die Mundwinkel lösen sich. Unsere Hunde dösen oft oder schlafen sogar ein. Bei einer Massage ist es immer gut, wenn die Hunde sich freiwillig hinsetzten oder sogar hinlegen. Hunde die in Stresssituationen hecheln, reduzieren das stark.

Was muss ich beachten, wenn ich meinen Hund entspannen will?


Wenn Du Deinen Hund entspannen willst, solltet jegliche Trainings Utensilien wie Clicker oder Spielsachen weggeräumt sein. Du solltest Dich Deinem Hund nicht frontal gegenüber setzten sondern eher seitlich zu ihm sein. Berühre immer zuerst den fordern Bereich des Körpers. Wenn dein Hund weggeht, lass ihn. In dieser Phase sollten keine Kommandos kommen.

Fazit:

Meine Hunde wissen genau, wann sie entspannen können oder sagen wir sogar müssen.

Ich habe beiden gelernt, dass sie auf ihren Hundeschlafmatten zur Ruhe kommen können. Liv ist gar kein Körperkontakt Fan, war sie noch nie und wird sie nie werden. Um aber auch ihr ein wenig zu helfen, massiere ich ihr die Schulterpartie einmal täglich durch. Sie sitzt dann völlig entspannt neben mir, schliesst die Augen und atmet tief ein und aus. Die lässt sie aber nur so eine Minute lang mit sich machen, dann geht sie.

Gin hingegen liebt jegliche Form von Körperkontakt, bevor ich sie auf die Decke schicke, muss sie zuerst neben mir liegen können. Sie braucht es nicht unbedingt, dass ich sie streichle, aber sie will mich berühren können. Sehr auffällig ist das auch in Situationen, die sie stressen, dann rennt sie zu mir und steht so dicht, dass sie mein Bein spürt. Der Effekt durch diese Berührung lässt sich meistens innert Sekunden sehen, sie beruhigt sich extrem schnell.

Es gibt kein Rezept, wie man Hunde entspannen kann, ich finde es aber wichtig, dass man es kann. Jeder kennt seinen Vierbeiner am besten. Macht Euch also Gedanken, wann, wo und wie Bello entspannen kann.

Herzlich, Xenia mit Liv und Gin

 

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Liv bei einem seltenen Moment auf meiner Schoss und Gin eng daneben

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(1) Kommentare

  • Gute Info zur Emotionsverknüpfung

    Alleine das Foto verdient schon die volle Punktzahl :-)
    Einstieg mit wissenschaftlichem Hintergrund sehr gut, danach die Praxisbeispiele.

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